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	<title>Olaf Karwisch - Coach und Interim-Manager</title>
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	<description>Auf dem Weg Ihrer Weiterentwicklung</description>
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	<itunes:summary>Die kontinuierliche Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und das Selbstmanagement werden immer wichtiger und sind nicht nur Themen für Karriere und Beruf. Gefordert werden wir in allen Bereichen unseres Lebens.

Manchmal helfen kleine Anregungen und Impulse, um sich aus einer als problematisch erlebten Situation wieder zu lösen. Dabei wird meist kein Coach benötigt. Jedoch gibt es auch immer wieder Anliegen, die eine Begleitung durch einen erfahrenen Coach und damit auch eine “außen stehende Person”, sehr viel schneller gelöst werden können.

Die Unterstützung im Selbstmanagement ist ein zentraler Baustein meiner Arbeit. Ich freue mich darüber, wenn Ihnen die veröffentlichten Artikel helfen, Ihren persönlichen Alltag erfolgreich und gesund zu gestalten. Sollten Sie mehr über diese Themen erfahren wollen oder einen Partner bei der Umsetzung suchen, dann freue ich mich über Ihr Feedback.</itunes:summary>
	<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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	<managingEditor>olaf@karwisch.de (Olaf Karwisch)</managingEditor>
	<copyright>Olaf Karwisch - Coach und Interim-Manager</copyright>
	<itunes:subtitle>Persönlichkeitsentwicklung</itunes:subtitle>
	<itunes:keywords>Coaching, Coach, Business, Entscheidung, Klarheit, Übung, Entwicklung, Persönlichkeit</itunes:keywords>
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		<title>Olaf Karwisch - Coach und Interim-Manager</title>
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		<title>Die dritte Säule der Ausbildung</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 10:26:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn wir heute die Schulungsangebote für Berufstätige, Manager und diejenigen, die es anstreben, betrachten, dann können wir in der Regel zwei Schwerpunkte bzw. Säulen feststellen: Zum einen geht es darum, Kompetenzen in einer Sache zu verbessern (MS Office, SAP, Prozess-Analyse, &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/beruf/die-dritte-saule-der-ausbildung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2011/02/ausbildung_gr.jpg"><img class="alignleft" style="margin-right: 10px;" title="ausbildung" src="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2011/02/ausbildung.jpg" alt="" width="150" height="97" /></a>Wenn  wir heute die Schulungsangebote für Berufstätige, Manager und  diejenigen, die es anstreben, betrachten, dann können wir in der Regel  zwei Schwerpunkte bzw. Säulen feststellen:</p>
<p>Zum einen geht es darum, Kompetenzen in einer Sache zu verbessern (MS  Office, SAP, Prozess-Analyse, Kostenrechnung, Steuern, Vertragsrecht,  usw.) &#8211; die sogenannten “Hard Facts”.</p>
<p>Zum anderen stehen das Erlangen neuer Kenntnisse und Verfahren für  die Optimierung zwischenmenschlicher Beziehungen (Mitarbeiter, Chef,  Kollegen) &#8211; die sogenannten “Soft Facts”.</p>
<p>Die Möglichkeit des Erlernens von Soft Facts bedeutet im Vergleich  zum bisherigen Lern-Angebot bereits einen Fortschritt. Denn in der  Schule und Ausbildung werden heute meist nur Informationen zu den Hard  Facts angeboten: es geht um Mathematik, Biologie, Chemie, BWL, Sprachen,  usw. Selbst später im Studium verändert sich das nur wenig.  Möglicherweise ergänzen einige Stunden in Präsentationstechniken oder  Rhetorik dieses Wissen. Warum werden den jungen Menschen nicht  zusätzlich Kenntnisse und Erfahrungen vermittelt, die sie auf die  späteren Aufgaben im Beruf und dem Management vorbereiten? <img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<h3>Die dritte Säule</h3>
<p>Dieses Konzept, das somit auf nur zwei Säulen beruht, würde ich gerne  noch um einen dritten Schwerpunkt erweitern. Bei dieser dritten Säule  geht es weniger um Fachwissen und Verfahren für die zwischenmenschlichen  Beziehungen, sondern um die eigene Person. Es geht darum, dass eine  Person sich selbst besser kennenlernt. Es geht um Fragen</p>
<ul>
<li>Wie gehe ich mit mir selbst um?</li>
<li>Wie erlebe ich die Welt und warum?</li>
<li>Was benötige ich, um selbstverantwortlich denken      und handeln zu können?</li>
<li>Was sind meine typischen Reaktionen auf Stress?</li>
<li>Wie stark lebe ich in der Zukunft oder der      Vergangenheit und übersehe dabei die Gegenwart?</li>
<li>Auch mehr philosophische Fragen wie: Wer &amp;      was bin ich?</li>
<li>usw.</li>
</ul>
<p>Diese Betrachtung kann aber nur Sinn machen, wenn sie einem Ziel  untergeordnet wird. Da wir unter verschiedenen Umständen auch sehr  unterschiedlich reagieren können, stellt sich also die Frage: Für was  und in welchem Umfeld soll das Wissen und die neuen Fähigkeiten  eingesetzt werden?</p>
<h3>Die Zielsetzung und Veränderung</h3>
<p>“Ein gesunder Umgang mit sich und Anderen auf Basis einer  ausgeprägten Selbst-wahrnehmung und Eigenverantwortung” sollte das Ziel  dieser 3. Säule sein.</p>
<p>Eine Person, die diese Ausbildung durchläuft, ist sich seiner  Gedanken, Gefühle und Körperreaktionen bewusst. Diese Person wird  möglicherweise die folgenden Sätze viel weniger oder gar nicht mehr  benutzen:</p>
<ul>
<li>… ich muss das tun</li>
<li>… weil der andere das getan hat, deshalb fühle,      handle, denke ich so</li>
<li>… hoffentlich ist doch bald Freitag, ich brauche      endlich mal Ruhe</li>
<li>… ich will hier nicht mehr sein</li>
<li>… warum musste das mir passieren</li>
</ul>
<p>Diese Person wird sich auf folgende Aspekte konzentrieren:</p>
<ul>
<li>Der Moment ist, wie er ist und kann von mir      nicht mehr verändert werden.</li>
<li>Wie empfinde ich gerade, was denke ich, wie geht      es meinem Körper?</li>
<li>Wie kann ich denn Moment beschreiben, ohne zu      bewerten?</li>
<li>Was braucht dieser Moment von mir, was kann ich      persönlich gerade tun?</li>
<li>Gefühle werden nicht abgelehnt, sondern      angenommen und für die  Beziehung zu sich selbst und zu anderen wohlwollend      und förderlich  geäußert.</li>
<li>Gelernte Reaktionsmuster, die in der Vergangenheit      auch  hilfreich waren, werden erkannt und fließen in aktuelle       Entscheidungen als Ratgeber mit ein, verlieren aber ihre absolute       Bedeutung.</li>
<li>Der Moment ist der einzige Augenblick, in dem      ich lebe.</li>
<li>Der Moment wird geschätzt und bestmöglich für      die anstehenden Aufgaben genutzt.</li>
<li>Ruhephasen sind so wichtig wie Leistungsphasen.      Nur wer die eigene Batterie auflädt, kann auch wieder leisten.</li>
<li>und vieles mehr.</li>
</ul>
<p>Sie erkennen Menschen sofort, die dieses Wissen erlernt haben und in  ihr Leben integrieren: Diese Menschen strahlen eine innere Ruhe und  Ausgeglichenheit aus, sie wirken mit sich verbunden und mit der Welt im  Frieden. Sie freuen sich am Leben und nutzten die täglichen  Geschehnisse, um weiter daran zu wachsen.</p>
<p>Natürlich bedeutet das nicht,  dass diese Personen keine Gefühle wie  Traurigkeit, Ärger, Angst oder Wut empfinden. Was sie aber auszeichnet,  ist die Fähigkeit, diesen Gefühlen zu begegnen und sie nicht durch alte  Geschichten, Bilder und Stimmen weiter anzufachen. Damit sind sie in der  Lage, die für Sie in diesem Moment richtigen Entscheidungen zu treffen.</p>
<p>Niemand kennt die Zukunft und so sind Entscheidungen jeder Art einer  gewissen Unsicherheit ausgesetzt. Die geschulte Person wird diese  Unsicherheit akzeptieren. Sie akzeptiert die möglichen Konsequenzen als  Teil der Eigenverantwortung.</p>
<h3>Achtsamkeit &#8211; ein Weg zu mehr Selbsterkenntnis</h3>
<p>Was ist nun aber diese Ausbildung? Was formt die dritte Säule? Wie können Sie diese Eigenschaften für sich entwickeln?</p>
<p>Da unsere Gesellschaftsform eine Ausbildung der „Selbsterfahrung”  nicht als einen essentiellen Teil unserer frühen Entwicklung einbindet,  treffen viele Menschen sehr spät auf dieses Wissen. Selten als Teil  ihrer Ausbildung, eher durch persönliche und emotionale<br />
Erfahrungen. Leider sind es oft Ereignisse die &#8211; zumindest zu Beginn &#8211;  als negativ beschrieben werden: Krankheit, Burnout, Depression, ein  Todesfall, usw.</p>
<p>Ich habe viele Betroffene kennengelernt, die sich gefragt haben,  warum Ihnen dieses Wissen nicht viel früher zuteil wurde. Warum es nicht  schon Kindern in der Schule vermittelt wird, warum es nicht Bestandteil  jeder Ausbildung ist.</p>
<p>Die Erfahrung zeigt, je länger jemand in den alten Mustern lebt,  desto mehr Geduld benötigt er, dieses Wissen umzusetzen. Damit möchte  ich niemandem den Mut nehmen, diesen wichtigen Schritt zu gehen – im  Gegenteil. Ich möchte jedoch allen, die glauben, sie könnten in wenigen  Tagen oder Wochen große Schritte zurück legen, eine realistische  Einschätzung vermitteln. Es gibt sicherlich Menschen, denen diese Gabe  mit in die Wiege gelegt wurde oder die durch ein besonderes Ereignis  ihre Ansichten und Muster komplett verändert haben. Für die meisten von  uns wird es allerdings ein Weg voller wichtiger Erfahrungen und  Herausforderungen. Möglicherweise ist es auch das Wissen um den Weg, der  vor ihnen liegt, dass ihn manche nicht gehen, obwohl sie das Wissen  dazu schon erhalten haben.</p>
<p>Wie können Sie sich nun aber dieses Wissen heutzutage aneignen? Was hilft Ihnen auf dem Weg?</p>
<p>Dieses Wissen hat einen Namen: Achtsamkeit</p>
<p>Achtsamkeit können Sie lernen und täglich neu erfahren. Mit der  Achtsamkeit gehen Sie auf eine Entdeckungsreise. Eine wundervolle und  abenteuerliche Reise zu sich selbst. Sie lernen, was es bedeutet  liebevoll, wohlwollend und ohne zu bewerten sich selbst und den  Augenblick mit all seinen Ereignissen zu betrachten. Sie erfahren die  innere Ruhe und Gelassenheit, die sich einstellt, wenn sie Achtsamkeit  praktizieren.</p>
<p><a href="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-content/uploads/2011/02/ausbildung_gr.jpg" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.achtsamkeit-erleben.de/wp-content/uploads/2011/02/ausbildung_gr.jpg?referer=');"><img title="ausbildung_gr" src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-content/uploads/2011/02/ausbildung_gr.jpg" alt="" width="500" height="323" /></a></p>
<p>Durch eine neue Offenheit und Toleranz für andere Verhalten, Ansichten und Wege lernen Sie diesen interessiert zu begegnen.</p>
<p>Das Entdecken Ihrer ganz persönlichen Muster und Reaktionen z.B. auf  Stress, hilft Ihnen, die eindeutigen Signale frühzeitig zu erkennen und  für sich gesunde Entscheidungen zu treffen.</p>
<p>Impulse, die sie bisher unbewusst regiert haben, werden über die Zeit  in das neue Bewusstsein integriert,  verlieren aber ihre Macht und  können als Ratgeber für Entscheidungen nützlich werden.</p>
<h3>Strategien zur Umsetzung der Achtsamkeit</h3>
<p>Wie können Sie Achtsamkeit lernen?</p>
<ul>
<li>Meditation &#8212; das ist wohl die klassische      Variante der Einkehr  und Selbstfindung, aber ganz sicher nicht      verpflichtend und nicht  der einzige Weg zu mehr Selbstwahrnehmung. Jedoch      hilft die  Meditation auch beim Training der Konzentration und einem       ganzheitlichen Denken.</li>
<li>Regelmäßige Pausen &#8212; nutzen Sie kleine Pausen      von 3-5 Minuten,  um sich über Ihren Körper, die Gefühle und Ihre Gedanken      bewusst  zu werden. Wo sind sie gerade und wie geht es Ihnen?</li>
<li>Anker nutzen &#8212; wir nutzen die sogenannten Anker      in unserem  Leben, wenn sie etwas ansehen, berühren oder hören; plötzlich       entstehen dazu Erinnerungen und Gefühle. Diese Anker können Sie auch       bewusst einsetzen. Nutzen Sie den Moment, wenn Sie eine Tür öffnen und  die      Türklinke anfassen, wenn Sie ins Auto einsteigen und das  Lenkrad umfassen,      wenn Sie abends die Bürotür schließen oder das  Büro verlassen, zuhause in      die Garage fahren, usw. Es gibt  unzählige Anker, die sie spontan daran      erinnern können, achtsam zu  sein.</li>
<li>Bewusstes Training &#8212; die besten Voraussetzungen      schaffen sie  aber auch durch regelmäßiges Training. Achtsamkeit verhält      sich  hier nicht anders wie jede andere Fertigkeit, die sie sich aneignen.       Die notwendigen Verbindungen im Gehirn müssen erst geschaffen werden.       Nutzen Sie das Wissen über erfolgreiche Lernverfahren, wie die  Übung um      die selbe Zeit jeden Tag oder die Tatsache, dass eine  Minute üben besser      ist, als die Übung ganz ausfallen zu lassen und  ganz wichtig: steigen Sie      langsam ein. Ein kleines Ziel, wie z.B.  täglich einmal für 5 Minuten zu      trainieren, hat viel größere  Chancen auf ein Erfolgserlebnis und damit      auch auf eine  Fortsetzung.</li>
</ul>
<p>Achtsamkeit zu trainieren fühlt sich zu Beginn an wie das Schwimmen  gegen den Strom: wenn Sie nichts tun, verliert es sich wieder im  Alltagsgeschehen. Schon bald werden sie aber bemerken, dass sich etwas  verändert. Und wie Ihre unbewusst vorhandenen Fähigkeiten beim Radfahren  oder beim Autofahren, wird es langsam ein fester Bestandteil in Ihrem  Denken, Fühlen und Handeln.</p>
<p>Es gibt viel Literatur zur  Achtsamkeit. In meinen Artikeln versuche  ich zwar einige Blickwinkel zu betrachten, kann aber bei weitem nicht  die Fülle an positiven Effekten und Möglichkeit aufzählen, die ein  regelmäßiges Training mit sich bringt.</p>
<h3>Von der Ausbildung zur Philosophie</h3>
<p>Und für alle, die sich die neuen Kenntnisse aneignen, kann sich die  Achtsamkeit sehr schnell über den Weg der dritten Ausbildungssäule zu  einer wichtigen Lebensphilosophie entwickeln.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Zeit bei der Neuentdeckung, Ihr Olaf Karwisch</p>
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		<itunes:subtitle>Wenn  wir heute die Schulungsangebote für Berufstätige, Manager und  diejenigen, die es anstreben, betrachten, dann können wir in der Regel  zwei Schwerpunkte bzw. Säulen feststellen: - Zum einen geht es darum,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Die heutige Ausbildung umfasst zwei wichtige Säulen: Alle Arten von Fachwissen und als zweite Säule die Fähigkeiten für den zwischenmenschlichen Umgang im Beruf oder auch Privat. Allerdings wird eine Säule meist gar nicht beachtet. Das Wissen um sich selbst. Achtsamkeit führt uns diesem Wissen näher und fördert den wohlwollenden und liebevollen Umgang mit sich selbst und darüber auch mit Anderen. Gesundheit, Gelassenheit und Offenheit stellen sich ein, wenn Achtsamkeit regelmäßig trainiert wird.</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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		<title>Ein gesunder Umgang mit Zielen</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 11:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum Jahresbeginn starten viele mit neuen oder mit wieder aufgefrischten alten Zielen. Sie sind motiviert, im neuen Jahr etwas zu erreichen oder sich zu verändern. Sie wollen einen neuen Job, endlich einmal mehr Zeit für die Frau oder Ihre Kinder. &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/ubung/ein-gesunder-umgang-mit-zielen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2011/01/ziele.jpg"><img class="alignleft" style="margin-right: 10px;" title="Ziele" src="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2011/01/ziele.jpg" alt="" /></a>Zum  Jahresbeginn starten viele mit neuen oder mit wieder aufgefrischten  alten Zielen. Sie sind motiviert, im neuen Jahr etwas zu erreichen oder  sich zu verändern. Sie wollen einen neuen Job, endlich einmal mehr Zeit  für die Frau oder Ihre Kinder. Sie planen einen schönen Urlaub oder  wollen den roten Zahlen auf Ihrem Bankkonto entkommen. Haben Sie Ziele  für dieses Jahr? Welche Ziele haben Sie sich gesetzt? Wenn Sie zu den  Menschen gehören, die sich nicht zum Neujahr Ziele gesetzt haben, gibt  es grundsätzlich etwas, das Sie gerade erreichen oder verändern wollen?</p>
<p>Wir alle haben Ziele. Manchmal sind es kleine Ziele und manchmal sind  es überaus große und mächtige Dinge, die wir erreichen wollen. Ich  behaupte sogar, in der heutigen Welt geht nichts ohne Ziele. Selbst das  Vorhaben, nächste Woche einen Freund zu treffen, heute pünktlich um  17:00 Uhr zu Hause zu sein oder morgen das rote Kleid anzuziehen, können  wir als ein Ziel betrachten. Wir nehmen uns etwas für einen Zeitpunkt  vor, der in der Zukunft liegt. Für die folgenden Aspekte ist es ganz  egal, wie ambitioniert Ihnen Ihr Ziel erscheint.</p>
<p>Die Frage, die mich heute beschäftigt ist, wie können wir Ziele verfolgen und gleichzeitig <img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />in  Achtsamkeit leben? D.h. den Moment und damit auch uns ganzheitlich zu  erleben. Wie können wir achtsam für die Zukunft Planungen erstellen und  diese verfolgen? Diese Frage habe ich in den vergangen Jahren mir und  auch anderen Menschen immer wieder gestellt. Ich selbst habe einige  Antworten aus verschiedenen “Lehren” oder sagen wir Konzepten benötigt,  bis ich meine passende Sicht aufbauen konnte. Möglicherweise hilft diese  auch Ihnen bei der Umsetzung von Achtsamkeit im Alltag.</p>
<p>Ich versuche einmal, die Antwort eines Zen-Meister auf diese Frage  zusammenzufassen: Achtsamkeit und Ziele in der Zukunft zu haben ist  überhaupt kein Widerspruch. Denn die Ziele überlege ich mir im “Jetzt”,  d.h. ich habe Vorstellungen von dem Ziel und ich plane, wie ich es  erreichen kann und dabei bin ich in diesem Moment. Auch die Umsetzung  erfolgt im “Hier und Jetzt”. Wir sind somit bei jeder Handlung, die uns  dem Ziel näher bringt, mit uns verbunden. Den gegenwärtigen Moment zu  respektieren heißt, flexibel mit den Herausforderungen umzugehen und  nicht das Ziel als die einzige Wahrheit zu sehen.</p>
<p>Mit dieser Antwort war ich im ersten Moment auch zufrieden. Schon  bald habe ich mir aber weitergehende Fragen gestellt. Heute kann ich aus  eigener Erfahrung sagen, dass die Antwort des Zen-Meisters in wenigen  Worten den Kern trifft.</p>
<p>Was macht uns aber die Umsetzung immer wieder so schwierig, wo sind die Stolpersteine?</p>
<h3>Gefahren in der Zielvorstellung</h3>
<p><strong>Sog in die Zukunft</strong><br />
Wenn wir uns ein Ziel setzen, dann verbinden wir mit diesem Ziel ein  positives Gefühl. Dieser Zustand wirkt wie ein Sog auf unsere  Empfindungen und Vorstellungen. Wir sehnen uns nach der Zielerreichung  und wünschen uns jetzt schon dieses Gefühl.</p>
<p>Ein Ziel ohne eine gewisse Anziehungskraft wäre in der klassischen  Zieldefinition nicht einmal ein Ziel. Der Sog des Ziels ist es, der uns  die Kraft und Energie gibt, diese auch erreichen zu wollen.</p>
<p>Es besteht allerdings die Gefahr, dass der Sog so groß ist, dass wir  auf den gegenwärtigen Moment nicht mehr reagieren. Wir sind von unserem  Ziel so eingenommen, dass wir jegliche Flexibilität verlieren. Wir  wollen das Ziel mit aller Macht erreichen. Der Moment und unter  Umständen sogar die Menschen, die diesen Moment mitgestalten, auch wir  selbst, sind nicht mehr wichtig. Das hört sich dramatisch an und kann es  auch sein, wenn wir betrachten, welchen Schmerz Menschen sich und  anderen zufügen können, nur, um ein definiertes Ziel zu erreichen.</p>
<p><strong>Die Gegenwart als Sprungbrett</strong><br />
Kennen Sie Aussagen wie: Wenn ich mein Ziel erreicht habe dann …</p>
<ol>
<li>… fühle ich mich wohler</li>
<li>… bin ich glücklich</li>
<li>… haben ich mehr Geld</li>
<li>… bin ich angesehener und werde respektiert</li>
<li>… haben ich mehr Zeit oder weniger Stress</li>
</ol>
<p>Diese Bilder wirken zwar im ersten Augenblick wie der oben genannte  Sog, bringen aber noch einen weiteren Aspekt mit. Wir bewerten uns und  den gegenwärtigen Moment als negativ, wir werten uns ab. Wir verlagern  das Glück in die Zukunft, vergessen aber, dass es überhaupt nicht sicher  ist, dass wir diese gewünschte Zukunft auch erreichen. Und selbst, wenn  wir das Ziel erreichen, dann sind wir schon auf dem Weg zum nächsten  Ziel. Wir sind daher überhaupt nicht in der Lage, den Moment  wahrzunehmen. Unsere Phantasie und Bilder bewegen sich in einer  Zielvorstellung, ohne dabei den Weg zu schätzen. Sie kennen sicherlich  den Spruch: “Der Weg ist das Ziel”. Genau an dieser Stelle bekommt er  seinen tieferen Sinn! Den Weg vergessen wir aber nur allzu leicht und  sehen die Gegenwart als Sprungbrett in die Zukunft.</p>
<p><strong>Unzufriedenheit mit dem Jetzt</strong><strong><br />
</strong>Möglich wäre aber auch eine schlichte Ablehnung der  augenblicklichen Situation. Ich will hier raus, das gefällt mir nicht,  ich kann das nicht ertragen, warum bin ich hier, warum muss das mir  passieren. Hier ist das Ziel meist weniger konkret in die Zukunft  gerichtet, sondern das Ziel besteht darin, aus dem Augenblick zu  entfliehen, ihn nicht weiter ertragen zu müssen. Diese Person bewegt  sich also weniger auf ein konkretes Ziel zu, sondern von einem aktuellen  Zustand weg. Sie lehnt den Augenblick ab.</p>
<p><strong>Nur andere können mich glücklich machen</strong><br />
Eine besondere Form von Zielen treffen wir an, wenn eine Person im  Moment nicht zufrieden ist und die klare Vorstellung hat, was andere  besser tun könnten, damit es ihr besser geht. Auch hier treffen wir  Ziele. Diese Ziele gelten aber meist anderen Personen. Denn nur diese  können anscheinend einen Zustand herbeiführen, der diese Person  vermeintlich glücklicher machen könnte.</p>
<h3>Ziele erreichen in Achtsamkeit</h3>
<p>Aus der Hirnforschung wissen wir, dass es so etwas wie die  Vergangenheit und die Zukunft in uns nicht gibt. Sie haben zwar  Erinnerungen an ihre Vergangenheit, doch Sie haben sicherlich auch schon  erlebt, wie sich Erinnerungen und Bewertungen einer bestimmten  Situation verändern können. Wir könnten also von den “Vergangenheiten”  sprechen, die jedoch von uns immer wieder neu konstruiert werden. Auch  die Zukunft gibt es nicht wirklich. Wir haben zwar Vorstellungen von  unserer Zukunft. Durch unsere Vorstellungskraft wirken sie auch real  erlebt, aber sie sind doch nur eine Vorstellung. Unser Gehirn  unterscheidet nicht zwischen etwas in der realen Welt und einer inneren  Vorstellung.</p>
<p>Was aber bedeutet das nun für unsere Ziele? Wie können wir die oben  genannten Erkenntnisse für einen achtsamen Umgang mit unseren Zielen  einsetzten?</p>
<p>Einige Anregungen von mir:</p>
<ol>
<li><strong>Grundsätze der Ziel-Definition</strong><br />
Ziele zu definieren, ist keine komplizierte Sache, wenn Sie nur einige       wichtige Dinge berücksichtigen. Das Ziel muss durch Sie erreichbar  bzw.      von Ihnen umsetzbar sein, es sollte positiv formuliert werden  und erlebbar      sein.</li>
<li><strong>Nutzen Sie alle Möglichkeiten      der Zielvorstellung</strong><br />
Warum nicht die Möglichkeit nutzen, die uns durch unsere  Vorstellungskraft      gegeben ist. Durchleben Sie den Zielzustand mit  all Ihren Sinnen immer      wieder. Viele erfolgreiche Menschen nutzen  diese Möglichkeit für die      eigene Zielerreichung. Die meisten nutzen  es aber unbewusst, d.h. sind      immer mal wieder tief mit ihrem Ziel  verbunden. Auch Sportler nutzen die      Möglichkeit ganz gezielt bei  der Wettkampfvorbereitung. Erleben Sie sich, als      ob Sie das Ziel  schon erreicht haben.<br />
- Wo sind sie?<br />
- Was tun sie gerade?<br />
- Wie fühlen Sie sich?<br />
- Was sehen Sie?<br />
- Riechen Sie etwas?<br />
- Schmecken Sie etwas?<br />
- usw.Nutzen Sie die Möglichkeit der konkreten Zielvorstellung und des  Erlebens. Seien Sie sich aber bewusst, dass Sie das immer in der  Gegenwart tun. Sie versetzten sich gezielt für einige Momente in einen  Zielzustand und erleben diesen. Sie können diese Übung immer wieder  durchführen.</li>
<li><strong>Leben Sie nicht für Ihre Ziele,      sondern mit Ihren Zielen</strong><br />
Der Moment, in dem Sie ein Ziel formuliert haben, liegt schon einen  Moment      später in der Vergangenheit und hat daher sehr schnell  nichts mehr mit der      aktuellen Gegenwart zu tun. Unser Umfeld und  die Voraussetzungen verändern      sich stetig. Das ursprüngliche Ziel  lebt allerdings unverändert weiter,      von Moment zu Moment. Was aber,  wenn sich die äußeren Umstände so verändern,      dass es immer  schwieriger wird, Ihr Ziel zur erreichen? Wie gehen Sie      damit um,  wenn Sie oder andere Personen kurzfristig krank werden? Ein Zug      auf  dem Weg zu einem Termin ausfällt? Ein Geschäftspartner einen Termin       nicht einhält? Der Stau verhindert, dass Sie rechtzeitig zum Flieger       kommen?Auch wenn wir es gerne würden, den aktuellen Moment können wir nicht  verändern. Wir können ihn nur “leben” und als diesen akzeptieren. Ziele  sind wichtig, um uns in der Welt zu bewegen und etwas zu erreichen.  Allerdings sind sie nie wichtiger als der jeweilige Moment. Ein Ziel,  dass sich nicht an die neuen Umstände anpassen kann, macht uns  unglücklich, wir fallen in Gefühle von Stress, Ärger oder Verzweiflung.  Wir fühlen uns ohnmächtig, weil der aktuelle Moment es uns nicht  erlaubt, unser Ziel zu erreichen. Nun können wir mit Widerstand  reagieren oder den Moment so akzeptieren wie er ist. Widerstand kostet  uns Energie und erlaubt uns meist keine guten oder überhaupt keine  angemessene Entscheidungen zu treffen. Nur wenn wir mit dem Moment  leben, erhalten wir uns unsere Energie und können Sie für eine  angemessene Bewertung der Situation und der notwendigen Entscheidungen  nutzen.&nbsp;</p>
<p>Was kann Ihnen helfen, wenn Sie in eine solche Situation kommen? Eine  sehr einfache und überaus effektive Möglichkeit wieder im aktuellen  Moment anzukommen, ist die Beobachtung des Atems und die Konzentration  auf Ihre Sinne. Versuchen Sie es selbst einmal: Fühlen Sie ihren Atem,  wo bewegt sich der Körper, wenn Sie einatmen oder ausatmen? Was berühren  Sie im Moment mit den Händen? Stehen oder sitzen Sie? Wie fühlt sich  die Kleidung auf Ihrer Haut an? Was sehen Sie? usw.</p>
<p>All diese Fragen führen direkt in den jetzigen Moment zurück. Sie  können diese Fragen nur beantworten, wenn Sie sich im “Hier und Jetzt”  wahrnehmen. So verlieren Sie sich nicht in Zukunfts-Phantasien, z.B.  über das, wie sich die aktuelle Situation auf Ihr Ziel auswirken könnte.  Sie kommen vielmehr bei sich an und werden sehr schnell spüren, wie  Ihnen die Verbundenheit mit sich auch Kraft für klare und bewusste  Entscheidungen gibt. Das könnte so etwas sein wie: Ich stehe im Stau  also stehe ich nun im Stau! Ich rufe meinen Kunden (etc.) an und werde  Ihn darüber informieren, dass ich zu spät komme oder wir den Termin  verlegen müssen.</p>
<p>Sie sagen: “Das klingt so einfach, so einfach ist es aber nicht”.  Dann antworte ich: “Wenn Sie im Moment ankommen und entscheiden, dass es  derzeit nichts gibt, das sie tun oder ändern können, dann ist es so  einfach!”.</p>
<p>Ein achtsamer Umgang mit Zielen bedeutet, sich immer wieder neu auf  den Moment einzulassen, auch wenn dieser nicht zu unserem ursprünglichen  Ziel passt. Das heißt nicht, dass wir es immer als einfach empfinden,  insbesondere weil wir in der Vergangenheit oft andere Erfahrungen  gesammelt haben. Aber versuchen Sie es selbst. Bleiben Sie im Moment,  oder kommen Sie wieder zurück. Sie werden es sich selbst danken.</li>
<li><strong>Lassen Sie sich nicht vom Weg      abbringen</strong><br />
Achtsam zu sein, kann aber auch bedeuten, sich bewusst darüber zu  werden,      wenn Sie sich z.B. leicht vom Ziel ablenken lassen. Was  sind typische      Ablenkungen, mit denen Sie sich beschäftigen? Wie  bewerten Sie dann Ihr      Tagesergebnis? Werten Sie sich ab, weil Sie  einmal wieder nicht genug      erreicht haben? Oder können Sie die  Leistung des Tages als das für heute      bestmögliche Ergebnis  akzeptieren und sich selbst dankbar sein? Dann      bleibt Ihnen auch  die Kraft, zu überlegen, was Sie in den nächsten Tagen      dazu  beitragen können, sich weniger ablenken zu lassen.Eine weitere Möglichkeit besteht in den inneren Widerständen. Auch  diese können Sie leicht vom Ziel abbringen oder unbewusst daran hindern,  Ihre Ziele zu erreichen. Fragen Sie sich z.B.: Was ist der Preis, den  ich zahle, wenn ich das Ziel erreiche? Was gebe ich auf? Was ist die  Konsequenz in Bezug auf meine Beziehung(en), den Arbeitsplatz, die  Kollegen, für mich? Was würde sich verändern, wenn Sie Ihr Ziel  erreichen? Prüfen Sie, ob Sie das Ziel unter diesen Bedingungen auch  wirklich erreichen wollen, oder ob sich das Ziel verändert.&nbsp;</p>
<p>“Lassen Sie sich nicht vom Weg abbringen” bedeutet daher nicht: das  Ziel ist statisch und wir gehen unbeirrt darauf zu. Vielmehr führt es  zur folgenden Einsicht: Sie geben zu jedem Zeitpunkt das Beste, um Ihr  Ziel zu erreichen. Sie sind aber gleichzeitig in der Lage, den Weg und  bei Bedarf auch Ihre Ziele auf die neuen Umstände anzupassen.</li>
<li><strong>Feiern Sie die Zielerreichung</strong><br />
Wie  geht es Ihnen, nachdem Sie Ihr Ziel erreicht haben? Zieht es Sie       gleich zu neuen Ufern? Betrachten Sie es als selbstverständlich? Oder       genießen Sie den Erfolg für einen Moment? Nutzen Sie die  Möglichkeit, erreichte      Ziele zu feiern. Werden Sie sich über das  bewusst, was Sie erreicht haben      und gleichzeitig auch darüber,  worauf Sie bereit waren, zu verzichten.      Entwickeln Sie eine gewisse  Dankbarkeit. Nicht nur für die Menschen, die      Ihnen dabei geholfen  haben, Ihr Ziel zu erreichen, sondern insbesondere auch      für sich  selbst.</li>
</ol>
<p>Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre Ziele, Ihr Olaf Karwisch</p>
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			<itunes:keywords>Ablenkung,anpassen,der Weg,Energie,Klarheit,Kraft,Moment,Planung,Veränderung,Vergangenheit,Vorstellung,Ziel</itunes:keywords>
		<itunes:subtitle>Zum  Jahresbeginn starten viele mit neuen oder mit wieder aufgefrischten  alten Zielen. Sie sind motiviert, im neuen Jahr etwas zu erreichen oder  sich zu verändern. Sie wollen einen neuen Job, endlich einmal mehr Zeit  für die Frau oder Ihre Kinder.</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Achtsamkeit und Ziele in der Zukunft zu haben ist kein Widerspruch, denn die Ziele überlege ich mir im &quot;Jetzt&quot;, d.h. ich habe Vorstellungen von dem Ziel und ich plane, wie ich das Ziel erreichen kann und dabei bin ich im diesem Moment. Auch die Umsetzung erfolgt im &quot;Hier und Jetzt&quot;. Wir sind somit bei jeder Handlung, die uns dem Ziel näher bringt mit uns verbunden. Den gegenwärtigen Moment zu respektieren heißt flexibel mit den Herausforderungen umzugehen und nicht das Ziel als die einzige Wahrheit zu sehen.</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
		<itunes:explicit>no</itunes:explicit>
		<itunes:duration>20:23</itunes:duration>
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		<title>&#8220;Nichts tun&#8221; &#8211; ein Missverständnis?</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 05:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<description><![CDATA[Diese Tage habe ich mir Zeit genommen und bin in Urlaub gefahren. Ganz selbstverständlich war auch der Wunsch mit im Gepäck, endlich mal wieder nichts zu tun. Wie sagen wir so gerne: Die Beine ausstrecken, den eigenen Gedanken nachgehen und &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/einleitung/nichts-tun-ein-missverstaendnis/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Nichts-Tun ein Missverständnis" href="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/11/nichts_tun.jpg"><img class="alignleft" style="margin-right: 10px;" title="Nichts-Tun" src="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/11/nichts_tun.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Diese  Tage habe ich mir Zeit genommen und bin in Urlaub gefahren. Ganz  selbstverständlich war auch der Wunsch mit im Gepäck, endlich mal wieder  nichts zu tun. Wie sagen wir so gerne: Die Beine ausstrecken, den  eigenen Gedanken nachgehen und die warme Sonne auf der Haut spüren.  Ihnen fallen sicherlich auch noch einige Sätze ein, wenn es darum geht,  einmal wirklich “nichts zu tun”.</p>
<p>Aber sehr bald wurde mir allerdings klar, dass dieser Wunsch, den so  viele Menschen mit sich tragen und der auch mich getrieben hat,  überhaupt nicht zu realisieren ist. Der Wunsch “nichts zu tun” ist  nichts weiter als ein künstliches Konstrukt unserer eigenen Gedanken,  Bilder und Wertevorstellungen.</p>
<h3>Wie stehen Sie dazu?</h3>
<p>Ich lade sie zu einer kurzen Übung ein, sich selbst über zwei Aspekte  bewusst zu werden. Es wäre von Vorteil, sich etwas Zeit zu nehmen, <img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />um die Antworten aus Ihrem Körper zu erhalten und nicht nur aus den spontanen Gedanken.</p>
<p>Es ist egal, ob Sie sitzen, liegen oder stehen. Betrachten Sie kurz  die Situation, in der Sie sich befinden. Was ist um Sie herum? Gibt es  etwas, das Sie berühren – zum Beispiel eine Stuhloberfläche oder den  Boden, auf dem Sie stehen? Geben Sie sich etwas Zeit, Ihren Körper zu  spüren. Wandern Sie mit Ihrer Achtsamkeit zu Ihrem Atem im Bauchbereich.  Spüren Sie, wie sich der Bauch beim Einatmen hebt und beim Ausatmen  senkt. Sie können die Augen schließen oder auch offen lassen. Nehmen Sie  sich einen Moment Zeit, Ihren Atem zu erleben.</p>
<p>Gehen Sie nun mit Ihrer Aufmerksamkeit in den Brust- und Herzbereich. Stellen Sie sich die Frage:</p>
<h3>Was verbinde ich mit dem Begriff “nichts tun”?</h3>
<p>Geben Sie sich mindestens 60 Sekunden Zeit. Bleiben Sie entspannt,  die Antworten werden von ganz allein entstehen. Halten Sie Ihre  Aufmerksamkeit in Ihrem Körper und empfangen Sie die Antworten. Das  können Bilder und Erinnerungen, aber auch Sätze und Symbole sein.</p>
<p>Wenn Sie das Gefühl haben, hier keine weiteren Antworten zu bekommen, dann stellen Sie sich eine zweite Frage:</p>
<h3>Wann haben Sie das Gefühl etwas “zu tun”?</h3>
<p>Geben Sie sich auch hier ausreichend Zeit für die Antworten. Sie  werden möglicherweise feststellen, dass sich neben den spontanen ersten  Gedanken ganz andere Antworten ergeben, wenn Sie sich etwas mehr Raum  und Zeit geben.</p>
<p>Zum Abschluss der Übung kommen Sie bitte wieder in das  “Hier-und-Jetzt” zurück. Schauen Sie sich kurz um, betrachten Sie wieder  Ihre Umgebung und wenn sie wollen, strecken und dehnen Sie sich.</p>
<p>Nun bin ich sehr gespannt auf Ihre Antworten. Leider bietet der Blog  keine Möglichkeit, ein direktes Feedback zu geben. Daher möchte ich Sie  bitten, Ihre Erfahrungen in einem Kommentar zu schreiben.</p>
<p>Aus meiner Erfahrung ergeben sich bei der Übung oft die folgenden Antworten:</p>
<p><strong>“Tun” und “Nichts-Tun”</strong></p>
<p>Die meistens Antworten zum “nichts-tun” lauten wie folgt:</p>
<ul>
<li>Auf dem Sofa liegen und Musik hören oder nur die      Beine ausstrecken</li>
<li>Sich beim Fernsehen berieseln lassen</li>
<li>Spazieren gehen</li>
<li>Urlaub</li>
<li>Ein lockeres Gespräch mit einem Freund</li>
</ul>
<p>“Tun” wird oft mit den folgenden Aussagen in Verbindung gebracht:</p>
<ul>
<li>Arbeiten gehen</li>
<li>Sport treiben, aktiv sein</li>
<li>Ins Kino gehen, lesen, ausgehen</li>
<li>Freunde besuchen</li>
<li>Leistung erbringen</li>
<li>Danach ein Ergebnis sehen zu können</li>
<li>Hat einen höheren Wert im Vergleich zum      “Nichts-tun”.</li>
</ul>
<p>Waren auch Ihre Antworten dabei? Was sind Ihre ganz individuellen  Ergänzungen? Würden Sie einzelne Antworten der anderen Kategorie  zuordnen?</p>
<p>Was fällt Ihnen auf, wenn Sie Ihre eigenen oder die hier aufgezeigten  Antworten lesen? Könnte es sein, dass wir den Begriff “nichts-tun” für  ganz unterschiedliche Zwecke einsetzen, wie  z.B.</p>
<ul>
<li>Diese Tätigkeit macht mir Spaß</li>
<li>Diese Tätigkeit bringt mir Energie</li>
<li>Bei dieser Tätigkeit kann ich mich erholen</li>
<li>Ich muss mich nicht anstrengen</li>
<li>usw.</li>
</ul>
<p>Allerdings haben die dargestellten Tätigkeiten des “nichts-tun”  überhaupt nichts mit der eigentlichen Bedeutung im Sinne von “ich tue  nichts” gemein. Denn sie tun doch immer etwas. Gibt es überhaupt etwas,  das in diese Beschreibung des “nichts-tun” hinein passt? Wann würden wir  wirklich “nichts-tun”?</p>
<p>Ich bin der Meinung, dass wir dieses Wortkonstrukt nur nutzen, um  verschiedene Tätigkeiten zu unterscheiden. Es ist nichts weiter als eine  Metapher, die uns etwas suggeriert, das wir nie erreichen können. Nicht  wenige bleiben bei dem Wunsch, endlich einmal “nichts zu tun”,  erfolglos und sind sogar enttäuscht, weil sie es wieder einmal nicht  geschafft haben “nichts-zu-tun”.</p>
<h3>Energie geben oder erhalten</h3>
<p>Prüfen Sie für sich, ob Ihnen eine alternative Betrachtung mehr  Flexibilität bringt und die Chance auf eine erfolgreiche Umsetzung  erhöht.</p>
<p>Gehen Sie davon aus, dass Sie immer etwas tun und daher die Idee des  “nichts-tun” aus Ihren Gedanken streichen können. Wir sagen dann im  Sinne der Achtsamkeit: wenn Sie schlafen, dann schlafen Sie; wenn Sie  gehen, dann gehen Sie; wenn Sie arbeiten, dann arbeiten Sie  – so  beschäftigen Sie sich also immer mit etwas. Diese Sichtweise hilft uns,  eine Unterscheidung auf einer anderen Ebene zu treffen.</p>
<p>Diese Unterscheidung betrachtet unseren Energiefluss, den Sie mit  einer Tätigkeit verbinden. Geben Sie, verlieren Sie oder sammeln Sie  Energie bei einer Tätigkeit. Unser Körper benötigt Energie, um  leistungsfähig zu sein. Damit meine ich nicht nur die Energie, die wir  durch die Nahrung zu uns nehmen, sondern auch die “seelische” Energie.</p>
<p>Wenn Sie dieser Annahme soweit folgen können, dann stellt sich die  Frage: Welche Tätigkeiten rauben Ihnen Energie und mit welchen  Tätigkeiten schenken Sie sich Energie?</p>
<p>Wenn Sie sich die Zeit nehmen wollen, dann wiederholen Sie die Übung  von oben mit diesen zwei neuen Fragen und prüfen Sie, wie die Antworten  nun ausfallen. Erhalten Sie die gleichen Rückmeldungen oder gibt es  Unterschiede?</p>
<p>Die neue Betrachtungsweise hilft Ihnen herauszufinden, was Ihnen gut  tut und nach welchen Tätigkeiten es gut wäre, Ihre innere Batterie  wieder aufzuladen.</p>
<p>Es geht auch nicht darum, nur noch Dinge tun zu wollen, die uns  Energie bringen oder geben. Wir leben von Kontrasten, von einem Geben  und Nehmen. Es wird immer Tätigkeiten geben, die mehr Energie kosten,  als sie uns zurückbringen. Was wir benötigen ist die Balance – den  Ausgleich der Energie.</p>
<p>Hierfür ist es wichtig, dass Sie ganz persönlich für sich  feststellen, wann Sie Energie tanken können. Und sollte der Wunsch  wieder auftauchen, endlich mal   „nichts-zu-tun” – dann haben sie die  Wahl: Anstelle der erfolglosen Suche nach dem “nichts-tun” suchen Sie  sich die Tätigkeit, die Ihnen Spaß macht und Ihre Batterie wieder  auflädt.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen weiterhin eine erfolgreiche Zeit, Ihr Olaf Karwisch</p>
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			<itunes:keywords>Energie,Gedanken,gewinnen,Klarheit,Metapher,Übung,verlieren,Werte,Wortwörtlichkeit</itunes:keywords>
		<itunes:subtitle>Diese  Tage habe ich mir Zeit genommen und bin in Urlaub gefahren. Ganz  selbstverständlich war auch der Wunsch mit im Gepäck, endlich mal wieder  nichts zu tun. Wie sagen wir so gerne: Die Beine ausstrecken,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Wie sagen wir so gerne: Die Beine ausstrecken, den eigenen Gedanken nachgehen, die warme Sonne auf der Haut spüren, usw. Ist dieser Wunsch des &quot;nichts-tuns&quot;, den viele Menschen mit sich tragen überhaupt realisierbar? Gibt es so etwas wie &quot;nichts-tun&quot; überhaupt? Oder ist er nichts weiter als ein künstliches Konstrukt unser eigenen Gedanken, Bilder und Wertevorstellung.</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Work-Life-Balance &#8211; ein ausgedientes Modell?</title>
		<link>http://www.karwisch.de/ubung/work-life-balance-ein-ausgedientes-model/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 19:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Erlauben Sie mir zu Beginn eine Frage: Leben Sie schon oder arbeiten Sie noch? Wozu diese Frage? Betrachten Sie einmal diesen so beliebten und gerne zitierten Satz: “Wir müssen mehr auf unsere “Work-Life-Balance” achten.” Ich denke, dass uns im Grunde &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/ubung/work-life-balance-ein-ausgedientes-model/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/09/kompass.jpg"><img class="alignleft" style="margin-right: 10px;" title="kompass" src="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/09/kompass.jpg" alt="" width="150" height="140" /></a>Erlauben Sie mir zu Beginn eine Frage: Leben Sie schon oder arbeiten Sie noch?</p>
<p>Wozu diese Frage? Betrachten Sie einmal diesen so beliebten und gerne  zitierten Satz: “Wir müssen mehr auf unsere “Work-Life-Balance”  achten.” Ich denke, dass uns im Grunde klar ist, was dieser Satz  aussagen will, was uns die Befürworter des Modells sagen wollen:</p>
<p>Etwas wie:</p>
<ul>
<li>Arbeit ist nicht alles, es gibt auch noch ein      Leben neben der Arbeit</li>
<li>Finde eine Balance zwischen der Arbeit und den      Dir wichtigen Lebensbereichen</li>
<li>Wir werden glücklicher, ausgeglichener und leben      gesünder, wenn wir diese Balance erreichen</li>
</ul>
<p>Ihnen fallen sicherlich noch einige Aussagen mehr ein. Ich möchte das  Model der „Work-Life-Balance“ gerne einmal aus einem anderen  Blickwinkel betrachten.</p>
<h3>Das Prinzip der “Wortwörtlichkeit”</h3>
<p>Grundsätzlich können wir davon ausgehen, dass bei den von uns  benutzten Worten, Sätzen und Sprichwörtern die “Wortwörtlichkeit” gilt,  d.h. Worte und Sätze, die wir aussprechen, erhalten sofort eine innere  Repräsentation verbunden<img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /> mit Bildern und Gefühlen. Diese werden dann irgendwann zu unserer  erlebten und damit auch gelebten Wahrheit (sozusagen im Inneren und im  Äußeren). Allein deswegen kann es schon sehr sinnvoll sein, immer mal  wieder achtsam die von uns gewählten Worte zu betrachten.</p>
<p>Ein kleiner Exkurs: Was glauben Sie, wie sich die folgenden beiden  Sätze auf Ihre inneren Bilder, Gefühle und damit auf das aktuelle  Erleben auswirken?</p>
<ul>
<li>Ich hänge voll in den Seilen. Ich weiß nicht,      wie es weiter gehen soll und fühle mich innerlich zerrissen.</li>
<li>Ich nehme mir gerade die nötige Zeit, über meine      Zukunft  nachzudenken. Ich bemerke, dass ich gute Ideen habe, die ich aber       noch sortiere. Ich vertraue darauf, dass ich die, für den Moment,       richtigen Entscheidungen treffe.</li>
</ul>
<p>Je nachdem, zu welcher Variante Sie sich mehr hingezogen fühlen,  könnte das ein Hinweis auf Ihr eigenes inneres Erleben sein. Ein Hinweis  darauf,  wie Sie sich und Ihre Situation gerade sehen und erleben. Wenn  wir nun aber einen bestimmten Satz immer wieder nutzen, z.B. wenn wir  mit Freunden reden, dann wird sich dieses Erleben immer weiter festigen.  Denn  wir rufen in uns die Bilder und Gefühle zu diesem Satz immer  wieder wach. Auf der einen Seite ist es verständlich, dass wir den  ersten Satz nutzen, denn er entspricht unserem “eigentlichen” Erleben.  Auf der anderen Seite nutzen wir nicht die in der Sprache liegende  Chance, unserem inneren Erleben positive Impulse zu vermitteln.</p>
<p>Wenn Sie nun sagen, dass der zweite Satz doch nur ein Verdrehen der  Situation darstellt, dann gebe ich Ihnen auch recht. Aber die Auswirkung  ist dennoch eine andere. Insbesondere wenn Sie das Ziel verfolgen, mehr  Freiheit für Ihre Lebensentscheidungen erfühlen zu wollen. Welcher Satz  hilft Ihnen eher, gute Entscheidungen zu treffen?</p>
<p>Verfolgen wir nun diesen Aspekt weiter, dann werden Sie auch  bemerken, dass die Art und Weise, wie Sie über andere Menschen sprechen,  Auswirkungen auf Ihre inneren Bilder und Gefühle hat &#8211; und zwar immer  wieder aufs Neue. Sie reden also nicht einfach gut oder schlecht über  einen anderen Menschen, sie erleben das auch. Wenn Sie Ihre Worte  achtsam wählen, haben Sie also nicht nur einen Einfluss darauf, wie Sie  sich fühlen, sondern auch wie Sie andere Menschen empfinden.</p>
<p>Nun aber wieder zurück zum Ausgangsthema …</p>
<h3>Arbeit oder Leben</h3>
<p>Was bedeutet diese “Wortwörtlichkeit” für das so gerne zitierte  Modell der “Work-Life-Balance”? Welche Auswirkungen hat dieser Satz auf  unser eigenes Erleben und auf das einer ganzen Generation?</p>
<p>Wenn wir das Prinzip der Wortwörtlichkeit hier einsetzen, dann  sprechen wir davon, dass wir entweder Arbeiten oder Leben – es ist  entweder “work” oder “life”. Wir können nicht einfach arbeiten und  gleichzeitig leben, denn das geschieht in zwei unterschiedlichen  Lebensbereichen. Wir teilen unsere Zeit auf in Arbeit, häufig assoziiert  mit den Begriffen wie: „muss, unangenehm, Verpflichtung, Geld  verdienen, usw“. Erst wenn wir die Arbeit abgeschlossen haben, beginnen  wir zu leben und verbinden diese Zeit mit „Freude, Lust, Glück,  Freiheit, usw“. Jetzt können Sie sagen, dass es sich doch nur um eine  Überschrift handelt, nur um Worte, die ein Modell beschreiben.</p>
<p>Im Grunde ist das Modell  der Work-Life-Balance schon sehr wichtig.  Denn damit verbunden ist die Frage: “Welche Bereiche in meinem Leben  existieren neben der Arbeit? Geben wir diesen auch ausreichend Raum?  Welchen Impuls gibt uns die Aussage der Überschrift? Wir erhalten einen  Anstoß, aufzubrechen. Das Ungleichgewicht, sollte eines vorhanden sein,  zu verlassen und wir laufen plötzlich – ohne es zu wollen – in ein  anderes Ungleichgewicht.</p>
<h3>Lebensbalance</h3>
<p>Wenn wir also nicht entweder arbeiten oder leben wollen, welche  Alternativen bleiben uns? Eine Möglichkeit ist sicherlich, jeden Tag mit  seinen vollen 24 Stunden als Ihr Leben zu betrachten. Es gilt, dieses  Leben in einer Art und Weise auszufüllen, die wir als lebenswert und  bereichernd betrachten. Wir wollen motiviert sein und Spaß haben an dem,  was wir tun. Energie aufzubauen, anstelle nur Energie zu geben.  Möglicherweise wollen wir auch unser “Tun” an einer größeren Aufgabe  ausrichten, einem Lebensziel, einer Vision. Vielleicht auch einfach nur  an einem Ziel für diese Woche oder für den heutigen Tag. Sinnvoll sind  diese Orientierungen aber nur, wenn Sie uns helfen, den Tag in der  momentan “richtigen” Balance zu halten. Manchmal würde uns dabei ein  Kompass mehr nützen als eine Uhr.</p>
<p>Möglicherweise hilft es auch, sich davon zu verabschieden, dass wir  alles unterbekommen – alles schaffen, was wir gerne tun wollen. Es  bedarf immer wieder der Frage nach der Priorität, die uns zu der  Entscheidung führt, was uns heute wichtig ist. Tun Sie das nicht,  schaffen Sie einen guten Nährboden für eine dauerhafte Unzufriedenheit.</p>
<ul>
<li>Wie orientieren Sie sich täglich neu? Was hilft      Ihnen dabei?</li>
<li>Was unterscheidet einen glücklichen Tag von      einem, den Sie als nicht so glücklich wahrnehmen?</li>
<li>Wie betrachten Sie den heutigen Tag im Vergleich      zum letzten  Wochenende? Was hat sich verändert? Was gefällt Ihnen heute       besonders gut?</li>
</ul>
<p>Wir durchleben jeden Tag verschiedene Abschnitte, Aufgaben und  Rollen. Nutzen Sie den Begriff, der Ihnen am meisten liegt. Jede dieser  Rollen kann zu unserem Leben und damit zur Lebensqualität beitragen.  Brauchen wir dann noch eine künstliche Trennung wie im Modell der  „Work-Life-Balance“ vorgeschlagen? Die Aufgabe liegt darin, dass wir  eine Balance der Rollen erreichen.</p>
<p>Mein Vorschlag tendiert in die Richtung, die Arbeit als Teil unseres  Lebens zu betrachten. Jede Rolle oder jeder Abschnitt hat seine  Besonderheiten. Im Beruf schaffen sich die meisten von uns Ihre  finanzielle Basis für alle weiteren Lebensbereiche und so bekommt diese  Zeit einen besonderen Stellenwert. Wenn wir die Zeit der Arbeit jedoch  nur auf diese eine Aufgabe reduzieren, landen wir tatsächlich in dem  benannten Modell und trennen Arbeit und Leben.</p>
<p>Welche Schritte dazu notwendig sind, auch die Arbeit als bereichernd  und als Teil des “Lebens” zu betrachten, kann sehr unterschiedlich sein  und soll auch nicht Thema dieses Artikels werden. Vielmehr möchte ich  dazu anregen, das Modell der „Work-Life-Balance“ zu hinterfragen. Im  besten Fall sogar alternative Sichtweisen in den Vordergrund zu rücken.</p>
<h3>Achtsamer Umgang mit Worten</h3>
<p>Ich möchte Sie dazu anregen,  einen achtsamen Umgang mit gerne und  schnell übernommenen Begriffen und Einstellungen zu pflegen. Wir nutzen  sie selbstverständlich und sind uns meist über ihre Auswirkung auf unser  Erleben nicht wirklich bewusst. Bleiben Sie aufmerksam dem gegenüber,  was Sie für sich übernehmen und nutzen.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen auch weiterhin eine erfolgreiche Zeit, Ihr Olaf Karwisch</p>
<h3>Zitate</h3>
<ul>
<li>„Zeitmanagement ist Unsinn. Sie können die Zeit      nicht managen –  nur Ihr Verhalten.“- Michael Kastner (*1946), dt.      Psychologe u.  Hochschullehrer</li>
<li>“Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen      verloren haben verdoppeln wir unsere Anstrengungen” – Mark Twain</li>
<li>“Don’t      prioritize your schedule, schedule your priorities” – unbekannter Autor</li>
<li>“Ans Ziel kommt nur, wer eines hat.”  –      Martin Luther</li>
<li>Nehmen Sie einen Kompass anstelle einer Uhr –      unbekannter Autor</li>
</ul>
<h3>Referenz / Anregungen</h3>
<ul>
<li>Prinzip der &#8220;Wortwörtlichkeit&#8221; &#8211; Gunther Schmidt (Milton Erickson Institut / Heidelberg)</li>
<li>Managen von Prioritäten &#8211; Lothar J. Seiwert</li>
</ul>
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		<itunes:subtitle>Erlauben Sie mir zu Beginn eine Frage: Leben Sie schon oder arbeiten Sie noch? - Wozu diese Frage? Betrachten Sie einmal diesen so beliebten und gerne  zitierten Satz: “Wir müssen mehr auf unsere “Work-Life-Balance”  achten.” Ich denke,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Wir durchleben jeden Tag verschiedene Abschnitte, Aufgaben, Rollen. Nutzen Sie den Begriff, der Ihnen am meisten liegt. Jede dieser Rollen kann zu unserem Leben und damit zur Lebensqualität beitragen. Brauchen wir dann noch eine künstliche Trennung wie im Modell der Work-Life-Balance vorgeschlagen? Liegt die Aufgabe nicht darin, dass wir eine Balance der Rollen erreichen?</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Konsumieren oder glücklich sein?</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 09:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was haben Konsum und Glück gemeinsam? Seit einigen Jahren gibt es immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen und gesellschaftliche Diskussionen zu diesem Thema. Viele der Studien zeigen Trends auf, beschreiben die Zusammenhänge und weisen darauf hin, wie wir auch ohne Konsum glücklich &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/ubung/konsumieren-oder-glucklich-sein/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/08/konsum.jpg"><img class="alignleft" style="margin-right: 10px;" title="konsum" src="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/08/konsum.jpg" alt="" width="150" height="140" /></a>Was  haben Konsum und Glück gemeinsam? Seit einigen Jahren gibt es immer  mehr wissenschaftliche Untersuchungen und gesellschaftliche Diskussionen  zu diesem Thema. Viele der Studien zeigen Trends auf, beschreiben die  Zusammenhänge und weisen darauf hin, wie wir auch ohne Konsum glücklich  sein können. Und wenn Sie diesen Satz aufmerksam gelesen haben, dann  werden Sie bemerkt haben, dass er auch aussagt, dass viele Menschen  heute noch eine direkte Verbindung zwischen Konsum und ihrem  persönlichen Glück sehen. Wie geht es Ihnen dabei? Wie beschreiben Sie  Glück? Was sind für Sie wichtige Kriterien? Erleben Sie den Konsum als  einen Weg, sich einmal etwas zu gönnen, mithalten zu können und im  Vergleich zu anderen gut auszusehen?</p>
<h3>Zahlen, Fakten und Meinungen</h3>
<p>Aus den wissenschaftlichen Studien der letzten Jahre (u.a. der Glücksforschung) nur einige wenige Hinweise zu diesem Thema:</p>
<p><strong>Richard Layard, “Die glückliche Gesellschaft” – </strong>Er  stellt fest, dass das Glück mit dem Einkommen nur insoweit ansteigt, bis  die Grundbedürfnisse befriedigt sind. Sehr arme Menschen <img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />können  danach sehr wohl mehr Glück empfinden, wenn Ihnen mehr Wohlstand und  damit Kaufkraft zur Verfügung stehen. Für alle anderen Menschen konnte  er diesen Zusammenhang nicht bestätigen. Im Gegenteil: In den USA zeigte  sich bei einer durchschnittlichen Verdoppelung des Einkommens über die  letzten 30 Jahre eine Abnahme der Zufriedenheit (42% -&gt; 30%) und auch  eine Abnahme des Glücksgefühls (35% -&gt; 30%).</p>
<p><strong>Philosophie </strong>- Einige philosophische Richtungen sehen im Streben nach Glück einen der wichtigsten Faktoren, die uns motivieren.</p>
<p><strong>Robert Frank (Wirtschaftwissenschaftler)</strong> hat zwischen <em>positional</em> und n<em>on-positional goods</em> unterschieden. <em>Positional goods</em> sind alle Güter, die ihren Wert durch den Vergleich mit anderen Güter  bekommen. Das reicht vom Einkommen und dem Vermögen über das Auto bis  hin zur Größe des Geschenkberges.</p>
<p><em>Non positional goods</em> hingegen tragen ihren Wert in sich und  sind unabhängig von unserem Hang zum Vergleichen. Typische Güter sind  unsere Gesundheit, unsere Beziehungen und unsere Autonomie. Es handelt  sich also um Dinge, die wir nicht konsumieren können. Wir müssen Sie  erlebbar machen, sie spüren.</p>
<p><strong>Martin Seligman </strong>untersuchte Gewinner hoher  Geldsummen. Sie waren drei Monate lang glücklicher als vorher, dann  fielen sie wieder auf ihr ursprüngliches Glücksniveau und unterschieden  sich nicht mehr von anderen.</p>
<p>Bei einem <strong>Ländervergleich </strong>von 54 Ländern der Erde  hinsichtlich des Glücksniveaus der Einwohner lag Deutschland an Position  33. Die Plätze 1 und 2 belegten die armen Länder Venezuela und Nigeria.</p>
<p>Es gibt einen wachsenden Anteil der Bevölkerung, der einen  bewussteren Umgang mit unserer Ressourcen und unserer Energie pflegen.  Erste Untersuchungen zeigen, dass dieses Verhalten die  Lebenszufriedenheit und auch das Glück steigern.</p>
<h3>Konsumieren Sie noch, oder sind Sie schon glücklich?</h3>
<p>Ganz sicher ist dieser Artikel keine Aufforderung,  auf Ihren Konsum  zu verzichten, er ist auch keine Einladung zur Annahme, dass wir nur  ohne Konsum glücklich sein können! Wenn wir aber zu verstehen beginnen,  welchen Einfluss der Konsum auf unser Glück hat und welche Möglichkeiten  bestehen, sich anhaltend glücklich zu fühlen, könnte das doch zum  Nachdenken anregen.</p>
<p>Dass wir Glück nicht kaufen können, wissen wir eigentlich alle. Mit  dem Wort “eigentlich” ist das aber so eine Sache. Denn in uns gibt es  Anteile, die sehr wohl den sogenannten <em>positional goods</em> zugewandt sind. Die vergleichen, die gerne mehr haben wollen und die  sich freuen, wenn sie vorne mit dabei sein können. Jeder von uns hat  diese Anteile, ob wir sie wahrnehmen oder nicht, ob wir sie haben   wollen oder nicht. Bei einem sind sie stärker beim anderen geringer  ausgeprägt. Wir schauen auf das Gehalt, das Auto, das Haus, den Garten,  den Fernseher, die Kleidung, die Anzahl der Urlaubsreisen unserer  Nachbarn, der Kollegen, der Freunde und Verwandten.</p>
<p>Ich möchte Sie dazu ermutigen, Ihre Achtsamkeit im Alltag auch auf diese Aspekte zu lenken:</p>
<ul>
<li>Welche ihrer Kaufentscheidungen beruht auf den      Vergleich mit anderen?</li>
<li>Was bringt Sie auf den Gedanken, etwas zu      benötigen? Haben Sie es bei jemandem gesehen?</li>
<li>Wo entsteht die Lust am Einkauf? Um mit dabei sein      zu können oder Anerkennung zu bekommen?</li>
<li>Welchen Einfluss hat die Werbung auf Ihre      Kaufentscheidungen?  Wie oft haben Sie nach dem Betrachten eines Artikels      im Internet  oder einer Zeitschrift plötzlich Lust verspürt, auch einer der       “glücklichen” Besitzer zu sein?</li>
<li>Wie lange hält das Gefühl des Glücks an, nachdem      Sie Ihren neuen “Besitz“ in den Händen halten?</li>
</ul>
<p>Wie immer geht es nicht darum, dass diese Entscheidungen bewertet  werden, sie sind weder gut noch schlecht. Wenn Sie Ihre Beweggründe  besser verstehen, erlangen Sie auch die Möglichkeit, bewusster  Entscheidungen zu treffen. Sie können sich über die Motive und  Auswirkungen der Entscheidung klar werden.</p>
<h3>Werbung für die Emotionen</h3>
<p>Emotionen motivieren uns zum Kauf und die Werbung nutzt genau diesen  Effekt. Es wird ein Bedarf suggeriert, von dem wir zuvor nicht einmal  wussten, dass er besteht. Der aufputschende Kaffee wird zum wohltuenden  und entspannenden Getränk mit Freunden oder der Familie; ein Urlaub ohne  Videokamera verspricht keine wertvolle Erinnerungen und ist so kein  richtiger Urlaub; Autos, von denen alle vier Räder und ein Lenkrad  haben, sind das Statussymbol Nr. 1 …. und Sie finden sicherlich noch  viele Beispiele. Konsum wird direkt mit den Emotionen und auch den  dahinter liegenden Bedürfnissen verbunden, die insbesondere die Kauflust  im Sinne der <em>positional goods </em>steigert.</p>
<h3>Alternativen für ein “glückliches Konsumieren”</h3>
<p>Aus den o.g. wissenschaftlichen Untersuchungen resultieren viele  Möglichkeiten, sich trotz – oder sagen wir – mit Konsum auch anhaltend  etwas glücklicher zu fühlen. Dazu wird aber eines ganz besonders  benötigt – und das sind Sie selbst.</p>
<ul>
<li><strong>Bewusste Konsum-Entscheidungen</strong>
<ul>
<li>Nehmen Sie sich Zeit für wichtige Entscheidungen.       Zeit vergrößert auch die emotionale Distanz.</li>
<li>Entdecken Sie Ihre eigenen Motive für die       Kaufentscheidung. Wie wirkt sich der Kauf auf Sie aus?</li>
<li>Was würde passieren, wenn Sie diesen Artikel       nicht kaufen? Wer  würde es am ehesten merken? Wie würde sich das auf Sie       auswirken?</li>
<li>Können Sie auf den Kauf noch einige Zeit       verzichten? Wie wirkt sich dieser Verzicht aus?</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Nachhaltiger Konsum</strong>
<ul>
<li>Prüfen Sie für sich selbst, ob auch Sie       glücklicher sind, wenn  Sie nachhaltig konsumieren. Wie fühlen Sie sich       bei einer  Investition in eine Solaranlage auf dem Dach, dem Kauf von        Bio-Gemüse oder der Auswahl des Autos nach ökonomischen Kriterien.  Nutzen       Sie Ihre nächste Kaufentscheidungen und prüfen Sie Ihre  Möglichkeiten und       die Auswirkungen auf Ihr Glücksgefühl.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Achtsamkeit im täglichen Gebrauch</strong>
<ul>
<li>Nehmen Sie immer wieder bewusst wahr, was sie       derzeit  besitzen. Welche Gedanken und Gefühle kommen dabei hoch? Sind sie        glücklich oder streben Sie nach mehr? Was würde sich verändern, wenn Sie        mit dem glücklich wären, was Sie heute besitzen?</li>
<li>Nutzen Sie die Chance, sich immer wieder über       den Wert der  Anlage bewusst zu werden. Und ich spreche dabei nicht von       dem  materiellen Wert, sondern den Emotionen, die Sie damit verbinden. Was        spüren Sie, wenn Sie sich in Ihr Auto setzen, Ihren neuen Computer        einschalten, Ihr Haus oder die Wohnung betreten oder eine bestimmte        Pflanze ansehen, die Sie für Ihr Zimmer gekauft haben.</li>
<li>Ganz egal was Sie kaufen, fragen Sie sich immer       mal wieder: Was verbinde ich damit? Welche Beziehung habe ich dazu?</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Ent-Konsumieren</strong>
<ul>
<li>Lassen Sie los! Entledigen Sie sich von Dingen,       die Sie nicht mehr brauchen. Weniger ist mehr …</li>
<li>Haben Sie schon einmal von alten Dingen getrennt?       Sicherlich,  aber wie fühlten Sie sich dabei? Ist es eher die Angst, etwas        wegzugeben, das Sie doch noch brauchen könnten? Oder eher das Gefühl der        Befreiung, der Erleichterung, der Ruhe? Was steht im Vordergrund  des  Ent-Konsumierens und wie fühlen Sie sich       danach?</li>
<li>Die Erfahrung vieler Menschen zeigen, dass Sie       sich danach  befreiter fühlen. Machen Sie diese Erfahrung auch einmal       wieder.  Und wenn ein wenig Wehmut verbleibt, dann spüren Sie auch diesen,        ohne ihn weiter zu bewerten.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Die hier aufgeführten Vorschläge sind sicherlich nur ein kleiner  Anfang. Ich freue mich über weitere Vorschläge und den Austausch, für  ein glückliches und achtsames Konsumieren. Welche Wege gehen Sie? Wie  fühlen Sie sich bei den hier beschriebenen Gedanken?</p>
<p>Weiterhin eine erfolgreiche Zeit wünscht Ihnen, Ihr Olaf Karwisch</p>
<h3>Zitate</h3>
<ul>
<li>Unsere Konsum- und Marktwirtschaft beruht auf      der Idee, dass  man Glück kaufen kann, wie man alles kaufen kann. Und wenn      man kein  Geld bezahlen muss für etwas, dann kann es einen auch nicht       glücklich machen. Dass Glück aber etwas ganz anderes ist, was nur aus  der      eigenen Anstrengung, aus dem Innern kommt und überhaupt kein  Geld kostet,      dass Glück das “Billigste” ist, was es auf der Welt  gibt, das ist den      Menschen noch nicht aufgegangen. (Erich Fromm,  Psychoanalytiker)</li>
<li>Es ist nicht schwer, Menschen zu finden, die mit      60 zehnmal so  reich sind, als sie es mit 20 waren. Aber nicht einer von      ihnen  behauptet, er sei zehnmal so glücklich. (George Bernard Shaw,       Schriftsteller)</li>
<li>Die Reichen müssten sehr glücklich sein, wenn      sie nur halb so glücklich wären, wie die Armen glauben. (Charles Tschopp)</li>
<li>Die Werbung nützt dieses Streben, in dem sie      Glück mit immer  neuen Produkten verspricht, immer mehr davon. (Unbekannter      Autor)</li>
</ul>
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		<itunes:summary>Was haben Konsum und Glück gemeinsam? Seit einigen Jahren gibt es immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen und gesellschaftliche Diskussionen zu diesem Thema. Viele der Studien zeigen Trends auf, beschreiben die Zusammenhänge und weisen darauf hin, wie wir auch ohne Konsum glücklich sein können. Und wenn Sie diesen Satz aufmerksam gelesen haben, dann werden Sie bemerkt haben, dass er auch aussagt, dass viele Menschen heute noch eine direkte Verbindung zwischen Konsum und ihrem persönlichen Glück sehen. Wie geht es Ihnen dabei? Wie beschreiben Sie Glück? Was sind für Sie wichtige Kriterien? Erleben Sie den Konsum als einen Weg sich einmal etwas zu gönnen, mithalten zu können oder im Vergleich zu anderen gut auszusehen?</itunes:summary>
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		<title>Wie war mein Tag?</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 13:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kennen Sie das Gefühl, dass ein Tag ist wie der andere? Sie sich von einem Tag in den nächsten bewegen, von einer Woche in die nächste? Sie kaum in der Lage sind, den einen Tag vom anderen zu unterscheiden? Und &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/ubung/wie-war-mein-tag/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie das Gefühl, dass ein Tag ist wie der andere? Sie sich von  einem Tag in den nächsten bewegen, von einer Woche in die nächste? Sie  kaum in der Lage sind, den einen Tag vom anderen zu unterscheiden? Und  es Ihnen im Rückblick schwer fällt, etwas Positives an dem Tag oder den  Tagen zu entdecken. Sie gehen mit einem monotonen Gefühl ins Bett und  erwarten auch nichts Besonderes, wenn Sie am nächsten Morgen aus dem  Bett steigen…</p>
<p>Sie meinen, das hört sich trostlos oder sogar depressiv an? Sie  distanzieren sich innerlich und sagen sich: “Nein, so geht es mir nicht,  so erlebe ich meine Tage und Wochen nicht!”. Dann beglückwünschen Sie  sich! Seien Sie froh über das Besondere, das Sie in Ihren Tagen erkennen  und das Sie vielleicht auch dazu motiviert, das einmalige im neuen Tag  zu sehen. Sie haben für sich ein besonderes Talent entwickelt.  Möglicherweise können viele Menschen von Ihnen lernen, können aus Ihrem  persönlichen Weg für sich etwas ableiten … eine ganz besondere Art, sich  und das Leben zu sehen. Sie sagen sich bestimmt: “Das ist doch nichts  Besonderes.”. Nur was ist das, was Sie als normal empfinden? Wie würden  Sie mir erläutern, wie sie das machen? Könnten Sie es Ihren Freunden und  Bekannten erzählen?<img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>Denjenigen unter Ihnen, die sich nicht in dieser Gruppe wiederfinden,  aber sich gerne auch die Fähigkeit aneignen wollen, die Besonderheiten  des Tages neu zu entdecken, möchte ich bestärken, einen einfachen, aber  dennoch erkenntnisreichen Weg zu gehen. Dieser Weg wird Ihnen am Anfang  eventuell noch etwas schwer fallen, da er ungewohnt erscheint und Sie es  auch nicht gewohnt sind, in dieser Form über einen Tag oder die  vergangene Woche, nachzudenken. Ich ermutige Sie dazu, diese Übung  täglich zu machen. Sie kann auch durchaus in größeren Intervallen  durchgeführt werden.</p>
<p>Wahrscheinlich wird sich durch dieses Vorgehen auch etwas verändern.  Es kann gut sein, dass Sie auf besonders wichtige Dinge mehr Wert legen.  Dass Sie beginnen, Ihre Zeit anders einzuteilen, dass Sie sich besser  kennenlernen und womöglich am Abend lächelnd ins Bett gehen &#8211; zufrieden  mit dem, was Sie aus diesem Tag gemacht haben. Wenn Sie darin jedoch für  sich ein Risiko sehen, dann sollten Sie diese Übung unbedingt  vermeiden. (mit einem schmunzelnden Gruß des Autors)</p>
<h3>Bin ich mir wichtig genug?</h3>
<p>Die Idee ist nicht wirklich neu. Ich kenne Mütter, die mit ihren  Kindern diese oder ähnliche Fragen am Abend vor dem ins Bett gehen  spielerisch besprechen. Ich kenne auch Erwachsene, die diese oder  ähnliche Fragen anderen Erwachsenen stellen. Nur – warum stellen wir uns  selbst diese Fragen so selten oder überhaupt nicht?</p>
<h3>Die Tagesinventur</h3>
<p>Um die Übung leichter durchzuführen zu können, nutzen Sie ihre Hand –  besser gesagt Ihre Finger als Eselsbrücke. Nehmen Sie sich einmal am  Tag einige Minuten Zeit, betrachten oder besser noch berühren Sie den  entsprechenden Finger und stellen Sie sich die dazu passende Frage. Sie  müssen nicht jeden Tag zu jeder der Fragen eine Antwort haben. Wenn Sie   aber feststellen, dass sie mehrere Tage bei einem Finger leer ausgehen,  lohnt es sich, schon etwas genauer hinzusehen.</p>
<p>Lassen Sie uns nun beginnen:</p>
<h3>Daumen: Denken</h3>
<p><strong>Hierzu gehört auch:</strong> Mentales / Lernen / pers. Entwicklung</p>
<p><strong>Kernfrage:</strong></p>
<ul>
<li>Was habe ich heute dazugelernt?</li>
</ul>
<p><strong>Zur Vertiefung:</strong></p>
<ul>
<li>Habe ich über mich selbst etwas dazugelernt?</li>
<li>Behindern mich Vorurteile oder Vorannahmen auf      meinem Lebensweg? Welche?</li>
<li>Womit fülle ich meine Zeit sinnvoll aus? Warum      ist das, was ich hier aufzähle, für mich sinnvoll?</li>
<li>Welche meiner Tätigkeit fördert meine geistige,      spirituelle und intellektuelle Entwicklung?</li>
<li>Was habe ich für meine Weiterentwicklung heute      getan?</li>
<li>Welches Buch habe ich zuletzt gelesen?</li>
<li>Was habe ich zuletzt für meinen psychischen,      mentalen Ausgleich getan?</li>
</ul>
<h3>Zeigefinger: Zielerreichung</h3>
<p><strong>Hierzu gehört auch: </strong>Lebenssinn, Zufriedenheit, Erfolg</p>
<p><strong>Kernfrage:</strong></p>
<ul>
<li>Was habe ich heute zur Erreichung meiner      persönlichen Ziele beigetragen?</li>
</ul>
<p><strong>Zur Vertiefung:</strong></p>
<ul>
<li>Wie geht es mir, wenn ich für meine Ziele tätig      bin? Sind die Ziele noch stimmig? Habe ich Freude daran?</li>
<li>Zwischendurch auch einmal: Welche Ziele verfolge      ich? Sind es meine Ziele oder die Ziele anderer Menschen?</li>
<li>Wie wichtig ist mir Anerkennung? Wo erhalte ich      Anerkennung?</li>
<li>Bin ich zufrieden mit meinen Leistungen? Was ist      gut daran?</li>
<li>Wann fühlte ich mich zuletzt richtig      erfolgreich?  Wodurch?</li>
<li>Wie zufrieden bin ich bei meinen Tätigkeiten?      Was fehlt mir? Was finde ich?</li>
<li>Was ermöglicht es Ihnen mir,  Ziele zu verfolgen?</li>
<li>Wann war/ist der Tag für mich erfolgreich?</li>
</ul>
<h3>Mittelfinger: eMotion/Gefühle</h3>
<p><strong>Hierzu gehört auch:</strong> Motivation/Lebensfreude/Glück</p>
<p><strong>Kernfragen:</strong></p>
<ul>
<li>Welche Gefühle habe ich heute erlebt? Was waren      die Auslöser für diese Gefühle? (3-4 Situationen)</li>
<li>War ich heute glücklich? Was waren die Auslöser?</li>
</ul>
<p><strong>Zur Vertiefung:</strong></p>
<ul>
<li>Was fühle ich gerade?</li>
<li>Bin ich mir selbst etwas näher gekommen?</li>
<li>Bin ich offen für Gefühle anderer?</li>
<li>Gehe ich mit mir selbst liebevoll um?</li>
<li>Wann hatte ich das letzte Mal nur Zeit für mich      selbst?</li>
<li>Wann habe ich zuletzt jemanden gezeigt, dass ich      ihn liebe?</li>
<li>Wie viel Zeit verbringe ich zum Wohl meines      eigenen seelischen Wohlbefindens?</li>
<li>Was tue ich für mein / das Erleben von Glück?</li>
</ul>
<h3>Ringfinger: Relationships/Beziehungen</h3>
<p>Hierzu gehört auch: Partnerschaft, Freundschaft, Familie, Beruf</p>
<p><strong>Kernfragen:</strong></p>
<ul>
<li>Was habe ich heute in meinen Beziehungen erlebt?      Was habe ich für die Aufrechterhaltung wertvoller Beziehungen getan?</li>
</ul>
<p><strong>Zur Vertiefung:</strong></p>
<ul>
<li>Bin ich zufrieden in meiner Partnerschaft?</li>
<li>Wie sind die Beziehungen zu meinen      Arbeitskollegen, zu meiner Familie?</li>
<li>Pflege ich meine Freundschaften?</li>
<li>Habe ich heute zu den Menschen, die in meinem      Leben wichtig sind, alles gesagt.</li>
<li>Gibt es etwas, was ich versprochen habe und      einlösen muss?</li>
<li>Habe ich meine Grenzen klar gemacht?</li>
<li>Tue ich etwas für die Allgemeinheit?</li>
<li>Kann ich Liebe und Vergebung leben?</li>
<li>Wann habe ich das letzte Mal etwas mit meiner      Familie unternommen?</li>
<li>Wann habe ich das letzte Mal intensiv Zeit mit      meinem Partner / meiner Partnerin verbracht?</li>
<li>Wann habe ich zuletzt meine ganze Zeit und      Aufmerksamkeit meinen Kindern gewidmet?</li>
<li>Wie lange ist es her, dass ich zuletzt Zeit mit      meinem besten Freund/meiner besten Freundin verbracht habe?</li>
<li>An welcher Aktivität in meinem Verein habe ich      zuletzt teilgenommen?</li>
<li>Wie viel Aufmerksamkeit schenke ich meiner      Umwelt?</li>
<li>Wie viel Zeit verbringe ich bei der Pflege      meiner Beziehungen?</li>
</ul>
<h3>Kleiner Finger: Körper</h3>
<p>Hierzu gehört auch: Ernährung, Gesundheit, Schlaf, Bewegung</p>
<p><strong>Kernfragen:</strong></p>
<ul>
<li>Was habe ich heute für meinen Körper und meine      Gesundheit getan?</li>
</ul>
<p><strong>Zur Vertiefung:</strong></p>
<ul>
<li>Was tue ich für meine Gesundheit?</li>
<li>Wie ausgewogen ist meine Ernährung?</li>
<li>Habe ich heute genügend Vitamine und      Mineralstoffe zu mir genommen?</li>
<li>Esse ich regelmäßig, langsam und in ruhiger      Umgebung?</li>
<li>Bewege ich mich genug? (Spazieren gehen,      Ausdauertraining)</li>
<li>Achtsamkeit – wie fühlt sich mein Körper      momentan an?</li>
<li>Was mache ich zum Ausgleich und zur Entspannung?</li>
<li>Habe ich genügend Schlaf – zur richtigen Zeit?</li>
<li>Wann habe ich mich zuletzt im Urlaub so richtig      erholt?</li>
</ul>
<p>Bleiben Sie geduldig mit sich, nehmen Sie sich ausreichend Zeit. Wenn  Sie nicht genügend Zeit für alle Fragen haben, dann stellen Sie sich  nur eine der Fragen.</p>
<p>Im Sinne der Achtsamkeit  ist das eine wunderbare Übung. Beachten Sie  Ihre Reaktionen, Ihre Gefühle und Ihren Körper, wenn Sie sich die  Fragen stellen und die Antworten ihn Ihnen auftauchen. Versuchen Sie  das, was aufkommt, ohne zusätzliche Bewertung zu beobachten.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen viel Erfolg. Nutzen Sie die Achtsamkeit, die Ruhe und den Blick nach innen für Ihre eigene Weiterentwicklung.</p>
<p>Weiterhin eine erfolgreiche Zeit, Ihr Olaf Karwisch</p>
<p>Anmerkung und Literaturhinweis: Das hier vorgestellte Konzept basiert  auf einem von Erich Reitner (www.psychoweb.net/erich) entwickelten  Verfahren.</p>
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		<itunes:subtitle>Kennen Sie das Gefühl, dass ein Tag ist wie der andere? Sie sich von  einem Tag in den nächsten bewegen, von einer Woche in die nächste? Sie  kaum in der Lage sind, den einen Tag vom anderen zu unterscheiden? Und  es Ihnen im Rückblick schwer fällt,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Sie wollen Ihren Tag anders wahrnehmen? Sie wollen sich bewusst werden, über das wie sie den Tag erlebt haben? Sie wollen nicht einen Tag wie den anderen erleben? Möglicherweise hilft Ihnen die hier beschriebene kleine Übung - die &quot;Tagesinventur&quot;. Ich wünsche Ihnen auf alle Fälle viel Spaß beim ausprobieren und bei dem &quot;sich neu entdecken&quot;.</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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		<title>Die Vergangenheit ist in der Gegenwart</title>
		<link>http://www.karwisch.de/ubung/die-vergangenheit-ist-in-der-gegenwart/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 05:53:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn wir uns mit unserer Vergangenheit beschäftigen, dann kann das viele Formen annehmen. Je nach Stimmungslage und Verfassung, kann unsere Vergangenheit eher positiv oder negativ ausfallen. Wir sehen entweder, wie erfolgreich wir in der Familie, im Beruf und den Hobbies &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/ubung/die-vergangenheit-ist-in-der-gegenwart/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir uns mit unserer Vergangenheit beschäftigen, dann kann das  viele Formen annehmen. Je nach Stimmungslage und Verfassung, kann unsere  Vergangenheit eher positiv oder negativ ausfallen. Wir sehen entweder,  wie erfolgreich wir in der Familie, im Beruf und den Hobbies waren. Oder  wir malen unsere Vergangenheit in dunklen Farben, können wirklich  nichts Schönes darin erkennen und wundern uns, wie wir es bis hierher  geschafft haben. Wir benötigen dabei nicht immer solche extremen  Unterschiede in der Betrachtung, um eines zu verdeutlichen:  Es gibt in  unserem Erleben nicht “die eine” Vergangenheit, sondern viele, unzählige  “Vergangenheiten”. Und das Besondere daran ist, diese gestalten und  erleben wir im “Hier und Jetzt”, d.h. in der Gegenwart.</p>
<p>Die moderne Hirnforschung zeigt auf, dass wir das Erleben unserer  Vergangenheit immer wieder neu konstruieren müssen. Wir bringen somit  Energie auf, unsere Vergangenheit in einer für uns als Wahrheit  empfundenen Form zu erleben. Wenn das so ist und wir der Forschung sowie  der Jahrtausend alten Erfahrung der Achtsamkeit (Buddhismus) Glauben  schenken wollen, dann <img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />erklärt  das, warum wir unsere Vergangenheit immer wieder anders erleben können.  Dies führt uns auch zu einer anderen Erkenntnis: Es geht weniger darum,  was wir erleben, sondern viel mehr, was wir daraus machen.</p>
<p>Um jeglichen Missverständnissen gleich zu Beginn vorzubeugen: Es wäre  töricht und unverantwortlich, schwere Schicksalsschläge, Gewaltakte  oder Missbrauchsfälle auf die leichte Schulter nehmen zu wollen. Diese  lassen sich nicht ungeschehen machen und ich möchte auch nicht zum  Ausdruck bringen, dass es leicht ist, die Sichtweise auf das Erlebte zu  verändern. Die Erfahrung vieler tausender Einzelfälle und auch unser  ganz normaler Alltag zeigt gleichzeitig etwas ganz Besonderes auf.<strong></strong></p>
<h3>Es gibt nicht die eine Wahrheit</h3>
<p>“Erfahrung ist nicht das, was Dir widerfährt. Erfahrung ist vielmehr,  was Du mit dem tust, das dir widerfahren ist.” (Aldous Huxley)</p>
<p>Über das, was wir erleben, gibt es keine Wahrheit. Ein und dieselbe  Situation wird von verschiedenen Personen unterschiedlich wahrgenommen.  Eine Person kann daraus eine Chance formen, eine andere sieht sich eher  als Opfer der Situation und erstarrt in einer Art Handlungsunfähigkeit.  Wir schenken der Situation eine Bedeutung, die wir abspeichern. Sie ist  aber weder wahr noch die einzig mögliche Bedeutung, die wir einer  Situation geben können. Es ist also niemals das Ereignis, sondern immer  unsere eigene Interpretation, die uns zu einem bestimmten Erleben führt.  Und dieses Erleben kann uns entweder bereichern und stärken (in Form  von Erfahrungen, Wissen, Fähigkeiten, etc.) oder eben schwächen, je  nachdem, in welche Richtung wir unsere Aufmerksamkeit lenken.</p>
<p>Möglicherweise eine verwirrende aber entscheidende Ergänzung: Wir  müssen – der Hirnforschung folgend – dem Erlebten diese Bedeutung auch  immer wieder neu geben und das nicht nur einmal, sondern immer wieder  aufs Neue. Die Bedeutung der Vergangenheit muss also immer wieder neu  erzeugt werden. Würden Sie heute einem Erlebnis der Vergangenheit eine  andere Bedeutung geben, verändert sich sofort Ihre Wahrnehmung der  eigenen Vergangenheit und damit ihr Erleben der Vergangenheit in der  Gegenwart. Bitte erinnern Sie sich an meine ersten Sätze. Wir erleben  alles in der Gegenwart, auch die Vergangenheit. Eine veränderte  Sichtweise der Vergangenheit kann sich somit auch nur auf die Gegenwart  auswirken. Durch eine veränderte Gegenwart entsteht allerdings auch die  Chance für eine als positiv wahrgenommene Zukunft.</p>
<p>Wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit auf einen Moment richten, den Sie bis  heute noch für sich negativ wahrgenommen haben und für den Sie sich  vielleicht beschuldigten, sich verurteilten oder in irgend einer Weise  nicht stolz darauf waren, dann bestehen zu diesem Erlebnis auch immer  wieder andere Sichtweisen.</p>
<p>Ein Beispiel aus der Burnout-Beratung:</p>
<p>Herr Müller wurde vor 5 Jahren mit Burnout krankgeschrieben. Er hat  unzählige Versuche unternommen, an sein Leistungsniveau wieder  anzuknüpfen. Er war für mehrere Wochen in einer Klinik und konnte erst  nach über drei Jahren langsam wieder seine frühere  Leistung erreichen.  Diese Zeit war voll von persönlichen Krisen, die ihn zusätzlich noch  sehr viel Kraft gekostet haben. Er war immer sehr müde und schlapp. Sein  bisheriges Leben wurde von ihm mehr als Last wahrgenommen und er konnte  mit der Last nur schwer umgehen.</p>
<p>Wie geht es Ihnen, wenn Sie diese Sätze lesen? Spüren Sie selbst auch  eine gewisse Schwere oder Betroffenheit? Welche anderen Gefühle kommen  bei Ihnen auf?</p>
<p>Lassen Sie mich einen neuen Anlauf nehmen: Herr Müller hat die  letzten 5 Jahre intensiv genutzt, sich mit seinem Leben und den eigenen  Möglichkeiten und Wünschen auseinander zu setzen. Er hat die ihm zur  Verfügung stehenden Chancen genutzt und immer mehr Einsicht erhalten,  welche Lebensweise für ihn gesund ist. Heute schaut er mit Stolz auf  eine herausfordernde Zeit zurück, die er als wichtige Erfahrung in sein  zukünftiges Leben integrieren wird.</p>
<p>Wie geht es Ihnen mit diesen Sätzen? Fühlen Sie sich positiv  animiert, freuen Sie sich über den Erfolg von Herr Müller? Welchen  Unterschied nehmen Sie zwischen den Formulierungen war?</p>
<h3>Schönfärberei oder doch eine Chance?</h3>
<p>Eine spontane Reaktion könnte auch sein, dass es sich hier doch nur  um Schönfärberei handelt. In gewisser Weise würde ich der Meinung sogar  zustimmen. Nur, schauen wir doch einmal auf die Auswirkung der beiden  Formulierungen. Wenn wir etwas tun oder lassen, dann hat das immer eine  Auswirkung. Und die zweite Darstellung von Herrn Müller trägt sicherlich  dazu bei, dass er sich und seine Erfahrungen positiver bewertet und  damit für sich eine positivere Gegenwart schafft. Sie können das sofort  von außen erkennen: die Körperhaltung, die Ausstrahlung, die  Selbstakzeptanz und das Selbstbewusstsein verändern sich sofort. Denn  niemand erzählt einfach irgendetwas, ohne dass sich die damit  verbundenen Bilder in positive oder negative Gefühle und  Körperreaktionen verwandeln. Ich möchte an dieser Stelle aber auch  erwähnen, dass es sich hier nicht um ein einfaches Umformulieren  handelt. So etwas würde in den meisten Fällen als “nicht stimmig”  abgelehnt werden. Um diesen neuen Ansatz erlauben zu können, braucht  es  häufig Zeit und sehr viel Einfühlungsvermögen.</p>
<p>Eines gilt meiner Ansicht nach immer: “Was Sie denken und worauf Sie  Ihre Aufmerksamkeit richten, wird zur gelebten und erlebten Realität.”</p>
<p>Verstärkt wird diese positive Gegenwartserfahrung durch die  äußerlichen Reaktionen. Versuchen Sie es selbst, nehmen Sie ein Beispiel  aus Ihrer Vergangenheit. Wenn Sie Ihren Freunden, der Familie oder  Ihren Kollegen in der geänderten Form davon erzählen, werden Sie  feststellen, dass Ihr Gegenüber die dahinter liegende Energie sofort  erkennt. Das Resultat ist, dass Sie auch eher Menschen anziehen, die  eine ähnliche Energie bevorzugen. Dies bedeutet auch, versuchen Sie das  Beste aus der Vergangenheit zu machen ohne die damit verbunden  Erfahrungen wegzuwischen.</p>
<p>Sie können die gleiche Erfahrung auch bei Bewerbungen machen. Würden  Sie Ihre Vergangenheit eher angelehnt an die erste oder an die zweite  Version erzählen? Welchen Unterschied würden diese Varianten auf den  Zuhörer machen?</p>
<h3>Zusammenfassung</h3>
<p>Es geht ausdrücklich nicht darum, etwas positiv zu reden. Vielmehr um  die Erkenntnis, dass wir zu jedem Zeitpunkt das Erleben unserer  Vergangenheit neu bewerten, erzählen und damit erleben können. Wir  können somit den Fokus und damit die Aufmerksamkeit auf einen anderen  Aspekt legen. Wir können dabei auch nicht die Fakten verändern, z.B. aus  5 Jahren Berufserfahrung 10 Jahre zu machen! Aber allzu häufig werden  die Fakten mit den Bewertungen der Situation verwechselt. Die  Beschreibung der Situation wird schnell zur Bewertung und allein schon  eine Veränderung der Beschreibung kann somit das Erleben der  Vergangenheit und damit Ihre Gegenwart maßgeblich verändern.</p>
<p>Wenn das nun so einfach ist, warum machen wir es nicht? Die Gründe  sind vielschichtig und anerkennenswert. Ich bin zunehmend der Meinung,  dass wir zum einen die Möglichkeit oft einfach nicht kennen und dass wir  auch einen Preis dafür bezahlen, wenn wir die Interpretation verändern.  Der Preis ist uns häufig klar und verhindert unbewusst die geänderte  Sichtweise. Beides lässt sich i.d.R. durch eine entsprechende  Achtsamkeit erkennen und in ein neues Lösungsmuster überführen.</p>
<p>Für unseren Alltag der Achtsamkeit können wir aber vieles mitnehmen. Folgende Fragen können Ihnen dabei helfen:</p>
<p>Nutzen Sie die Skala von 1 (sehr schlecht, ) bis 10 (unglaublich schön, so passt es für mich)</p>
<ul>
<li>Wie erleben Sie gerade jetzt Ihre Vergangenheit      (als Ganzes)?</li>
<li>Wie erleben Sie heute Ihre Kindheit?</li>
<li>Wie erleben Sie heute Ihre Schulzeit?</li>
<li>Wie erleben Sie heute Ihre erste Beziehung?</li>
<li>Wie erleben Sie heute Ihre Ausbildung/das      Studium?</li>
<li>Wie erleben Sie heute Ihren ersten Arbeitsplatz,      Ihren damaligen Chef?</li>
<li>Wie erleben Sie heute die Erinnerung an Ihr      erstes Fahrrad?</li>
<li>usw.</li>
</ul>
<p>Welche Erlebnisse würden Sie eher am unteren und welche eher am  oberen Skalen-Ende ansiedeln? Was unterscheidet diese Erlebnisse? Wie  erzählen Sie von diesen Erlebnissen, eher in der ersten oder zweiten  Variante?</p>
<p>Und hier schließt sich der Kreis. Ergebnisse und damit ihre Bewertung  der Vergangenheit kann morgen oder in einer Woche schon wieder ganz  anders aussehen. Sie haben die Möglichkeit – Schritt für Schritt, dort  wo es hilfreich ist, eine andere Wahrnehmung zu erlangen, wenn Sie das  überhaupt wünschen.</p>
<h3>Zitate</h3>
<ul>
<li>“Es ist häufig nicht was wir tun, sondern wie      wir damit umgehen, was unser Leben so erschwert” (asiatische Weisheit)</li>
<li>“Wer vor der Vergangenheit flieht, verliert      immer das Rennen” ( Thomas Stearns Eliot, 26.09.1888 – 04.01.1965)</li>
<li>„Die Vergangenheit ist im Grunde genommen ebenso      ein Produkt  der Phantasie wie die Zukunft.“ (Jessamyn West (*1902),      amerik.  Schriftstellerin)</li>
<li>“Nichts ist so wandelbar wie die Vergangenheit.”      (Markus M. Ronner)</li>
<li>“Erfahrung ist nicht das, was Dir widerfährt.      Erfahrung ist  vielmehr, was Du mit dem tust, das dir widerfahren ist.”      (Aldous  Huxley)</li>
<li>„Das Leben besteht zu 10% daraus was man macht      und zu 90% was man daraus macht.” (Irving Berlin)</li>
</ul>
<p>Weiterhin eine erfolgreiche Zeit, Ihr Olaf Karwisch</p>
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		<itunes:summary>Wenn wir uns mit mit unserer Vergangenheit beschäftigen, dann kann das viele Formen annehmen. Je nach Stimmungslage und Verfassung kann diese, unsere Vergangenheit eher positiv oder negativ ausfallen. Wir sehen entweder, wie erfolgreich wir waren, in der Familie, dem Beruf und den Hobbys. Oder, wir malen unsere Vergangenheit in dunklen Farben, können wirklich nichts Schönes darin erkennen und wundern uns, wie wir es bis hierher geschafft haben. Wir benötigen dabei nicht immer solche extremen Unterschiede in der Betrachtung, um eines zu verdeutlichen:  Es gibt in unserem Erleben nicht &quot;die eine&quot; Vergangenheit sondern viele, unzählige &quot;Vergangenheiten&quot;. Und das besondere daran ist, diese gestalten und erleben wir im &quot;Hier und Jetzt&quot;, d.h. in der Gegenwart.</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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		<title>Die Kunst beim Zuhören</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 09:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einleitung]]></category>
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		<description><![CDATA[Was können wir beim Zuhören über uns lernen? Kennen Sie den Unterschied zwischen einem ganz “normalen” Gespräch und der Situation, wenn Ihnen jemand wirklich zuhört? Wann haben Sie das letzte Mal ein richtig gutes Gespräch geführt? Wann haben Sie sich &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/ubung/die-kunst-des-zuhoerens/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was können wir beim Zuhören über uns lernen? Kennen Sie den  Unterschied zwischen einem ganz “normalen” Gespräch und der Situation,  wenn Ihnen jemand wirklich zuhört? Wann haben Sie das letzte Mal ein  richtig gutes Gespräch geführt? Wann haben Sie sich das letzte Mal  wirklich verstanden gefühlt? Und wann haben Sie das letzte Mal einem  anderen Menschen wirklich zugehört?</p>
<p>“Echtes” Zuhören unterscheidet sich grundsätzlich von einem in unserem Alltag als “normal” erlebtem Gespräch.</p>
<h3>Wie führen wir Gespräche?</h3>
<p>Ich möchte Sie heute dazu motivieren, sich Ihrer ganz individuellen  Art und Weise bewusst zu werden, wie Sie Gespräche mit anderen Personen  oder in Gruppen führen. Wenn Sie an ein Gespräch zurückdenken,  betrachten Sie doch einmal die folgenden Aspekte:</p>
<ol>
<li>Wie schnell erinnern Sie sich passend zu dem, was      sie gerade hören, an eigene Erlebnisse und Erfahrungen?<img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></li>
<li>Wie schnell schweifen Sie in Tagträume und      eigene Probleme ab?</li>
<li>Wie lange können Sie einer anderen Person      zuhören, ohne selbst etwas von sich einbringen zu wollen?</li>
<li>Wann fangen Sie an, die Worte, den Inhalt oder Ihr      Gegenüber zu bewerten?</li>
<li>Wie oft geben Sie dem Gesprächspartner Ratschläge      oder äußern Ihre Meinung?</li>
<li>Wie oft gehen Sie zum nächsten Thema über, ohne      das gerade Besprochene wirklich verstanden zu haben?</li>
<li>Welche nonverbalen Botschaften können Sie      aufnehmen?</li>
<li>Wie oft verwenden Sie im Gespräch die Worte      “ich/mir/wir”?</li>
</ol>
<p>Was fällt Ihnen sonst noch zu den Gesprächen ein, die Sie führen?  Möglicherweise habe Sie auch Lust, diese Beobachtung über die nächsten  Tage fortzuführen.</p>
<h3>Der Alltag</h3>
<p>In Alltagsgesprächen sind die meisten von uns einen Dialog gewohnt,  in dem wir ständig unsere Geschichten austauschen. Wenn wir ein Anliegen  erzählen, wird das Gesagte häufig um eine Geschichte des Zuhörers  ergänzt, der seine eigenen Erfahrungen mitteilen möchte. Schon recht  schnell versucht jeder – in der Regel ohne bewusste Absicht – den Fokus  des Gesprächs auf seine Erfahrung umzulenken. Wir bekommen sehr schnell  Ratschläge, selbst wenn wir keine wollen. Wir haben nicht das Gefühl,  der Andere hat uns wirklich verstanden und trotzdem bekommen wir sehr  schnell Meinungen und Interpretationen über das, was wir “falsch”  gemacht haben und was wir “besser” machen könnten.</p>
<p>Zugegeben, meine Darstellung ist etwas überspitzt, aber wenn Sie  lernen, genau hinzusehen – oder besser hinzuhören, dann werden sie  feststellen, dass die Beschreibung oft nicht sehr weit von der Realität  entfernt ist.</p>
<p>Was wäre dann eine andere Art, in ein Gespräch zu gehen? Wie können  wir eine Unterhaltung führen, aus der beide Seiten zufrieden  herausgehen? Wie können wir unserem Gegenüber die Chance geben, sich  wirklich verstanden zu fühlen? Wie können wir eine respektvolle  Diskussion führen, selbst wenn wir möglicherweise inhaltlich keine  Übereinstimmung finden?</p>
<p>Aus meiner Sicht ist der wichtigste Punkt dabei “das Zuhören”.</p>
<h3>Zuhören – einmal anders</h3>
<p>Wenn Sie Lust haben, eine Bereicherung für Ihren Alltag zu finden und  die Chance erkennen, Gespräche mit Freunden, in der Familie oder im  Beruf zu intensivieren, dann ermutige ich Sie dazu, die folgenden  Gedanken für sich in den nächsten Tagen auszuprobieren. Sie können  insbesondere hilfreich sein, wenn jemand mit einem Anliegen auf Sie  zukommt. Versuchen Sie, diese Perspektiven in Gesprächen zu verwenden  und beobachten Sie die Veränderung. Was ist anders? Können Sie das  beschreiben? Wie geht es Ihnen in oder nach den Gesprächen?</p>
<ol>
<li><strong>Konzentrieren Sie sich voll und ganz auf Ihren Gesprächspartner      und schweigen Sie</strong> – wenn Sie      diese volle Konzentration entwickeln, werden Sie die  gehörten Worte      weniger mit den eigenen Erfahrungen abgleichen.  Dennoch werden eigene Gedanken      aufkommen und vielleicht auch der  Drang, diese dem Anderen zu erzählen.      Erkennen Sie den Wunsch  rechtzeitig und bleiben Sie still. Lassen Sie Ihr      Gegenüber einfach  erzählen, ohne ihn zu unterbrechen und etwas zu      ergänzen.  Konzentrieren Sie Ihre Aufmerksamkeit darauf, was Sie bei Ihrem       Gesprächspartner wahrnehmen und weniger, was bei Ihnen geschieht. Haben       Sie schon einmal versucht, Ihr Gegenüber für 5 Minuten einfach nur  reden      zu lassen und voll und ganz bei dem Erzählten zu bleiben?</li>
<li><strong>Stellen Sie Fragen</strong> – Das sind zu Beginn die  einzigen Beiträge, die      Sie nutzen sollten, um das Gespräch zu  vertiefen. Begeben Sie sich doch      einfach einmal auf die Position,   wirklich nichts zu verstehen. Es gibt      viele Worte mit sehr  unterschiedlicher Bedeutung. Sind Sie sicher, immer      die richtige  Bedeutung zu erfassen? Fragen Sie nach, bis Sie wirklich      verstehen,  was der Gesprächspartner vermitteln möchte.</li>
<li><strong>Reflektieren Sie das Gehörte</strong> – Sie können das  Gesagte in Ihren Worten      wiederholen oder einfach nur nonverbal  bestätigen. Die Körpersprache sagt      viel über die Qualität des  Gespräches aus. Halten Sie mit Ihrem      Gesprächspartner Augenkontakt,  so dass er Ihre ganze Zuwendung hat?</li>
<li><strong>Verzichten Sie auf eine Bewertung</strong> – Sie müssen das  Gesagte weder bewerten noch      zensieren. Sollten dennoch Bewertungen  in Ihnen aufkommen, dann schauen      Sie mehr auf sich. Denn diese  Bewertungen sagen sehr viel über Sie, den      Zuhörer, aus. Unter  Umständen benötigen Sie gerade etwas,  um das Gespräch weiterführen zu  können.</li>
<li><strong>Verzichten Sie auf Ratschläge </strong>- Sie haben eine gute  Idee, die dem Gesprächspartner      ganz sicher helfen könnte? Zu  Beginn der Übung schlage ich vor, diese      nicht zu äußern.</li>
<li>Versuchen Sie einmal in einem Gespräch, für eine      <strong>gewisse Zeit auf die Worte „ich/mir/wir“ zu verzichten</strong>.</li>
</ol>
<p>Insbesondere das Schweigen war für die meisten Personen, die ich  kenne &#8211; und auch für mich &#8211; am Anfang eine Herausforderung. Sie werden  feststellen, dass es viel Übung bedarf, wirklich einmal 5 Minuten zu  schweigen. Ich meine dabei nicht, für einige Minuten nichts zu sagen,  sondern in dieser Zeit vollständig auf sein Gegenüber konzentriert zu  sein und nicht in eigene Gedanken abzudriften. Die eigenen Gedanken sind  schnell und wollen nur zu gerne etwas Wichtiges zum Gesprächsinhalt  beitragen. Im Sinne der Achtsamkeit erkennen Sie diese Gedanken und  Bilder und kehren ohne innere Bewertung wieder zum Gespräch zurück, ganz  nach dem Motto – “ach, da bin ich doch einmal wieder bei mir gelandet  …danke, dass ich es bemerkt habe“. Nun konzentriere ich mich wieder auf  meinen Gesprächspartner”.</p>
<h3>Zuhören – eine Kunst?</h3>
<p>Wenn Sie gutes Zuhören lernen wollen, dann üben Sie. Ohne ein  bewusstes Üben gelingt es den wenigsten von uns &#8211; ich bin sogar der  Meinung, niemandem. Wenn Sie die Qualität Ihrer Gespräche steigern  wollen, dann holen Sie sich ein Feedback. Denn niemand kann Ihre  Qualitäten als Zuhörer besser bewerten als derjenige, der das Gespräch  gesucht hat.</p>
<p>Es braucht keine Schicksalsschläge oder irgendwelche großen  Ereignisse für ein “gutes” Zuhören. Nutzen Sie die Möglichkeiten im  Alltag, in ganz normalen Gesprächen: wenn der/die Mitarbeiter/in mit  einem Problem ankommt, der/die Ehepartner/in von seinen Ereignissen  berichtet, beim nächsten Telefonat mit einem Verwandten oder einem  Gespräch mit den Kindern.</p>
<h3>Zuhören – sind Ratschläge wirklich tabu?</h3>
<p>Nun werden Sie sagen, ich muss doch eine Meinung äußern können. In  meiner Rolle als Vorgesetzter, als Eltern, als Freund, usw. wird es doch  von mir erwartet, dass ich Meinungen vertrete, Entscheidungen treffe  und Hilfe leiste.</p>
<p>Sie werden feststellen, dass es viele Situationen gibt, in denen Sie  aus Gewohnheit sehr schnell eine Meinung äußern oder eine Entscheidung  für die andere Person treffen wollen. Versuchen Sie herauszufinden, wann  das wirklich notwendig ist und wann die andere Person sehr wohl selbst  in der Lage ist, für sich eine gute Lösung zu finden.</p>
<p>Noch eine letzte Anmerkung: In der Literatur wird häufig davon  gesprochen, dass Ratschläge (Rat – Schläge), ein gutes Gespräch eher  stören und nicht hilfreich sind. Dies stimmt nach meiner Erfahrung auch  für die meisten Situationen. Es gibt aber sehr wohl Umstände,  bei denen  es nötig ist, unsere Meinung und unseren Rat (im Sinne von Vorschlag  und Idee) zu äußern. Dem Gesprächspartner steht es dann frei, die  vorgebrachten Ideen und Vorschlägen anzunehmen oder es zu lassen.  Bringen Sie jedoch solche Ratschläge nur  dann ein, wenn Sie sich vorher  das Einverständnis geholt haben: “Interessieren Sie dazu meine Ideen  und Gedanken?</p>
<p>Viel Spaß bei der Umsetzung. Wie immer, freue ich mich über Ihr Feedback.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen weiterhin eine achtsame Zeit, Ihr Olaf Karwisch</p>
<h3>Zitate</h3>
<ul>
<li>“Solange man selbst redet, erfährt man nichts.”      (Marie von Ebner-Eschenbach)</li>
<li>Die höchste Stufe des Zuhörens ist es, dem      Partner die Unterstützung zur Selbstklärung zu gewähren.<br />
(Christoph Thomann/Friedemann Schulz von Thun, Klärungshilfe)</li>
<li>Reden können ist nicht so viel wert wie zuhören      können. (Chinesisches Sprichwort)</li>
</ul>
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		<itunes:subtitle>Was können wir beim Zuhören über uns lernen? Kennen Sie den  Unterschied zwischen einem ganz “normalen” Gespräch und der Situation,  wenn Ihnen jemand wirklich zuhört? Wann haben Sie das letzte Mal ein  richtig gutes Gespräch geführt?</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Was können wir beim Zuhören über uns lernen? Kennen Sie den Unterschied zwischen einem ganz &quot;normalen&quot; Gespräch und der Situation, wenn Ihnen jemand wirklich zuhört? Wann haben Sie das letzte Mal ein richtig gutes Gespräch geführt? Wann haben Sie sich das letzte Mal wirklich verstanden gefühlt? Und wann haben Sie das letzte Mal einem anderen Menschen wirklich zugehört? &quot;Echtes&quot; Zuhören unterscheidet sich häufig sehr stark von einem in unserem Alltag als &quot;normal&quot; erlebtem Gespräch.</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Zitat: Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag</title>
		<link>http://www.karwisch.de/zitate/charlie-chaplin/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 09:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute möchte ich einen Text teilen, der mich doch sehr beeindruckt hat, als ich in das erste mal gelesen habe: Die Geburtstagsrede von Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959. &#160; Als ich mich selbst zu lieben &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/zitate/charlie-chaplin/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/05/CharlieChaplin.jpg"><img class="alignleft" style="margin-right: 10px;" title="Charlie Chaplin" src="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/05/CharlieChaplin-150x150.jpg" alt="" width="153" height="145" /></a>Heute möchte ich einen Text teilen, der mich doch sehr beeindruckt hat, als ich in das erste mal gelesen habe: Die Geburtstagsrede von Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als ich mich selbst zu lieben begann,<br />
habe ich verstanden,<br />
dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,<br />
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin<br />
und dass alles, was geschieht, richtig ist –<br />
von da an konnte ich ruhig sein.<br />
heute weiß ich: das nennt man<br />
`<strong>VERTRAUEN</strong>`.</p>
<p><img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />Als ich mich selbst zu lieben begann,<br />
konnte ich erkennen,<br />
das emotionaler Schmerz und Leid<br />
nur Warnung für mich sind,<br />
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.<br />
Heute weiß ich, das nennt man<br />
`<strong>AUTHENTISCH-SEIN</strong>`.</p>
<p>Als ich mich selbst zu lieben begann,<br />
habe ich aufgehört,<br />
mich nach einem anderen Leben zu sehnen<br />
und konnte sehen, dass alles um mich herum<br />
eine Aufforderung zum Wachsen war.<br />
Heute weiß ich, das nennt man<br />
`<strong>REIFE</strong>`.</p>
<p>Als ich mich selbst zu lieben begann,<br />
habe ich aufgehört,<br />
mich meiner freien Zeit zu berauben<br />
und ich habe aufgehört,<br />
weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.<br />
Heute mache ich nur das, was mit Spaß und Freude bereitet,<br />
was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt,<br />
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.<br />
Heute weiß ich, das nennt man<br />
`<strong>EHRLICHKEIT</strong>`.</p>
<p>Als ich mich selbst zu lieben begann,<br />
habe ich mich von allem befreit,<br />
was nicht gesund für mich war,<br />
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen<br />
und von allem, was mich immer wieder hinunterzog,<br />
weg von mir selbst.<br />
Anfangs nannte ich das `gesunden Egoismus`,<br />
aber heute weiß ich, das ist<br />
`<strong>SELBSTLIEBE</strong>`.</p>
<p>Als ich mich selbst zu lieben begann,<br />
habe ich aufgehört,<br />
immer recht haben zu wollen,<br />
so habe ich mich weniger geirrt.<br />
Heute habe ich erkannt, das nennt man<br />
`<strong>DEMUT</strong>`.</p>
<p>Als ich mich selbst zu lieben begann,<br />
habe ich mich geweigert,<br />
weiter in der Vergangenheit zu leben<br />
und mich um meine Zukunft zu sorgen.<br />
Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick,<br />
wo ALLES stattfindet.<br />
So lebe ich heute jeden Tag und nenne es<br />
`<strong>BEWUSSTHEIT</strong>`.</p>
<p>Als ich mich selbst zu lieben begann,<br />
da erkannte ich,<br />
dass mein Denken armselig und krank mach kann,<br />
als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,<br />
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.<br />
Diese Verbindung nenne ich heute<br />
`<strong>HERZENSWEISHEIT</strong>`.</p>
<p>Wir brauchen uns nicht weiter  vor Auseinandersetzungen,<br />
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten,<br />
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander<br />
und es entstehen neue Welten.<br />
Heute weiß ich,<br />
<strong>DAS IST DAS LEBEN!</strong></p>
<p>(von Charlie Chaplin an seinem 70.  Geburtstag am 16. April 1959)</p>
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		<title>Loslassen</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 09:53:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kennen sicherlich das Hochgefühl, das aufkommt, wenn wir uns auf  etwas freuen und uns darauf zu bewegen. Vielleicht ist es das  Wochenende, ein Urlaub, ein Jahrestag, ein lange angestrebtes Ziel, das  schöne Wetter am nächsten Tag, ein Ausflug oder die eigene Hochzeit. Das  sind alles Ereignisse, die uns mehr oder weniger lange zuvor bewegen  und die Stimmung hoch halten. Sobald wir diesen Zeitpunkt erreicht  haben, genießen wir die Zeit, endlich ist es soweit.</p>
<h3>Warum geht es zu Ende?</h3>
<p>Wie geht es Ihnen aber, wenn es Sonntagabend ist, der Urlaub oder ein  Treffen mit einem Freund dem Ende zugeht? Welche Gedanken und Gefühle  kommen dann bei Ihnen auf?</p>
<p>Wenn wir etwas erreicht haben und es genießen, wollen wir es sehr  häufig nicht mehr loslassen. Wir wollen das Hochgefühl aufrecht  erhalten, das <img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />wir  momentan erleben. Wir wollen, dass die Zeit stehen bleibt. Wir wollen  das, was ist, nicht mit einer ungewissen oder möglicherweise  unangenehmen Zukunft eintauschen.</p>
<p>Ist es nicht verständlich, dass wir uns nicht davon trennen wollen?  Ist es nicht nachvollziehbar, dass wir festhalten an dem, was wir in  diesem Moment als ein Hoch empfinden? Auch wenn wir wissen, die Zeit  geht weiter, Minute um Minute – Stunde um Stunde und Tag um Tag. Wir  haften dennoch an dem gerade Erlebten und trennen uns nur schwer davon.  Warum sollen wir auch etwas Gutes loslassen, wenn wir die Zukunft als  unsicher wahrnehmen?</p>
<p>Sie merken vielleicht schon, viele Menschen sprechen beim Loslassen  von schwerwiegenden Schicksalsschlägen und Verlusten. Ich möchte heute  diesen Artikel allerdings dazu nutzen, dass wir uns bewusst darüber  werden, wie wir mit dem Loslassen von schönen, lustvollen und  angestrebten Ereignissen umgehen. Wie gehen Sie mit all den schönen  Dingen um, die auch einmal zu Ende gehen? Unterscheidet sich das  Vorgehen überhaupt von dem solcher Schicksalsschläge? Wir reden über  Verluste, manchmal sind es kleine und manchmal leider größere.</p>
<h3>Selbsterfahrung</h3>
<p>Fragen Sie sich doch einmal selbst: “Was denken und fühlen Sie in den folgenden Situationen?”</p>
<ul>
<li>Am Sonntagabend kurz bevor die Arbeitswoche      beginnt.</li>
<li>Der Urlaub erreicht das letzte Drittel oder der      letzte Tag im Urlaub hat begonnen.</li>
<li>Das Ende eines Arbeitstages? Wie unterscheiden      sich diese Gedanken zu den vorigen?</li>
<li>Das Ende einer langen Autofahrt.</li>
<li>Das Ende eines Telefonats mit dem besten Freund.</li>
<li>Das Ende einer Freundschaft oder Beziehung.</li>
<li>Das Ende eines einzelnen Tages.</li>
<li>Wenn die Sonne hinter den Wolken verschwindet.</li>
<li>usw.</li>
</ul>
<p>Kennen Sie Gedanken wie:</p>
<ul>
<li>Warum muss das gerade jetzt zu Ende gehen?</li>
<li>Ich will noch länger dort bleiben.</li>
<li>Sehr schade, dass wir schon gehen müssen.</li>
<li>So wie es gerade läuft, ist es ungerecht!</li>
<li>Ich hätte es verdient, das noch etwas länger      erleben zu dürfen.</li>
<li>Warum muss es heute regnen, wir hatten doch eine      tolle Feier geplant?</li>
<li>Warum hat er abgesagt, ich habe mich doch so      sehr auf das Treffen gefreut?</li>
</ul>
<p>Was sind ihre eigenen Gedanken, Bilder und Gefühle?</p>
<h3>Achtsamer Umgang</h3>
<p>Wenn wir uns der eigenen Gedanken, Bilder und Gefühle bewusster  werden, kann es uns helfen, nicht so sehr damit in Verbindung zu treten.  Aus der Achtsamkeit heraus lernen wir, unsere eigenen Vorgänge besser  zu verstehen, indem wir sie beobachten ohne sie zu bewerten. Wenn also  Gedanken des Festhaltens aufkommen, wenn wir nicht loslassen wollen,  wenn wir uns mehr mit der Vergangenheit oder der Zukunft beschäftigen,  dann können wir das sehr schnell erkennen.</p>
<p>Aus der Achtsamkeit heraus können wir lernen, wie sehr unsere  Aufmerksamkeit sich beim “Festhalten” befindet und können entscheiden,  ob wir uns diesen Gedanken hingeben. Oder wir setzen unseren Fokus  bewusst auf das, was uns beim Loslassen hilft. Das Loslassen bedeutet  dabei nicht, das Schöne hinter sich zu lassen. Dieses darf sehr wohl  eine große Anerkennung finden. Wenn wir allerdings nicht loslassen, dann  werden wir auch keinen Platz schaffen für das Neue. Loslassen bedeutet  somit auch, bereit sein für Neues, sich zu öffnen, für das, was nun ist  und für das, was kommt, ohne das schöne der Vergangenheit zu vergessen.</p>
<p>Wir leben in der Gegenwart, wenn wir festhalten, dann verharren wir –  in unseren Beispielen – in der geliebten Vergangenheit oder  beschäftigen uns mit der ungewissen und eventuell negativen Zukunft.  Wenn wir unsere Gedanken auf diese Reise schicken, uns mit der  Vergangenheit oder der Zukunft beschäftigen, dann werden wir das Gute  der Gegenwart nicht erleben können. Denn die Aufmerksamkeit ist nicht im  Hier und Jetzt.</p>
<p>Das Loslassen hat sehr viele Facetten. Heute habe ich unsere  Aufmerksamkeit nur auf einen kleinen Ausschnitt gerichtet. Unter  Umständen entdecken Sie durch diese Anregung noch viele andere Bereiche,  in denen das Festhalten in Ihrem Leben eine Rolle spielt.</p>
<h3>Zusammenfassung</h3>
<p>Das Leben ist ein stetiger Wandel? Jeden Tag gibt es Kleinigkeiten,  von denen wir uns trennen, die von alleine aufhören oder wir zu Ende  gehen lassen. Damit verbunden ist auch ein stetiger Abschied von  Gedanken, Wünschen, Ereignissen, Orten und Menschen.</p>
<p>Ich möchte Sie darin bestärken, die nächsten Tage ein Stück achtsamer  zu sein, sich selbst zu beobachten, wie sie persönlich mit Situationen  des Loslassens umgehen. Wie sie das Ende eines Gesprächs, eines Termins,  eines Arbeitstages, einer Autofahrt empfinden. Beobachten Sie, wie sie  mit dem kleinen, täglichen Wandel umgehen. Welche Gefühle bei Ihnen  aufkommen? Welche Gedanken Sie sich machen?</p>
<p>Loslassen bedeutet, sich mit dem Ungewissen zu konfrontieren. Wir  lassen das hinter uns, was wir gerade erleben und möglicherweise lieben.  In diesem Moment tauschen wir es gegen etwas Ungewisses ein.</p>
<p>Diese Achtsamkeitsübung hilft Ihnen, mehr Handlungsspielraum zu  entwickeln. Sie werden bemerken, wann sie eher festhalten oder Ihnen das  Loslassen leichter fällt. Sollten Sie einmal festhalten, dann können  Sie lernen, Ihre Aufmerksamkeit bewusst auf andere Punkte zu richten.  Was hat Ihnen wirklich gefallen? Wie ging es Ihnen bei dem bisher  Erlebten? Wir können das Vergangene anerkennen und dann loslassen, wenn  wir ganz bewusst unsere Aufmerksamkeit auf die Gegenwart lenken. Wir  können uns fragen: “Was bringt der neue Moment, den ich nun erlebe?</p>
<p>Wenn Sie diese Aufmerksamkeit in den “kleinen” Veränderungen des  Tages üben, wird es Ihnen sicher auch leichter fallen, achtsamer mit den  großen Veränderungen umzugehen, die wir alle immer wieder erleben.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Zeit, Ihr Olaf Karwisch</p>
<h3>Zitate zum Thema</h3>
<ul>
<li>“Wer loslässt hat zwei Hände frei” (asiatische      Weisheit)</li>
<li>“Love it, change it or leave it” (liebe es,      ändere es oder lasse es hinter dir)</li>
<li>“Nur wer etwas loslässt, schafft Raum für Neues”</li>
<li>“Lieber eine gute Sache, die gerade ist, als      zwei gute Sachen,  die waren, oder drei gute Sachen, die niemals sein      werden”  (irisches Sprichwort)</li>
<li>“Wir sind, was wir denken” (Dalai Lama)</li>
</ul>
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		<itunes:subtitle>Sie kennen sicherlich das Hochgefühl, das aufkommt, wenn wir uns auf  etwas freuen und uns darauf zu bewegen. Vielleicht ist es das  Wochenende, ein Urlaub, ein Jahrestag, ein lange angestrebtes Ziel, das  schöne Wetter am nächsten Tag,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Das Leben ist ein stetiger Wandel? Jeden Tag gibt es Kleinigkeiten, von denen wir uns trennen, die von alleine aufhören oder wir zu Ende gehen lassen. Damit verbunden ist auch ein stetiger Abschied von Gedanken, Wünschen, Ereignissen, Orten und Menschen. Ich möchte Sie dazu einladen, die nächsten Tage ein Stück achtsamer zu sein, sich selbst zu beobachten, wie sie persönlich damit umgehen. Wie sie das Ende eines Gesprächs, eines Termins, eines Arbeitstages, einer Autofahrt empfinden. Beobachten Sie, wie sie mit dem kleinen, täglichen Wandel umgehen. Welche Gefühle bei Ihnen aufkommen? Welche Gedanken Sie sich machen?</itunes:summary>
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		<title>Das Geschenk</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 09:56:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute beginnen wir direkt mit einer Übung, für die Sie nur wenige Minuten benötigen. Ein ruhiger Ort, an dem Sie ungestört sind, vereinfacht die Übung. Ihr Glückstreffer Stellen Sie sich vor, Sie gewinnen heute in einer Lotterie und bekommen ab &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/ubung/das-geschenk/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/06/uhr_2.jpg"><img class="alignleft" style="margin-right: 10px;" title="uhr_2" src="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/06/uhr_2.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Heute  beginnen wir direkt mit einer Übung, für die Sie nur wenige Minuten  benötigen. Ein ruhiger Ort, an dem Sie ungestört sind, vereinfacht die  Übung.</p>
<h3>Ihr Glückstreffer</h3>
<p>Stellen Sie sich vor, Sie gewinnen heute in einer Lotterie und  bekommen ab morgen jeden Tag 5.000 Euro überwiesen. Wie wäre das für  Sie? Was würden Sie mit diesem Geld tun?</p>
<p>Dieser Gewinn hat allerdings einen Haken: Es gibt keine Garantie,  dass Sie das Geld auch noch am nächsten Tag bekommen. Sie wissen nie,  wie lange man Ihnen noch diese Summe auf Ihr Konto überweist. Wie gehen  Sie nun mit dem Geld um? Verändert sich Ihr Verhalten? Wenn ja, wie?</p>
<p>Leider gibt es noch eine zweiten Bedingung: An dem Tag, an dem das Geld <img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />nicht  mehr bezahlt wird, verschwindet auch das ganze Geld, das Sie  möglicherweise angespart haben. Was machen Sie nun mit dem Geld?</p>
<p>Geben Sie es aus? Nutzen Sie alle Möglichkeiten, die Ihnen die  Tagessumme bietet? Sparen Sie dennoch einen Teil? Wie gehen Sie  persönlich vor? Es gibt kein Richtig und kein Falsch … einfach nur Ihre  persönliche Antwort.</p>
<p>Was war Ihr spontanes Bauchgefühl? Hat sich Ihre Antwort nach einiger  Zeit verändert? Und wenn, wie unterscheiden sich diese Antworten?</p>
<p>Nehmen Sie sich an dieser Stelle bitte ausreichend Zeit, um diese Fragen für sich zu beantworten.</p>
<h3>Die Zeit</h3>
<p>Ersetzen Sie nun einmal das Euro-Zeichen durch Minuten. So reden wir  plötzlich nicht von einer Geldsumme, sondern von Zeit – unserer  Lebenszeit, die wir täglich immer wieder aufs Neue geschenkt bekommen.  Und es sind auch keine 5000 Minuten, sondern ganze 1440 Minuten, die uns  jeden Tag zur Verfügung stehen. Nehmen Sie sich an dieser Stelle einen  Moment  Zeit.</p>
<p>Wie geht es Ihnen nun dabei? Wie fühlen Sie sich? Welchen Gedanken und Bilder kommen jetzt auf?</p>
<p>Wie gehen Sie mit der täglich zur Verfügung stehenden Lebenszeit um?  Unterscheiden sich die beiden Vorgehensweisen für das Geld und die Ihrer  Lebenszeit?</p>
<p>Leben Sie heute! Sie wissen nicht, ob Ihnen morgen noch dieselbe Lebenszeit zur Verfügung steht!</p>
<h3>Die Chance</h3>
<p>In der Literatur finden wir die Hypothese, wenn wir nicht sterben  würden – wenn wir also unendlich lange leben würden, hätten wir  überhaupt keine Motivation, irgendetwas zu tun. Die Endlichkeit unseres  Lebens stellt den Treibstoff für all unsere Aktivitäten dar. Wir möchten  unserem Leben einen Sinn geben und diesen natürlich auch gerne  “rechtzeitig” erreicht haben.</p>
<p>Ich bin kein Freund von Angstszenarien, durch die wir täglich mit dem  Gefühl der Unsicherheit aufwachen müssen und nicht wissen, was morgen  ist. Nach dem Motto: “Leben Sie heute, denn Sie werden nicht wissen, ob  Sie den Morgen noch erleben”. Gleichzeitig beschreibe ich mit diesem  Artikel schon die Idee, jeden Tag als eine neue Chance zu erkennen,  diesen wach, klar und in eigener Verantwortung zu gestalten.</p>
<h3>Carpe Diem</h3>
<p>Manchmal erleben wir den frühen Tod eines Freundes oder einer  Freundin, eines Geschäftskollegen oder eines Familienmitgliedes.  Plötzlich werden wir für einige Tage ganz wach und aufmerksam. Wir  erkennen, dass es uns alle treffen kann, unterhalten uns mit anderen  darüber, wie wichtig es ist, dass wir jeden Tag aufs Neue nutzen &#8211; carpe  diem … und dann schläft dieser Gedanke langsam aber sicher wieder ein.  Wie ein langer Winterschlaf, aus dem wir nur sehr selten aufgeweckt  werden. Kennen Sie das auch? Und dann sagen wir uns: “Die Ereignisse des  Tage lassen es einfach nicht zu” …</p>
<p>Und das ist auch ganz normal, dass wir uns im Alltagsleben nicht  ständig damit beschäftigen. Dass andere Dinge Vorrang haben und wir  diesem Aspekt nur wenig Bedeutung schenken. Gleichzeitig – vorausgesetzt  wir wollen es &#8211; werden wir unsere Chancen nicht nutzen und etwas  verändern.</p>
<p>Wenn Sie etwas verändern wollen, wie könnten Sie das am besten  erreichen? Wie könnten Sie  den Tag als Chance erleben und ihn immer  bewusster wahrnehmen? Wie können Sie sich selbst etwas bewusster werden?</p>
<h3>Momente schaffen</h3>
<p>Ich glaube persönlich daran, dass wenige kleine Maßnahmen zu Beginn  durchaus genügen, dieses Bewusstsein zu trainieren. Sie müssen also  nicht jeden Tag 45 Minuten meditieren (auch wenn das sicherlich viel  dazu beitragen kann). Hier einige Beispiele:</p>
<ul>
<li>Der Morgengruß: Sie haben bestimmt einen Spiegel      im Bad.  Schreiben Sie sich einige Worte mit Lippenstift auf das Glas,       kleben Sie sich eine Postkarte mit einer besonderen Erinnerung an die       Scheibe. Entwickeln Sie Ihre ganz eigene und einfache Idee! Jeden  Morgen,      wenn Sie aufstehen, begrüßt Sie diese Nachricht am Spiegel.  Laufen Sie      nicht daran vorbei, halten Sie an … nur für wenige  Sekunden. Nehmen Sie      sich vor, sich selbst diesen Tag zu einem  Geschenk zu machen. Was      benötigen Sie dazu? Womit können Sie sich  selbst eine Freude machen?</li>
<li>Die Inventur: Oder Sie nutzen den Abend und stellen      sich selbst  die Frage: “Was habe ich heute getan, das mir wirklich Spaß       gemacht hat?”, “Habe ich heute etwas Gutes für mich oder eine andere       Person getan?”, “Was müsste ich morgen tun, um mir selbst abends etwas  Besonderes      erzählen zu können?”. Wie würde sich das anfühlen?</li>
<li>Jeden Tag, wenn Sie z.B. ins Auto steigen und      losfahren wollen,  nehmen Sie sich kurz  Zeit und fragen sich: „Was mache ich      gerade,  was beabsichtige ich zu tun und vor allem wozu?”. Sie können sich  natürlich      gerne auch einen anderen Moment aussuchen: die Fahrt im  Fahrstuhl, das      Öffnen oder Schließen der Wohnungstür, usw.</li>
<li>Suchen Sie sich jeden Tag einen passenden,      ruhigen Moment (am  besten noch im Bett oder kurz nach dem Aufstehen) und      stellen sich  in Gedanken sich selbst als Ihr Idealbild in einigen Jahren      vor.  Nehmen Sie sich etwas Zeit, diese Person vor Ihrem inneren Auge zu       sehen, die Gefühle beim Betrachten zu erkennen. Was würde diese Person       heute tun, was würde sie hier und jetzt entscheiden? Was ist heute  die EINE      Maßnahme, die Sie dieser Wunschperson etwas näher bringt.</li>
</ul>
<p>Ich möchte Sie dazu motivieren, wirklich nur eine Übung auszuwählen  und diese für mindestens 1 Woche durchzuführen. Beginnen Sie aber nur,  wenn Sie wirklich etwas verändern wollen und darin eine gute Chance für  sich erkennen. Nur dann bleiben Sie auch motiviert und werden erleben,  wie sich diese Gedanken und die dabei entstehenden Gefühle positiv auf  Ihren Alltag auswirken. Versuchen Sie es!</p>
<h3>Zusammenfassung</h3>
<p>Schaffen Sie sich das Bewusstsein, dass jeder neue Tag eine Chance  mit sich bringt. Werden Sie sich über die Vergänglichkeit der Zeit  bewusst und trauern Sie dabei nicht der Vergangenheit hinterher. Nutzen  Sie vielmehr die Zeit, die vor Ihnen liegt und die Ihnen in diesem  Moment zur Verfügung steht. Diese können Sie immer wieder aufs Neue  erleben. Wenn es für Sie stimmig ist, dann nehmen Sie sich die Zeit für  eine der Übungen und lassen sich überraschen, was sich für Sie  persönlich dabei verändert. Unter Umständen entschließen Sie sich nach  der einen Woche, diese Übung noch etwas länger durchzuführen.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Zeit, Ihr Olaf Karwisch</p>
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		<itunes:subtitle>Heute  beginnen wir direkt mit einer Übung, für die Sie nur wenige Minuten  benötigen. Ein ruhiger Ort, an dem Sie ungestört sind, vereinfacht die  Übung. Ihr Glückstreffer Stellen Sie sich vor, Sie gewinnen heute in einer Lotterie und  bekommen ab m...</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Stellen Sie sich vor, dass Sie heute in einer Lotterie gewinnen und ab morgen jeden Tag 5.000 Euro überwiesen bekommen. Wie wäre das für Sie? Was könnten Sie mit all dem Geld machen? Was würden Sie damit tun?</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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		<title>Das Gesetz der Resonanz</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 10:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele Medien und Personen haben dieses Thema als ein sehr altes Geheimnis („The Secret“) verkauft und sind damit äußerst erfolgreich. Wie kann ein Wort – die RESONANZ – so viel Aufmerksamkeit bekommen und Menschen so beschäftigen. Genau genommen ist es &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/ubung/das-gesetz-der-resonanz/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/06/wellen.jpg"><img class="alignleft" style="margin-right: 10px;" title="wellen" src="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/06/wellen.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Viele  Medien und Personen haben dieses Thema als ein sehr altes Geheimnis  („The Secret“) verkauft und sind damit äußerst erfolgreich. Wie kann ein  Wort – die RESONANZ – so viel Aufmerksamkeit bekommen und Menschen so  beschäftigen. Genau genommen ist es nicht das Wort, sondern das damit  verbundene Versprechen. Denn kurz gesagt verspricht das “Gesetz der  Anziehung” – wie es auch genannt wird, die Möglichkeit, sein Leben  komplett auf den Kopf zu stellen, ins Positive zu wenden und alles  erleben zu können, was man möchte. Sind das nun vielversprechende oder  schon eher zu viel versprechende Worte?</p>
<h3>Was ist diese Resonanz?</h3>
<p>Erinnern Sie sich an die Übung im Physikunterricht, in der in zwei  Ecken eines Raumes je eine Stimmgabel mit der gleichen Frequenz  aufgestellt wird. Wird eine der beiden Stimmgabel angestoßen, <img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />fängt  auch die zweite an zu schwingen und einen Ton von sich zu geben. Wenn  wir im Raum eine weitere Stimmgabel mit einer anderen Frequenz  aufstellen und den Versuch wiederholen, so schwingen wieder die beiden  Stimmgabeln mit der gleichen Frequenz &#8211; die mit der anderen Frequenz  bleibt vollkommen stumm.</p>
<p>Der Ton ist eine Schwingung, die Schwingung wiederum ist Energie.  Alles auf dieser Welt besteht aus Energie, das sagte schon Einstein. Und  wenn das stimmt, dann sind auch unsere Gedanken und Vorstellungen  Energie mit einer bestimmten Schwingung. Dabei haben unterschiedliche  Gedanken unterschiedliche Schwingungen. Wie in dem Experiment mit den  Stimmgabeln, können also auch unsere Gedanken und Vorstellungen in  Resonanz gehen mit unserer Umwelt.</p>
<h3>Wo erleben wir Resonanz?</h3>
<p>Wenn wir dieser Annahme folgen, dann ist die Umwelt gleichsam ein  Spiegel unserer Gedanken und Vorstellungen.  Das klassische Beispiel an  dieser Stelle: Sie wollen sich ein Auto kaufen und schauen sich im  Autohaus intensiv um. Sie entscheiden sich für eine rote Limousine. Wenn  Sie das Autohaus verlassen, wird Ihnen in den nächsten Tagen immer  wieder genau dieses Auto begegnen. Nicht, weil plötzlich mehr davon auf  der Straße fahren, sondern, weil Sie Ihre Aufmerksamkeit verändert  haben.</p>
<p>Ein anderes Beispiel: Wenn wir uns immer wieder mit den möglichen  negativen Folgen eines Vorhabens beschäftigen, wie schätzen Sie dann die  Wahrscheinlichkeit auf den Erfolg ein? Sie gehen in einen  Geschäftstermin und schon im Vorfeld machen Sie sich Sorgen. Sie sehen  den schlechten Verlauf des Treffens vorher und der Magen verkrampft  sich. Sie glauben zu wissen, dass es nicht zum Abschluss des wichtigen  Vertrages kommt. Ich bin mir sicher, dass so eine Vorstellung eher dazu  beiträgt, dass der Vertrag tatsächlich nicht abgeschlossen wird. Wundert  Sie das?</p>
<h3>Eine Übung</h3>
<p>Warum testen Sie die mögliche Wirkung nicht selbst? Wenn Sie über die  nächsten 24 Stunden verschiedenen Menschen begegnen (egal ob auf der  Straße, in der Straßenbahn, zu Hause, im Büro), wünschen Sie diesen  Personen in Gedanken alles Gute, viel Gesundheit und Glück und lächeln  sie innerlich. Wenn Sie nicht so lange üben wollen, dann machen sie es  für 1-2 Stunden – sehr bewusst z.B. in der Mittagspause, auf dem Weg zur  Arbeit oder in einem Meeting. Was glauben Sie, wird sich verändern?  Lassen Sie sich von der Wirkung überraschen.</p>
<h3>Ich bin verantwortlich?</h3>
<p>Wir erleben, was wir denken, wir ziehen an, was wir denken … in Form  von Menschen, Aufmerksamkeit und Ereignissen. Und genau hier erlebe ich  häufig einen Aufschrei: “Das kann nicht sein, dass ich für all das, was  ich gerade erlebe, selbst verantwortlich bin!”.</p>
<p>Wenn der Sachverhalt so wäre, dann müssten wir doch unser Erleben und  unsere Umwelt nur durch unsere Gedanken und Vorstellungen beeinflussen  können? Müssten dann nicht alle Menschen glücklich und zufrieden sein?  Wäre es nicht ein Einfaches, nur noch in Wünschen und Zielen zu denken  und zu fühlen. Alles würde einem geradezu zufliegen… wir müssten es nur  noch erkennen und zugreifen? Warum ist das nicht so?</p>
<p>Wir alle haben viele Gedanken über den Tag verteilt, wir erleben  bestimmte Gefühle und fokussieren uns mehr oder weniger bewusst auf  bestimmte Ereignisse, Aufgaben und Ziele. Nur leider behalten wir häufig  die Dinge im Auge, die wir nicht wollen. Wir beschäftigen uns mit  Negativem und Problemen: Mit dem Verhalten anderer Menschen, mit  Schmerzen, mit unangenehmen Gefühlen, mit geringem Einkommen, mit Angst  vor Mißerfolg , mit der möglichen  Absage eines Auftrags, usw.</p>
<p>Wenn wir uns den ganzen Tag auf diese Dinge konzentrieren und unsere  Gedanken darum kreisen, bewirkt es nur ein negatives Wahrnehmen unserer  Umgebung  und wir ziehen diese Ereignisse noch mehr an. Oder anders  ausgedrückt: Das Umfeld wird so auf uns reagieren, wie wir es vorgeben.  Ist das nicht irgendwie schon etwas unheimlich?</p>
<h3>Auf was achten?</h3>
<p>Nein – ich bin kein Vertreter von: “Sie können alles allein mit der Kraft Ihrer Gedanken und Vorstellungen erreichen und tun”.</p>
<p>Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass wir die Dinge erleben, auf  die wir unsere Aufmerksamkeit richten. Wir nehmen also sehr wohl  Einfluss auf unser Erleben und damit auch auf unsere Weiterentwicklung.  Wir haben es in der Hand, ob wir uns mit dem beschäftigen, was uns  weiterbringt oder mit dem, was uns in alten Bahnen festhält.</p>
<p>Die Resonanz gilt immer und überall. Und hier liegt nun auch die  Gefahr. Wenn wir uns auf etwas Negatives konzentrieren, dann erleben wir  mehr davon. Auch wenn wir uns an einem vermeintlich positiven Ziel  orientieren. Wie erleben Sie den Satz: “Ich möchte in einem Vortrag  nicht mehr nervös sein”? Die Konzentration und damit die Energie liegt  auf dem Wort “nervös”. Das Wort “nicht” wird von unserem Gehirn nicht  wahrgenommen. Wenn Sie etwas verändern wollen, dann brauchen Sie eine  ausdrücklich positive und klare Formulierung wie z.B.: Ich bin während  des Vortrags konzentriert, entspannt und witzig.</p>
<h3>Einige Beispiele</h3>
<p>Versuchen Sie doch einmal eines der folgenden Beispiele oder denken Sie sich eigene aus:</p>
<p><strong>Glücklicher sein:</strong> Denken Sie jeden Tag mindestens 5  Minuten über das nach, was Sie heute glücklich gemacht hat. Suchen Sie  sich mindestens eine Situation aus und erleben Sie diese in Gedanken  noch einmal.</p>
<p><strong>Veränderter Umgang mit den Mitarbeitern/Chef:</strong> In den  nächsten 14 Tagen suchen Sie ganz bewusst und immer wieder nach den  guten Eigenschaften Ihrer Mitarbeiter oder Ihres Chefs. Es ist sicher,  dass Sie immer etwas Gutes finden werden! Vielleicht nutzen Sie sogar  die Möglichkeit und loben den Mitarbeiter oder auch den Chef (ja,  richtig gelesen) – gerne auch öfter. Das soll nicht künstlich wirken,  sondern Sie werden es womöglich selbst wollen, wenn sie sich intensiv  über die guten Seiten Gedanken gemacht haben.</p>
<p><strong>Eigene Wertesysteme entdecken:</strong> Wenn Sie sich über  das Verhalten eines anderen Menschen aufregen, so deutet es darauf hin,  dass Sie selbst dieses Verhalten in sich tragen. Sonst hätten Sie keine  Resonanz, wären also durchlässig. Ihre Energie für den Kampf im Außen  kann also viel sinnvoller für die eigene Selbsterkenntnis und für die  eigene Weiterentwicklung eingesetzt werden.</p>
<p><strong>Zielsetzung und Erreichung:</strong> Jeder Veränderung, jedes  Ziel, das Sie erreichen wollen, benötigt Einsatz und damit Energie.  Nutzen Sie die Chance, sich Ihr Ziel vorzustellen, es zu erleben und in  Gedanken so zu tun, als ob Sie es schon erreicht haben. Erfahren Sie  sich in dem gewünschten Zustand mit der Veränderung. Wenn es ein Ziel  ist, dass Sie wirklich erreichen wollen, wird Ihnen diese Übung sehr  viel Energie verleihen.</p>
<h3>Zusammenfassung</h3>
<p>Alles besteht aus Energie und jede Energie hat eine Schwingung &#8211; so  auch unsere Gedanken und Vorstellungen. Wir erleben unsere Umwelt  entsprechend unserer Gedanken und unseres Fokus. Wir gehen in Resonanz,  d.h. wir ziehen Ereignisse, Menschen und ein Umfeld an, das selbst auf  dieser Schwingung lebt. Auf Grundlage dieser Erkenntnis, können wir nun  durch das Verändern des eigenen Fokus, der Gedanken und Vorstellungen  unser Erleben und so unsere Zukunft verändern.</p>
<p>Achten Sie auf Ihre Gedanken, nehmen Sie sich die Zeit, immer wieder  das Tempo zu verlangsamen und sich zu beobachten. Ohne Bewertung,  einfach nur als Beobachter Ihrer Gefühle, Gedanken und körperlichen  Reaktionen. Entwickeln Sie das Bewusstsein über Ihren eigenen Fokus und &#8211;  das geht nun über die reine Achtsamkeit hinaus: Nutzen Sie die  Gelegenheit,  Ihre eigenen Gedanken und Vorstellungen ganz bewusst für  sich einzusetzen. Aber achten Sie darauf, was und wie Sie es sich  wünschen.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Zeit, Ihr Olaf Karwisch</p>
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		<itunes:subtitle>Viele  Medien und Personen haben dieses Thema als ein sehr altes Geheimnis  („The Secret“) verkauft und sind damit äußerst erfolgreich. Wie kann ein  Wort – die RESONANZ – so viel Aufmerksamkeit bekommen und Menschen so  beschäftigen.</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Viele Medien und Personen haben dieses Thema als Neuigkeit, oder gar Geheimnis (The Secret) verkauft und sind damit äußerst erfolgreich. Wie kann ein Wort - die Resonanz - so viel Aufmerksamkeit bekommen und Menschen so beschäftigen. Genau genommen ist es nicht das Wort, sondern das damit verbundene Versprechen. Denn kurz gesagt verspricht das &quot;Gesetz der Anziehung&quot; - wie es auch genannt wird, die Möglichkeit sein Leben komplett auf den Kopf zu stellen, ins positive zu wenden und alles erleben zu können was man möchten. Sind das nun viel versprechende oder schon eher zu viel versprechende Worte?</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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		<title>Alles Gute hat seinen Preis</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 10:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich das erste Mal diesen Satz hörte, war ich schon etwas verwundert. Was war damit gemeint? Warum soll ich immer einen Preis dafür bezahlen, wenn mir etwas Gutes widerfährt? Schnell wurde mir klar, dass wir sehr wohl einen Preis &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/beruf/alles-gute-hat-seinen-preis/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.karwisch.de/ubungen/alles-gute-hat-seinen-preis/"><img class="alignleft" style="margin-right: 10px;" title="Alles_hat_seinen_preis" src="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/05/Alles_hat_seinen_preis.jpg" alt="" width="147" height="100" /></a>Als  ich das erste Mal diesen Satz hörte, war ich schon etwas verwundert.  Was war damit gemeint? Warum soll ich immer einen Preis dafür bezahlen,  wenn mir etwas Gutes widerfährt? Schnell wurde mir klar, dass wir sehr  wohl einen Preis zahlen … immer!</p>
<p>Lesen Sie selbst: Wenn wir uns etwas wünschen, wenn wir von etwas  träumen und es in Erfüllung gehen lassen, wenn wir uns für etwas  entscheiden, dann zahlen wir hierfür einen Preis. Die Währung ist dabei  sehr unterschiedlich &#8211; nur manchmal sind es Euros. Oft ist es die Zeit  oder auch der Mut, die notwendige Energie, vielleicht aber auch eine  Beziehung und vieles mehr.</p>
<h3>Entscheidungen treffen</h3>
<p>Entscheidungen treffen wir täglich, manche mit großen und andere mit  kleinen  Auswirkungen. Eines können wir aber immer wieder feststellen:</p>
<p>Alles (Gute) hat seinen Preis!</p>
<p>Das Beispiel einer Karriere-Entscheidung: Eine Mitarbeiterin  entscheidet sich dafür, das Angebot der Gruppenleitung in einer  Abteilung anzunehmen. <img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />Wenn Sie diese Entscheidung umsetzt, zahlt sie ganz sicher an einigen Stellen auch den Preis dafür.</p>
<ol>
<li>Sie ist nicht mehr die Kollegin, sondern die      Chefin der Gruppe.  Dieser Sachverhalt kann für viele schwierig sein, da      sie gerne  noch in derselben Form in den Kollegenkreis eingebunden wäre.</li>
<li>Sie entscheidet sich für einen höheren      Zeiteinsatz und die möglichen Konsequenzen auf das Privatleben.</li>
<li>Sie trägt mehr Verantwortung und damit eventuell      auch eine höhere Belastung.</li>
<li>Sie hat weniger Kollegen, mit denen sie ihre      Themen austauschen  kann. Denn leider ist es immer noch häufig so, dass an      der Spitze  die Luft immer dünner wird.</li>
<li>Sie kommt aus dem sozialen Kreis der Kollegen in      die die oftmals vorherrschende Ellenbogen-Mentalität.</li>
<li>In der neuen Position ist mehr Politik als      Sachentscheidungen gefragt.</li>
</ol>
<p>Mit jeder Entscheidung, die wir treffen, entscheiden wir uns für  etwas und verzichten gleichzeitig auf etwas anderes oder geben etwas von  uns dazu. Natürlich, weil wir etwas erwarten, wir uns auf den Schritt  freuen und in diesem Fall vielleicht eine Veränderung suchen.</p>
<p>Ich habe viele Menschen kennengelernt, die wild entschlossen sind,  eine Lebensentscheidung zu treffen. Nach kurzer Zeit stellt sich  allerdings ein flaues Gefühl ein und sie stellen fest, dass der Preis  dafür sehr hoch ist. In ihnen taucht eine Seite auf, die vorab nicht  existiert hat oder auch nicht ausreichend beachtet wurde. Diese Seite  meldet sich nun lautstark oder in ganz leisen Worten. Mit einem  Bauchgefühl, einem Magenschmerz oder Verlustgefühlen.</p>
<p>Nicht selten werden gute und wichtige Entscheidungen wieder  rückgängig gemacht oder erst gar nicht getroffen, weil einem der Preis  plötzlich zu hoch erscheint. Sie sind überrascht und nicht bereit, den  Preis zu bezahlen. Wenn Sie die kritischen Seiten übergehen, landen Sie  häufig – über kurz oder lang – in körperlichen Beschwerden. Diese müssen  dann irgendwann als Meldungen des Körpers und der Seele wahrgenommen  werden und zwingen uns zum Umdenken.</p>
<h3>Preis oder Risiko</h3>
<p>Ich möchte Sie heute darin bestärken, sich mit beiden Seiten der  Medaille zu beschäftigen, wenn Sie eine Entscheidung treffen. Werden Sie  sich bewusst, dass es nicht nur die als „gut“ wahrgenommenen  Veränderungen gibt, sondern eben auch einen Preis, den Sie zahlen.</p>
<p>Menschen, die über Entscheidungen sowieso schon lange nachdenken,  verstehen dies oft als Motivation,  noch mehr nach vorhandenen Risiken  zu forschen. Das meine ich aber nicht. Die Risiken und der Preis für  eine Entscheidung können sich sehr wohl unterscheiden. Die Fragestellung  ist eine andere: Sie fragen sich nicht, was alles schief gehen könnte,  sondern z.B. wenn ich die Entscheidung umsetze, worauf werde ich  verzichten müssen, was wird mir fehlen oder was werde ich geben?</p>
<h3>Sich selbst wahrnehmen</h3>
<p>Es geht also darum, über den den Preis (z.B. den Verlust)  nachzudenken, der mit der Entscheidung verbundenen ist. Sich klar  darüber zu werden, welche Auswirkungen es für Sie als Person hat. Im  “lauten” Alltagsgeschehen sind wir oft nicht in der Lage, diese Aspekte  sofort zu betrachten. Manchmal wollen wir sie auch nicht wahrnehmen,  weil es Anteile in uns sind, die wir sowieso nicht gerne hören.</p>
<p>Hier hilft uns wieder die Achtsamkeit, das „Zur Ruhe kommen“, das  „Auf sich selbst einlassen“ und das „Spüren“, was in einem passiert. Sie  werden feststellen, dass es bereits einen inneren Dialog zu diesen  Themen gibt, den Sie möglicherweise so noch nicht gehört haben. Sie  werden leisen Stimmen plötzlich mehr Gehör schenken, ohne sie sofort zu  verurteilen. Sie werden sich als “ganze” Person wahrnehmen mit all dem,  was sie in diesem Moment sind.</p>
<p>Das ist eine gute Gelegenheit, sich die Frage zu stellen: Wenn ich  mich dafür entscheide, was würde ich vermissen, was würde ich verlieren,  was gebe ich, was ist der Preis?</p>
<p>Seien Sie wachsam, wie sie mit dem Preis umgehen! Oft erlebe ich es  so, dass der Preis sehr hoch ist und dann lieber die Entscheidung nicht  in der Form getroffen wird. Die Verlustängste sind plötzlich viel zu  groß. Das ist nicht das Ziel der Übung.</p>
<h3>Auf die Bedürfnisse achten</h3>
<p>Allerdings geht es darum, zu schauen, wie wir diesen Anteilen in uns  Raum geben. Wie wir auf sie eingehen können, wie wir sie in die  Entscheidung integrieren können. Es muss also nicht sein, dass wir  entweder den Preis zahlen oder die Entscheidung dann besser nicht  treffen.</p>
<p>Ziel ist es, zu erkennen, woraus der Preis besteht und sich über die  dahinter liegenden Bedürfnisse klar zu werden. Für diese Bedürfnisse  gilt es dann Lösungen zu finden, die – wenn Sie die Entscheidung treffen  &#8211; ausreichend für diese Anteile in Ihnen sorgen.</p>
<p>Damit bleibe ich bei meiner Aussage vom Anfang: Alles Gute hat seinen  Preis … UND Sie können versuchen, den Preis abzumildern. Wenn Sie zum  Beispiel durch Ihre Entscheidung weniger Zeit für Ihre Kinder haben,  dann kann es für diesen Preis, den Sie als Verlust empfinden,   ausreichend sein, dass Sie dafür aber zweimal die Woche ganz bewusst  Zeit mit Ihren Kindern verbringen.</p>
<p>Räumen Sie dem Preis, den Sie für Ihre Entscheidungen zahlen, etwas  mehr Platz ein.  Sie haben damit die Gelegenheit, Ihre Entscheidungen  abzurunden und langfristig auf stabile und gesunde Beine zu stellen.  Achten Sie auf Ihre innere Stimme und damit auf Ihre Bedürfnisse. Finden  Sie eine Möglichkeit, diese in die Entscheidungen zu integrieren.</p>
<h3>In Kurzform</h3>
<ol>
<li>Gewinnen Sie bei einer Entscheidung etwas      Abstand mit Hilfe der Achtsamkeit.</li>
<li>Hören Sie Ihren inneren Dialog, lassen sie alles      zu, ohne es zu bewerten.</li>
<li>Welchen Preis würden Sie bezahlen, wenn sie den      Schritt gehen?</li>
<li>Welche Bedürfnisse melden sich dadurch bei      Ihnen?</li>
<li>Gibt es Möglichkeiten, diesen Preis etwas      abzumildern, indem Sie auf die Bedürfnisse eingehen?</li>
</ol>
<p>Weiterhin eine erfolgreiche Zeit, Ihr Olaf Karwisch</p>
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		<itunes:subtitle>Als  ich das erste Mal diesen Satz hörte, war ich schon etwas verwundert.  Was war damit gemeint? Warum soll ich immer einen Preis dafür bezahlen,  wenn mir etwas Gutes widerfährt? Schnell wurde mir klar, dass wir sehr  wohl einen Preis zahlen … immer! </itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Als ich das erste Mal diesen Satz hörte, war ich schon etwas verwundert. Was war damit gemeint? Geht es Ihnen auch so? Warum soll ich immer einen Preis zahlen, wenn mir etwas Gutes widerfährt? Schnell wurde mir aber klar, dass wir sehr wohl einen Preis zahlen ... immer!</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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		<title>&#8220;Müssen&#8221; wir wirklich?</title>
		<link>http://www.karwisch.de/ubung/muessen-wir-wirklich/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 10:06:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Haben Sie auch den Wunsch, Ihr tägliches Leben selbst-bestimmt gestalten zu können, sich nicht von anderen abhängig zu machen und nicht ständig nur auf die Ereignisse um sich herum reagieren zu müssen. Und obwohl wir diesen Wunsch in uns tragen, &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/ubung/muessen-wir-wirklich/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="margin-right: 10px;" title="Selbstverantwortung im Handeln" src="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/05/1010526-1.jpg" alt="" width="150" height="109" />Haben  Sie auch den Wunsch, Ihr tägliches Leben selbst-bestimmt gestalten zu  können, sich nicht von anderen abhängig zu machen und nicht ständig nur  auf die Ereignisse um sich herum reagieren zu müssen. Und obwohl wir  diesen Wunsch in uns tragen, erlauben wir uns sehr häufig, dass der Tag  als fremdbestimmt und als von anderen getrieben erlebt wird. Die anderen  können dabei die Umstände (politische Situation, Krankheit,  unerwartetes Ereignis), der Chef, die Mitarbeiter oder Kollegen, der  Partner oder die Kinder sein. Häufig sehen wir uns den Umständen  ausgeliefert. Wir befinden uns in einer Haltung, in der wir auf diese  Umstände oder Personen reagieren “müssen”. Es bleibt uns ja keine andere  Wahl.</p>
<p>Ich möchte Sie zu einem Selbstversuch einladen. Beobachten Sie die  nächsten 24 Stunden, wie oft Sie oder andere im Gespräch das Wort “muss”  benutzen. Sie werden überrascht sein, wie oft wir andere oder die  Umstände für unser Handeln und damit auch für unsere täglichen  Entscheidungen verantwortlich machen. Immer wieder <img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />scheint es so zu sein, dass uns nichts anderes übrig bleibt, als in der einen oder anderen Form zu reagieren.</p>
<ul>
<li>Ich muss Überstunden machen</li>
<li>Ich muss das Konzept schreiben</li>
<li>Ich muss diesen Termin wahrnehmen</li>
<li>Ich muss freundlich/höflich sein</li>
<li>Ich muss unsere Kinder vom Kindergarten oder der      Schule abholen</li>
<li>Ich muss noch ein Geburtstagsgeschenk kaufen</li>
<li>Ich muss ….</li>
</ul>
<p>Möglicherweise kennen Sie das Sprichwort: “Es gibt nichts, das wir  tun müssen, außer zu sterben”. Ich kann mit diesem Sprichwort nicht sehr  viel anfangen, obwohl es sicherlich gut dazu dient, eine Diskussion  über das “Müssen” zu starten. Fallen Ihnen auch gleich viele Beispiele  ein, bei denen das Sprichwort nicht stimmen kann? Wenn es so einfach  wäre, würden Sie sich sicherlich schon lange einen selbst-bestimmten  gönnen. Es scheint für die meisten unter uns nicht so einfach zu sein.  Wie geht es Ihnen dabei?</p>
<p>Daher möchte ich nun die Übung erweitern: Warum müssen wir etwas tun?  Nutzen Sie doch die Gelegenheit und schreiben für sich einige (3-5)  Sätze auf, bei denen Sie etwas tun müssen und ergänzen Sie diese noch um  die Begründung. Das könnte so aussehen:</p>
<ul>
<li>Ich muss Überstunden machen, weil ich sonst das      Kundenprojekt nicht rechtzeitig abschließen werde</li>
<li>Ich muss das Konzept schreiben, weil das Angebot      morgen beim Kunden erwartet wird</li>
<li>Ich muss diesen Termin wahrnehmen, weil ich es      dem Geschäftspartner schon vor 2 Monaten versprochen habe</li>
<li>Ich muss höflich sein, weil mein Chef das von      mir erwartet</li>
<li>Ich muss meine Kinder abholen, weil sie sonst      allein vor der Schule warten</li>
<li>Ich muss das Geburtstagsgeschenk kaufen, weil      ich morgen auf der Feier eingeladen bin</li>
<li>Ich muss ….</li>
</ul>
<p>Ich bin der Meinung, dass hört sich das alles sehr nach Zwang,  Verpflichtung und auch Widerwillen an? Das sind in dieser Form doch  keine freien Entscheidungen. Sehr oft nutzen wir diese Formulierung,  ohne darüber nachzudenken, weil wir es so gewohnt sind. Allerdings führt  diese Gewohnheit dazu, dass wir uns in diesem Moment nicht so fühlen,  als ob wir freiwillig eine Entscheidung treffen. Für unser Erleben macht  es keinen Unterschied, ob wir das nur aus Gewohnheit so formulieren  oder vielleicht sogar darunter leiden. Prüfen Sie für sich, ob durch  diese Wahrnehmung und Ausdrucksweise ein Gefühl von Kraft, Motivation  und Entscheidungsfreiheit entstehen kann.</p>
<p>Die einfachste Form daran etwas zu ändern, klingt für manche wie  Augenwischerei und ist dennoch sehr hilfreich. Drehen Sie die o.g. Sätze  einfach um und formulieren Sie diese wie folgt:</p>
<ul>
<li>Meine Kinder würden alleine vor der Schule      warten, deshalb hole ich sie rechtzeitig ab</li>
<li>Ich bin morgen auf eine Feier eingeladen,      deshalb kaufe ich noch ein Geburtstagsgeschenk</li>
<li>Der Abgabetermin für das Angebot ist morgen,      deshalb werde ich heute das Konzept schreiben</li>
</ul>
<p>Wie fühlt sich diese Formulierung für Sie an? Erkennen Sie einen  Unterschied? Erzeugen Sie so schon ein anderes Erleben, allein durch  diese kleine Veränderung?</p>
<p>Gehen Sie noch einen Schritt weiter : Finden Sie heraus, warum SIE etwas tun. Dann könnten sich die Sätze so anhören:</p>
<ul>
<li>Ich hole mein Kinder von der Schule, weil es mir      wichtig ist, dass sie nicht allein vor der Schule warten müssen</li>
<li>Ich kaufe noch ein Geburtstagsgeschenk, weil es      mir wichtig ist, dass ich der Person morgen eine Freude machen kann</li>
<li>Ich treffe morgen meinen Geschäftspartner, weil      ich mich schon  seit langem mit ihm verabredet habe und mir Verlässlichkeit      wichtig  ist</li>
<li>Ich werde heute Überstunden machen, weil es mir      wichtig ist, den Projekttermin einzuhalten</li>
</ul>
<p>Was verändert sich nun für Sie? Erkennen Sie hinter Ihrem Handeln die Motivation (das Bedürfnis)?</p>
<p>Ihr Handeln kann aber auch ganz andere Begründungen hervorrufen. Wenn  Sie noch etwas genauer hinsehen, dann könnten auch folgende Argumente  auftauchen:</p>
<ul>
<li>Ich werde heute Überstunden machen, weil es mir      wichtig ist, den Job zu behalten oder die Anerkennung vom Chef zu bekommen</li>
<li>Ich werde das Geschenk kaufen, weil ich nicht      möchte, dass die  Gastgeberin morgen enttäuscht ist oder weil ich es      erwarten würde,  dass mir jemand etwas mitbringt</li>
<li>Ich werde morgen den Geschäftspartner treffen,      weil es mir unangenehm wäre, den Termin so kurzfristig abzusagen</li>
</ul>
<p>Seien Sie ehrlich zu sich! Auch hinter diesen Formulierungen stecken  wichtige Bedürfnisse. Sie können hier sehr schön das Seitenmodell nutzen  und sagen: Einer Seite in Ihnen ist das wichtig. Denn Sie werden  feststellen, dass es unter Umständen mehrere Seiten und damit mehrere  Motive gibt. Manche, hinter denen Sie stehen (z.B. weil es mir wichtig  ist, ihr eine Freude zu machen) und andere, die sie vielleicht erst  einmal nicht so gerne hören (z.B. weil ich Angst habe, den Job zu  verlieren). Aber auch diese sind anerkennenswert, da wir hier von dem  Bedürfnis der Sicherheit und Existenzsicherung ausgehen können.</p>
<p>Manchen Menschen macht es auch Angst, die volle Verantwortung zu  übernehmen. Nicht jeder freut sich darauf, die damit verbundene Freiheit  zu erleben. Es kann wie eine übermenschliche Aufgabe erscheinen. Ist es  da nicht viel einfacher, andere für die Entscheidung verantwortlich zu  machen?  Wenn Sie diese Angst bei sich erkennen, dann gehen Sie kleine  Schritte. Denn die Angst zeigt Ihnen auch, wo eigene Grenzen sind, die  respektiert werden wollen. Aber bleiben Sie dort nicht stehen.</p>
<p>Es gibt eine buddhistische Weisheit: “Es geht häufig nicht darum, was wir tun, viel mehr jedoch, wie wir es tun”.</p>
<p>Entwickeln Sie die Achtsamkeit, zu bemerken, wenn Sie wieder einmal  im “Muss” gelandet sind. Schaffen Sie Sich den notwendigen gedanklichen  Freiraum. Treten Sie einen Schritt zurück und machen Sie die Übung wie  oben beschrieben. Erkennen Sie Ihre eigene Motivation. Danach können Sie  entscheiden, wie es weiter geht. Entweder Sie tun es, weil es Ihnen  wichtig ist oder – und diese Möglichkeit seht Ihnen immer offen – Sie  sagen „Nein“ und verändern etwas. Es ist mir bewusst, dass wir an  manchen Umständen nichts ändern können &#8211; zumindest nicht auf die  Schnelle. Das, was Sie aber ändern können, ist Ihre Sichtweise auf die  Situation. Und das kann schon sehr viel verändern. Denn plötzlich sind  Sie nicht mehr Opfer der Situation, sondern eine frei handelnde Person.</p>
<p>Wenn Sie diese Übung wiederholen, werden Sie erkennen, dass wir uns  immer für etwas entscheiden. Wenn wir nichts verändern, entscheiden wir  uns für das “Nichts verändern”. Wir unterliegen keinem “Muss”, sondern  entscheiden immer wieder aktiv oder passiv. Hinter dieser Sichtweise  liegt sehr viel Kraft … Kraft Ihr Leben selbst-bestimmt zu gestalten,  Gelassenheit und Zufriedenheit zu entwickeln sowie Ihr Umfeld  entspannter zu erleben.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei, Ihre eigene Entscheidungsfreiheit zu schaffen.</p>
<p>Weiterhin eine erfolgreiche Zeit, Ihr Olaf Karwisch</p>
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			<itunes:keywords>Achtsamkeit,Angst,Bedürfnisse,Eigenverantwortung,Entscheidung,Entspannung,Freiheit,Motivation,Muss,Übung,Veränderung,Verantwortung</itunes:keywords>
		<itunes:subtitle>Haben  Sie auch den Wunsch, Ihr tägliches Leben selbst-bestimmt gestalten zu  können, sich nicht von anderen abhängig zu machen und nicht ständig nur  auf die Ereignisse um sich herum reagieren zu müssen. Und obwohl wir  diesen Wunsch in uns tragen,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Haben Sie auch den Wunsch, dass Sie Ihr tägliches Leben selbst-bestimmt gestalten können, sich nicht von anderen abhängig machen und nicht ständig nur auf die Ereignisse um sich herum reagieren müssen. Und obwohl wir diesen Wunsch in uns tragen, erlauben wir uns sehr häufig, dass der Tag als fremdbestimmt und damit als von anderen getrieben erlebt wird. Ich möchte Sie zu einem Selbstversuch einladen.</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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		<title>Verantwortung für die eigenen Gefühle</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 10:09:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geht es Ihnen auch so: Sie erleben ein Gefühl wie Ärger, Wut, Verzweiflung, Ohnmacht, Traurigkeit und sofort gibt es einen Grund, der geradezu auf der Hand liegt, warum dieses Gefühl entsteht. Meistens ist es die Handlung einer anderen Person oder &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/einleitung/verantwortung-fuer-eigene-gefuehle/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geht es Ihnen auch so: Sie erleben ein Gefühl wie Ärger, Wut,  Verzweiflung, Ohnmacht, Traurigkeit und sofort gibt es einen Grund, der  geradezu auf der Hand liegt, warum dieses Gefühl entsteht. Meistens ist  es die Handlung einer anderen Person oder es sind die Umstände, in denen  Sie sich befinden und wenn alles nichts hilft, dann ist es auch mal das  Wetter. Sie wissen sofort, wer oder was Schuld ist, wenn es Ihnen  schlecht geht und können mit dem Finger auf jemanden oder auch etwas  zeigen. Kennen Sie das nicht auch aus Ihrem täglichen Leben?</p>
<p>In den letzten Artikeln habe ich immer wieder angedeutet, dass diese  Sicht nicht ganz der Realität entspricht. Eine von uns jedoch häufig  genutzte, vereinfachte Sichtweise, die nur wenig mit dem zu tun hat, was  wirklich in uns passiert.</p>
<p>Eine kleine Beispiel-Situation: Sie kommen nach Hause und hören schon  von weitem wie Ihre Kinder laut im Wohnzimmer spielen. Sie sehen, wie  die Spielzeuge überall herumliegen und gerade, als Sie durch die Tür  hineintreten, <img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />kommt Ihnen ein Ball entgegen und trifft Sie am Kopf.</p>
<p>Wie ergeht es Ihnen, wenn Sie diese Zeilen lesen? Welche Gefühle  kommen jetzt in Ihnen auf? Glauben Sie, dass Sie auf diese Situation  immer gleich reagieren? Nein, wohl eher nicht.  Unsere Reaktion ist  abhängig davon, wie wir uns fühlen: Ob der Arbeitsalltag stressig war,  uns die Autofahrer auf dem Weg nach Hause schon genervt haben oder ob  wir heute ein tolles Erfolgserlebnis hatten und voller Zufriedenheit und  glücklich zu Hause ankommen. Klar ist es nicht schön, wenn uns der Ball  am Kopf trifft, aber wie würden Sie heute darauf reagieren?</p>
<p>Um den Vorgang besser zu verstehen, können wir zwei Aspekte voneinander trennen:</p>
<ol>
<li>Der Auslöser</li>
<li>Ihre Reaktion, d.h. die Gefühle, die bei Ihnen      entstehen</li>
</ol>
<p>Der Auslöser ist jede Art von Handlung oder Situation, mit der Sie  konfrontiert werden. Beides wirkt auf Sie ein und veranlasst Sie nun zum  zweiten Schritt – einer Reaktion. Die erste Reaktion ist, Sie geben der  Handlung eine gewisse Bedeutung. Diese Bedeutung kann sehr vielfältig  sein, wie wir am o.g. Beispiel gesehen haben. Wir sind hier unglaublich  individuell und haben die Gabe, ein und derselben Handlung eine sehr  unterschiedliche Bedeutung zu schenken. Sehen wir den Ball am Kopf  vielleicht als eine etwas misslungene, aber gut gemeinte Einladung zum  Spielen und lachen die Kinder an oder schimpfen wir mit ihnen und  schicken Sie auf Ihre Zimmer. Würden wir in gleicher Weise reagieren,  wenn der Ball nicht von Ihren Kindern, sondern von einem Freund oder dem  Partner oder sogar – nur als Gedankenspiel – von Ihrem Chef geworfen  wird? Sehen Sie, dass es sehr wohl möglich ist, auf ein und denselben  Auslöser unterschiedlich zu reagieren?</p>
<p>Lassen Sie uns beim Beispiel bleiben: Keine der beiden Reaktionen  gegenüber den Kindern möchte ich als gut oder schlecht darstellen. Ich  möchte Sie sensibilisieren, dass Sie Ihren Handlungsspielraum erkennen  und so auch für Ihre eigene Reaktion die Verantwortung übernehmen. Eine  Aussage wie: “Die Kinder machen mich richtig wütend” wäre dann genau das  Gegenteil davon. In diesem Fall würden Sie die Verantwortung für Ihre  Reaktion auf Ihre Kinder abwälzen. Denn es ist und bleibt Ihre eigene  Bewertung der Situation und Ihre eigene Reaktion auf den Auslöser. Aber  was wäre dann die Würdigung der eigenen Verantwortung von Gefühlen?</p>
<p>Wenn Sie sich entscheiden, ärgerlich zu reagieren, was würden Sie  dann benötigen? Möglicherweise etwas Ruhe? Zeit für sich zum Abschalten?  Anerkennung für einen stressigen Arbeitsalltag? Wenn Sie sich dazu  entscheiden, mit den Kindern zu spielen, was wäre es dann? Etwas Spaß  und Vergnügen? Gemeinsame Zeit und Austausch? Ausgelassenheit?</p>
<p>Sie sehen, das sind durchweg alles anerkennenswerte Motive. Und es  ist wichtig, dass Sie diesen Motiven – ich würde Sie auch gerne  Bedürfnisse nennen &#8211; den Raum geben, den sie benötigen. Nur bleibt aber  die Frage wie? Das wird dann wohl das Thema für einen weiteren Artikel.</p>
<p>Da wir uns hier mit dem Thema der Achtsamkeit beschäftigen, möchte  ich Sie erst einmal motivieren,  wachsam zu werden. Sich ein Bewusstsein  anzueignen, für das was gerade in Ihnen vorgeht. Welche Gefühle  entstehen und warum. Nicht um diese zu verändern, sondern um diese zu  erkennen und bewusster darauf reagieren zu können.</p>
<p>Bitte meinen Sie nicht, Sie müssten ab sofort in jeder Situation alle  entstehenden Gefühle und die dahinter liegenden Motive oder Bedürfnisse  erkennen. Wenn  Ihr Gegenüber nur einen Impuls sendet, auf den Sie  reagieren, haben Sie schon den ersten und wichtigsten Schritt gemacht.  Nehmen Sie sich die Zeit.</p>
<p>Um Missverständnisse zu vermeiden: Auch der Handelnde hat eine  Verantwortung. Er kann zwar auf der einen Seite nur wenig oder überhaupt  nichts über Ihre mögliche Reaktion wissen. Anderseits kann er sehr wohl  die Wahrscheinlichkeit für die eine oder andere Reaktion erhöhen oder  senken: durch Vorwissen, Erfahrung und durch das Überschreiten oder  Einhalten gewisser gesellschaftlicher Normen. Aber er kann sich wirklich  nie sicher sein, wie sie schlussendlich reagieren werden.</p>
<p>Und nun noch eine kleine Eselsbrücke: Wenn Sie das nächste Mal mit  dem Finger auf jemanden zeigen, den Sie für Ihre Gefühle oder Ihren  Gemütszustand verantwortlich machen, dann schauen Sie mal genau auf Ihre  Hand, die Sie gerade ausstrecken. Versuchen Sie es jetzt einmal, zeigen  Sie mit dem Finger auf etwas. Was sehen Sie?</p>
<p>Sie werden feststellen, dass ein Finger in die Richtung zeigt, worauf  Sie deuten. Allerdings zeigen drei Finger nach hinten, direkt auf Sie.</p>
<p>Möglicherweise hilft Ihnen diese Metapher, um sich an diese Worte zu erinnern … wenn Sie das überhaupt wollen.</p>
<p>Weiterhin eine achtsame Zeit, Ihr Olaf Karwisch</p>
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		<itunes:summary>Geht es Ihnen auch so: Sie erleben ein Gefühl wie Ärger, Wut, Verzweiflung, Ohnmacht, Traurigkeit und sofort gibt es einen Grund, der geradezu auf der Hand liegt, warum dieses Gefühl entsteht. Meistens ist es die Handlung einer anderen Person, oder es sind die Umstände, in denen Sie sich befinden und wenn alles nichts hilft, dann ist es auch mal das Wetter. Sie wissen sofort wer oder was Schuld ist, wenn es Ihnen schlecht geht und können meist mit dem Finger auf jemanden oder auch etwas zeigen. Kennen Sie das nicht auch aus Ihrem täglichen Leben?</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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		<title>Gefühle zulassen</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 10:13:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wahrnehmung der eigenen Gefühle ist in der Achtsamkeit von zentraler Bedeutung. Keiner von uns kann sich wohl ein Leben ohne unsere eigenen Gefühle vorstellen, auch wenn wir nicht alle Gefühle willkommen heißen und diese meist auch noch mit “schlechten” &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/ubung/meine-gefuehle/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/05/IMO_3037-13.jpg"><img class="alignleft" style="margin-right: 10px;" title="Gefühle zulassen" src="http://www.karwisch.de/wp-content/uploads/2010/05/IMO_3037-13.jpg" alt="Gefühle zulassen - achtsamkeit-erleben.de" width="150" height="105" /></a>Die  Wahrnehmung der eigenen Gefühle ist in der Achtsamkeit von zentraler  Bedeutung. Keiner von uns kann sich wohl ein Leben ohne unsere eigenen  Gefühle vorstellen, auch wenn wir nicht alle Gefühle willkommen heißen  und diese meist auch noch mit “schlechten” Gefühlen betiteln. Zum  Überleben sind unsere Gefühle so wichtig wie – und ich habe noch kein  besseres Beispiel gefunden – das Cockpit für einen Piloten, der sein  Flugzeug sicher zum  Ziel steuert.</p>
<p>Was meine ich damit: Bleiben wir für einen Moment im Cockpit des Piloten<img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /> &#8211; oder noch einfacher &#8211;  Ihres Autos. Solang alle Leuchten aus sind,  fahren wir und sehen diesen Zustand i.d.R. als selbstverständlich an.  Die regelmäßige Wartung sorgt dafür, dass das auch meist so bleibt. Wenn  dann doch eine Signalleuchte ein Problem signalisiert, reagieren wir  sofort und steuern die nächste Werkstatt an. Oder  wir lesen zumindest  die Gebrauchsanleitung, um festzustellen, was gerade das Problem sein  könnte und wie wir damit umgehen müssen. Jeden Kilometer, den wir mit  der Gefahrenmeldung noch auf der Straße fahren, verunsichert uns und wir  wollen das Problem so schnell wie möglich gelöst wissen.</p>
<p>Sie können unsere Gefühle auch als Signalgeber verstehen, die uns  wissen lassen, ob alles rund läuft. Bei sogenannten “guten” Gefühlen  fällt uns das leicht. Sie werden von uns oft schweigend hingenommen.  Regelmäßige Wartung für unsere Gefühle – was ist das? Und wehe es  leuchtet eine Warnlampe, wir fühlen uns nicht gut, d.h. ein sogenanntes  “schlechtes Gefühl” taucht auf. Dann reagieren wir schnell, wollen uns  dessen entledigen, suchen einen Schuldigen in der Außenwelt oder in uns  selbst, in dem wir uns selbst beschimpfen. Und wie Sie sicherlich ahnen,  weder das Suchen nach einem Schuldigen noch das einfache Wegwischen des  Gefühls hilft uns: im Gegenteil, im schlechtesten Fall verstärkt sich  die Intensität dieses Gefühls.</p>
<p>Ich möchte Sie für eine andere Sichtweise sensibilisieren, einer  Sichtweise, die nicht von guten oder schlechten Gefühlen spricht,  sondern von anerkennenswerten Reaktionen unseres Körpers, der uns mit  den Gefühlen aufzeigt, ob etwas für uns in Ordnung ist oder eben nicht.  Jedes Gefühl hat seine Bedeutung und diese Bedeutung geben wir ihm  selbst. Denn ursprünglich ist es ein Gefühl mit einer gewissen  Körperreaktion aus Sicht der Achtsamkeit “nur” eine Wahrnehmung. Erst  durch unsere Bilder und Gedanken – die wiederum sehr stark von unserer  Erziehung und Erfahrung in der Vergangenheit geprägt sind – geben wir  dieser Körperreaktion eine Bedeutung: wünschenswert – nicht  wünschenswert, gut – schlecht. In der Achtsamkeit lernen wir, das Gefühl  und die Körperreaktion zu spüren, ohne sie gleich mit einer Bedeutung  zu versehen.</p>
<p>Darüber hinaus möchte ich Sie einladen, insbesondere wenn Sie Gefühle  verspüren, die Sie als negativ empfinden, zu prüfen, welche Bedürfnisse  sich dahinter verbergen, die nicht erfüllt sind. Das kann zu Beginn  sehr schwer sein und kann möglicherweise erst im Nachgang betrachtet  werden, wenn das Gefühl etwas nachgelassen hat.</p>
<p>Vielleicht helfen Ihnen folgende Schritte: Begrüßen Sie das Gefühl  und seien sie dankbar, dass es sich gemeldet und Sie auf den Missstand  aufmerksam gemacht hat. Fragen Sie das Gefühl (ja, sie lesen richtig),  was es denn gebraucht hätte? Und bitte nicht, was der andere hätte tun  sollen, sondern was das Gefühl benötigt.</p>
<p>Meistens sind wir mit unseren Gefühlen so verbunden, dass wir auch  mit unserem ganzen Körper das Gefühl ausleben. Wenn wir aber mit dem  Gefühl reden, als ob es ein Teil von uns ist, geben wir uns gleichzeitig  die Chance zur folgenden Betrachtungsweise: Ein Teil von mir ist  wütend, sauer, ärgerlich, … ich selbst kann aber noch mit all meinen  Fähigkeiten darauf reagieren und die richtigen Entscheidungen treffen.</p>
<p>In diesem Moment sind wir nicht mehr so sehr mit unserem Gefühl verbunden und der Handlungsspielraum kann sich erweitern.</p>
<p>Versuchen Sie es selbst, wenn das nächste Mal ein sogenanntes  “unerwünschtes” Gefühl in Ihnen entsteht. Betrachten Sie es als einen  Teil von sich, nehmen Sie es einfach nur wahr und betrachten Sie z.B.  Ihre Körperreaktion: Was macht das Gefühl mit Ihnen? Gehen Sie in einen  empathischen, wohlwollenden Dialog mit dem Gefühl und betrachten Sie was  sich verändert. Sie werden sehen, dass allein schon der Dialog  hilfreich sein kann. Was benötigt das Gefühl? Was kann Ihnen helfen?</p>
<p>Viel Erfolg wünsche Ich Ihnen und weiterhin ein erfolgreiche Zeit.</p>
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		<itunes:subtitle>Die  Wahrnehmung der eigenen Gefühle ist in der Achtsamkeit von zentraler  Bedeutung. Keiner von uns kann sich wohl ein Leben ohne unsere eigenen  Gefühle vorstellen, auch wenn wir nicht alle Gefühle willkommen heißen  und diese meist auch noch mit “sc...</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Die Wahrnehmung der eigenen Gefühle ist in der Achtsamkeit von zentraler Bedeutung. Keiner von uns kann sich wohl ein Leben ohne unsere eigenen Gefühle vorstellen, auch wenn wir nicht alle Gefühle willkommen heißen und diese meist auch noch mit &quot;schlechten&quot; Gefühlen betiteln.</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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		<title>Du bist, wie Du bist</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 10:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute betrachte ich den zweiten Teil von der Aussage von: “Ich bin, wie ich bin“ und „Du bist, wie Du bist“. Gerade die Aussage “Du bist, wie Du bist” kann uns dazu einladen, unser Verhalten in Beziehungen bewusst wahrzunehmen und &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/einleitung/du-bist-wie-du-bist/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute betrachte ich den zweiten Teil von der Aussage von: “Ich bin, wie ich bin“ und „Du bist, wie Du bist“.</p>
<p>Gerade die Aussage “Du bist, wie Du bist” kann uns dazu einladen,  unser Verhalten in Beziehungen bewusst wahrzunehmen und zu prüfen. Vor  allem unsere Ziele und Wünsche, ob sie für eine “gesunde”  Beziehungsgestaltung förderlich sind.</p>
<p>Kennen Sie Situationen, in denen Sie das Verhalten von einer anderen  Person (z.B. Chef, Kollege, Partner, Kinder, Freund, Freundin) ablehnen,  es Ihnen einfach nicht gefällt. In denen Sie sich ein Verhalten  wünschen, das mehr auf Ihre Bedürfnisse eingeht? So zum Beispiel: der  Chef sollte ihre Leistungen anerkennen; der Partner sollte mehr im  Haushalt helfen, aufmerksamer sein und mehr Zeit mit der Familie  verbringen; die Kinder sollen ruhiger oder auch lebendiger sein, sollen  konzentrierter ihre Hausaufgaben machen; der Freund sollte doch endlich  pünktlich zu Treffen erscheinen, usw.</p>
<p>Manchmal sind uns diese Punkte in einer Beziehung gar nicht mehr bewusst<img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /> und wir haben vielleicht resigniert, weil Versuche unser Gegenüber zu  verändern in der Vergangenheit gescheitert sind. Oder Sie haben erst gar  nicht die “richtige” Möglichkeit gefunden, diese Punkte anzusprechen  und der Ärger über das Verhalten stapelt sich bei Ihnen geradezu.</p>
<p>Dann reichen oft schon kleine Gesten oder sogar nur das Bild der  Person oder ein Gedanke &#8211; wie z.B. eine Erinnerung oder nur die  Zukunftsfantasie &#8211; um diese Aspekte wie den Frust und Ärger wach zu  rufen.</p>
<ul>
<li>Wie viel Energie haben Sie schon dafür eingesetzt,      eine andere Person zu verändern?</li>
<li>Wie oft begleitet Sie Ärger und Frust über das      Verhalten einer anderen Person?</li>
<li>Warum ist das so? Warum entstehen diese Gefühle?</li>
</ul>
<p>Auf der einen Seite ist es mehr als verständlich, dass Sie Ihr Umfeld  so verändern wollen, dass es am besten zu Ihrer Vorstellung passt.  Verspricht die Beziehung dadurch nicht einfacher und leichter zu werden?</p>
<p>Bezüglich Ihrer Gefühle ist es wichtig, zu verstehen, dass bei Ihnen  aufkommende Gefühle durch die Handlungen des Gegenübers “ausgelöst” aber  nie verursacht werden. Die andere Person kann nicht für Ihre Gefühle  verantwortlich gemacht werden. Gefühle entstehen in uns, durch unsere  eigenen Gedanken und Bilder, die auch durch unsere ureigene Erfahrungen  und unsere Vergangenheit geprägt sind. Auf diesen Aspekt werde ich in  einem anderen Artikel noch näher eingehen.</p>
<p>Es bleibt nun aber die Frage, können wir einen anderen Menschen überhaupt verändern?</p>
<p>Zusammengefasst lässt sich nur eines sagen: Wenn Sie das Verhalten  einer anderen Person verändern wollen, dann ist das von Beginn an zum  Scheitern verurteilt und damit sehr schnell mit Gefühlen wie z.B.  Machtlosigkeit und Versagen, Wut und Ärger verbunden. Sie haben das  Gefühl nicht durchzukommen, den anderen mit Ihren Wünschen nicht zu  erreichen. Es bleibt uns nur eines zu erkennen:</p>
<p>Keiner lässt sich ändern, wenn er es selbst nicht wünscht oder zulässt.</p>
<p>Das einfache Ergebnis ist: “Er ist, wie er ist” oder “Du bist, wie Du bist”.</p>
<p>Natürlich können wir Hierarchien ausnutzen, z.B. der Chef sagt wo es  lang geht und wir folgen. Es ist aber ein Trugschluss, zu glauben, dass  Menschen unter diesen Bedingungen frei und motiviert arbeiten oder das  Interesse entwickeln, sich zu verändern. Das Ausnutzen von Hierarchien  kann nur kurzfristig zu Erfolgen führen und es wäre sicherlich zu  prüfen, wer den Erfolg definiert.</p>
<p>Es gibt jedoch auch eine weitere Form wie Sie auf die Bitte Ihres  Chefs reagieren können: Und zwar, wenn Sie aus eigenem Antrieb tätig  werden. Dann haben Sie die Aufforderung des Chefs als Einladung und  Bitte verstanden und wünschen die Erreichung des Ziels oder der  Veränderung selbst. Das ist eine völlig andere Situation. Denn nun  handeln Sie aus eigener Motivation. Welche Art von Motivation Sie zum  Handeln bewegt, kann sehr verschieden sein.</p>
<p>Wenn nun aber die ersten Gesprächsversuche des Chefs nicht fruchten,  der Mitarbeiter sich nicht „bessert“, wird eventuell eine Schulung als  weitere Maßnahme geplant oder er erhält ein Coaching und für das Team  wird eine Team-Entwicklung organisiert. Der Chef versucht also durch  verschiedene Maßnahmen, sein Ziel und damit das veränderte Verhalten des  Mitarbeiters zu erreichen. Möglicherweise kennen Sie aus Ihrer  Berufserfahrung die damit verbundene stetige Zunahme von Frust und Ärger  auf beiden Seiten.</p>
<p>Wie geht es Ihnen, wenn Sie von Ihrem Chef, nennen wir es einmal  „Angebote“ zur Veränderung Ihres Verhaltens oder des Arbeitsstils bzw.  der Effizienz bekommen? Sehen Sie das Angebot als Chance für eine  persönliche Entwicklung oder entsteht in Ihnen eher der Widerstand,  Sätze wie: „Ich will mich aber nicht verändern“, “Er hat doch keine  Ahnung”, “Immer wieder dasselbe”. Und das, weil sie sich selbst nicht  verstanden fühlen und keinen Sinn in dieser Veränderung erkennen können.</p>
<p>Beides sind Reaktionen, die anzuerkennen sind, denn im ersten Fall  haben Sie die Einladung, die Ihr Chef ausgesprochen hat, angenommen und  im anderen Fall dankend abgelehnt. Der Chef hat also nicht wirklich  Einfluss auf Ihre Reaktion, noch kann er diese mit absoluter Sicherheit  voraussehen. Sie sind autonom in Ihren Entscheidungen und Handlungen.</p>
<p>Die Veränderung kommt also nur dann Zustande, wenn Sie diese erlauben  – Sie es sich selbst wünschen und die notwendigen Entscheidungen dafür  treffen (bewusst oder unbewusst).</p>
<p>Hier gibt es auch viele Beispiele aus dem privaten Umfeld, in denen  wir alle möglichen Anstrengungen unternehmen, um unser Gegenüber doch  endlich zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen.</p>
<p>Warum also nicht einen Ansatz wählen, der das Gegenüber mit seinen  eigenen, für ihn individuellen Kompetenzen und Fähigkeiten respektiert.  Das bedeutet ganz sicher nicht, dass Sie alles gut heißen und  akzeptieren müssen, was der andere in einer Beziehung tut und wie er  sich verhält. Hilfreich ist aber das Verständnis, dass Sie immer nur  Ihre eigenen Grenzen aufzeigen können. Was ist für Sie in Ordnung und  was nicht. Und hierzu gehört auch, dass Sie sich im Bedarfsfall vor den  Grenzüberschreitungen einer anderen Person schützen.</p>
<p>Folgende Gedanken sind hilfreich, wenn es darum geht, Ihr Gegenüber zu einem anderen Verhalten zu animieren:</p>
<ul>
<li>Was wäre für Sie wichtig und hilfreich?</li>
<li>Was benötigen Sie?</li>
<li>Wo liegen Ihre Grenzen?</li>
</ul>
<p>Sprechen Sie über sich und nicht über die andere Person. Teilen Sie  der anderen Person mit, was Ihnen wichtig ist. Darüber hinaus können Sie  eine Bitte aussprechen, die dem anderen aufzeigt, wie er besser auf Sie  eingehen kann. Sie laden ihn zu einem bestimmten Verhalten oder einer  Reaktion ein.</p>
<p>Und genau hier enden dann Ihre eigenen Möglichkeiten.</p>
<p>Verstehen Sie nun den Eingangs erwähnten Hinweis, dass der Versuch,  eine andere Person verändern zu wollen, zum Scheitern verurteilt ist?  Denn wenn wir uns dieses Ziel wirklich setzen und es gleichzeitig aber  nicht möglich ist, wie können wir dann mit diesem Ziel wirklich  erfolgreich sein? Am Ende ernten Sie nur Gefühle, die sie in der Regel  sogar noch als negativ bewerten …Machtlosigkeit und Ärger, Wut und  Frustration.</p>
<p>Somit also auch nicht wirklich hilfreiche Gefühle für eine respektvolle Beziehung.</p>
<p>Meine Einladung zum Abschluss wäre: Achten Sie auf ihre eigenen  Reaktionen (Gefühle, Stimmen, Meinungen, Körperreaktionen), wenn Sie  Zeit in einer Beziehung verbringen.</p>
<p>Achtsamkeit zu entwickeln, bedeutet hier immer wieder, sich das  Bewusstsein zu schaffen, für das was ist. Wieder ganz wach zu werden für  die eigenen Bedürfnisse und auch zu erkennen, wo diese nicht geachtet  werden.  Am besten erreichen Sie das, indem Sie immer wieder kurz Ihren  Atem beobachten. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit für 2-3 Atemzüge auf  die Bauchdecke und Ihre Atemgefühle. Sie werden sehr bald erkennen, wie  sehr dieses Vorgehen Sie dabei unterstützt, sich selbst bewusster zu  werden. Es braucht wirklich nicht sehr viel, nur diese kurzen Momente.</p>
<p>Anstelle das Verhalten des anderen verändern zu wollen, ist es  hilfreicher, im Dialog gemeinsame Wege zu suchen. Sprechen Sie über sich  und Ihre Anliegen und weniger über das, was der andere falsch macht.  Aber seien Sie sich bewusst darüber, auch dieses Vorgehen wird nicht  immer erfolgreich sein.</p>
<p>Entscheiden Sie dann aber auch wieder aktiv, wie Sie damit umgehen wollen ohne die Schuld dafür beim Gegenüber zu suchen.</p>
<p>Denn mit jeder Entscheidung respektieren Sie dann Ihre ganz  individuellen Bedürfnisse und übernehmen Verantwortung für Ihr eigenes  Leben.</p>
<p>Nochmals zum Nachlesen: Teil 1 von &#8220;<a title="Ich bin, wie ich bin. Du  bist, wie Du bist." href="../einleitung/ich-bin-wie-ich-bin-du-bist-wie-du-bist-teil-1" target="_self">Ich bin, wie ich bin &#8211; Du bist, wie Du bist</a>&#8220;</p>
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		<itunes:subtitle>Heute betrachte ich den zweiten Teil von der Aussage von: “Ich bin, wie ich bin“ und „Du bist, wie Du bist“. - Gerade die Aussage “Du bist, wie Du bist” kann uns dazu einladen,  unser Verhalten in Beziehungen bewusst wahrzunehmen und zu prüfen.</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>&quot;Du bist, wie Du bist&quot; kann uns dazu einladen unser Verhalten in Beziehungen - und in diesem Artikel vor allem, unsere Ziele und Wünsche bezogen auf Ihren Gegenüber bewusst wahrzunehmen und zu prüfen, ob sie für eine &quot;gesunde&quot; Beziehungsgestaltung förderlich sind.</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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		<title>Ich bin, wie ich bin &#8211; Du bist, wie Du bist</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 10:18:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach dem letzten Artikel und den zahlreichen Rückmeldungen habe ich mich dazu entschieden, auch meinen Ansatz zum zweiten Aspekt von Jorge Bucay aus seinem Buch “Geschichten zum Nachdenken” zu beschreiben. Seine Worte sind: “Ich bin, wie ich bin und Du &#8230; <a href="http://www.karwisch.de/einleitung/ich-bin-wie-ich-bin-du-bist-wie-du-bist/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem letzten Artikel und den zahlreichen Rückmeldungen habe ich  mich dazu entschieden, auch meinen Ansatz zum zweiten Aspekt von Jorge  Bucay aus seinem Buch “<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3250600962?ie=UTF8&amp;tag=imbi-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3250600962" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/3250600962?ie=UTF8_amp_tag=imbi-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=3250600962&amp;referer=');">Geschichten zum Nachdenken</a>” zu beschreiben. Seine Worte sind: “Ich bin, wie ich bin und Du bist, wie Du bist”.</p>
<p>Ich starte heute mit dem ersten Teil: “Ich bin, wie ich bin”.</p>
<p>Wenn Sie diesen Satz auf sich wirken lassen, was löst er bei Ihnen  aus? Geben Sie sich einen Moment Zeit und spüren Sie nach. Was sind die  Bilder, Gedanken und Gefühle die aufkommen, wenn Sie den Satz zu sich  sagen: „Ich bin, wie ich bin“. Können Sie diesen Satz so akzeptieren?</p>
<p>Bei den meisten Menschen – vielleicht auch bei Ihnen – regt sich sofort ein “Ja, aber!”. Nur wenige können <img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />sich wirklich so akzeptieren wie sie sind. Einmal mehr, einmal weniger – aber sich vollständig akzeptieren wie Sie sind?</p>
<p>Typische Sätze, die auftauchen, könnten sein:</p>
<ul>
<li>Bewerten Sie sich: Ich bin faul, unsicher,      egoistisch, hässlich.</li>
<li>Vergleichen Sie sich: Ich bin zu ruhig, zu laut,      zu leise, zu  offen, zu verschlossen, zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn,      zu  extrovertiert, zu introvertiert.</li>
<li>Negieren Sie positive Eigenschaften: Ich bin      nicht kreativ,  nicht begabt, nicht hübsch, nicht fähig, etwas Bestimmtes      zu  leisten.</li>
<li>Oder folgen Sie Ihrer Sehnsucht: Ich wäre viel      lieber wie der  oder die, ich hätte lieber diese oder jene Eigenschaft oder      hätte  ich doch mehr von ihm oder ihr.</li>
</ul>
<p>Sicherlich fallen Ihnen selbst auch noch weitere Sätze ein, die Sie  von sich selbst oder Ihrem Umfeld kennen. Was aber passiert, wenn wir so  über uns denken, wenn wir uns immer wieder so in Frage stellen,  abwerten und auch ablehnen?</p>
<p>Lassen Sie mich die Frage einmal anders stellen: Wie würden Sie mit  einem Freund umgehen, über den Sie so denken? Würden Sie diesen Menschen  als Freund schätzen? Würden Sie gerne mit ihm Zeit verbringen wollen?  Würden Sie sich in seiner Gegenwart wohl fühlen oder eher unruhig werden  und möglicherweise den Kontakt ganz vermeiden?</p>
<p>Es scheint also hilfreich zu sein, festzustellen, in welchen  Bereichen wir uns typischerweise selbst ablehnen, wo wir sehnsüchtig auf  andere Menschen schauen oder uns schlichtweg vergleichen und  vermeintlich schlechter dabei fahren.</p>
<p>Unterstützend kann es sein, dass Sie einmal betrachten, welche  Eigenheiten und Handlungen Sie bei anderen Personen ablehnen. Was  bedeuten diese Eigenschaften in Ihrem eigenen Erleben? Könnte es sein,  dass Sie diese Eigenschaften auch für sich selbst ablehnen?</p>
<p>Die Achtsamkeit hilft uns dabei, immer mehr dieser inneren Abläufe  bewusst wahrzunehmen, sich ihrer klar zu werden und sie aus der  Perspektive eines Beobachters zu betrachten. Das Zur-Ruhe-Kommen, der  Fokus auf die eigene Wahrnehmung erlaubt einem die Aufmerksamkeit auf  diese Details, die sonst unbewusst ablaufen und sich nur zu gerne  verselbständigen.</p>
<p>Wenn Sie diese inneren Prozesse bei sich erkennen, dann gibt es  sicherlich die Möglichkeit, diese zu verurteilen und abzulehnen. Setzten  wir aber voraus, dass Sie sich nicht noch tiefer in die Selbstabwertung  begeben wollen, dann glaube ich persönlich, dass Sie respektvoller mit  Ihrem Erlebten und sich selbst umgehen, wenn Sie einfach nur bemerken,  dass Sie diese inneren Sätze gerade erleben.</p>
<p>Treten Sie innerlich einen Schritt zurück und beobachten Sie, was  dieser Satz mit Ihnen macht, was er bei Ihnen bewirkt, welche Gefühle  aufkommen und wie Sie körperlich reagieren?</p>
<p>In der Achtsamkeit würden wir an dieser Stelle anhalten und als  Beobachter uns selbst betrachten. Und für die ersten Schritte reicht das  auch völlig aus.</p>
<p>Wenn Sie Lust haben, möchte ich Sie dennoch dazu einladen, noch einen  Schritt weiter zu gehen und die Bedürfnisse zu erkennen, die sich  hinter diesem Gefühl verbergen. Diese sind außerordentlich wichtig und  lassen uns unser eigenes Handeln und die inneren Prozesse oft viel  besser verstehen. Fragen Sie sich: Wozu ist dieses Verhalten oder diese  Eigenschaft gut? Wobei hilft es mir? Was würde wegfallen, wenn es/sie  nicht mehr da wäre?</p>
<p>Der liebevolle Umgang mit sich selbst und das Vorgehen;  das hört  sich in diesen wenigen Sätzen einfach an und ist für die meisten unter  uns sicherlich weitaus schwieriger. Denn wenn es so einfach wäre, dann  hätten Sie es sicherlich schon längst getan.</p>
<p>Zu lernen, liebevoll mit sich und auch seinen eigenen, bis heute noch  als Einschränkungen wahrgenommenen, Eigenschaften umzugehen, ist jedoch  mehr als nur die Möglichkeit, mehr Lebensfreude und Zufriedenheit zu  entwickeln.</p>
<p>Denn, Aufmerksamkeit ist Energie. Diese wird dort hinfliesen, wohin  Sie Ihre Aufmerksamkeit ausrichten. Wenn Sie sich selbst liebevoll und  in Achtsamkeit wahrnehmen, fließt immer weniger Energie in die innere  Selbstabwertung.</p>
<p>Ich möchte Sie dazu einladen, immer wacher zu werden – Schritt für  Schritt. Bleiben Sie geduldig, wenn es nicht gleich so klappt, wie Sie  es sich wünschen.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen eine achtsame Zeit, Ihr Olaf Karwisch</p>
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		<itunes:subtitle>Nach dem letzten Artikel und den zahlreichen Rückmeldungen habe ich  mich dazu entschieden, auch meinen Ansatz zum zweiten Aspekt von Jorge  Bucay aus seinem Buch “Geschichten zum Nachdenken” zu beschreiben. Seine Worte sind: “Ich bin,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>&quot;Ich bin, wie ich bin&quot; - Können Sie diesen Satz so akzeptieren? Bei den meisten Menschen - vielleicht auch bei Ihnen - regt sich sofort ein - &quot;Ja, aber!&quot; Nur wenige können sich wirklich so akzeptieren wie sie sind. Einmal mehr, einmal weniger - aber sich vollständig akzeptieren wie Sie sind? Was aber passiert, wenn wir so über uns denken, wenn wir uns immer wieder so in Frage stellen, möglicherweise sogar abwerten und auch ablehnen?</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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		<title>Es ist, wie es ist</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 10:21:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Karwisch</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es klingt so einfach und ist doch eine große Herausforderung. Ein  kleiner Satz – gerade mal 5 Worte. Jorge Bucay spricht in seinem Buch “<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3250600962?ie=UTF8&amp;tag=imbi-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3250600962" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/3250600962?ie=UTF8_amp_tag=imbi-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=3250600962&amp;referer=');">Geschichten zum Nachdenken</a>”  von drei Grundweisheiten. Als erste nennt er: “Was ist, das ist”.  Worte, die uns bekannt sind, wenn wir uns mit dem Thema der Achtsamkeit  beschäftigen.</p>
<p>Den Moment, das Jetzt zu akzeptieren, wie es ist. Zu verstehen und  anzuerkennen, dass wir diesen Moment oder was dazu geführt hat, nicht  mehr verändern können. Wenn es uns gut geht, wir Spaß haben, wir etwas  Freudiges erleben, fällt uns das meist leichter.</p>
<p>Für den einen könnte es der ruhige Abend auf dem Sofa, für einen  anderen das Joggen am Morgen sein. Für mich ist es eine lebendige Zeit  in der Partnerschaft, ein Spaziergang in der Frühlingssonne, das  Zusammensein <img title="Weiterlesen..." src="http://www.achtsamkeit-erleben.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />mit  Freunden oder Zeit für die persönliche Weiterentwicklung. Jeder kennt  Momente, die er mühelos so akzeptieren kann, wie sie sind.</p>
<p>Wann können Sie den Augenblick so nehmen wie er ist? Was sind  typische Tätigkeiten und Ereignisse, bei denen Ihnen das leicht fällt?</p>
<p>Wie geht es Ihnen aber in den Zeiten, in denen Sie unzufrieden sind,  Sie sich nicht wohlfühlen und alles oder jeder sich gegen Sie  verschworen hat? Ganz sicher kennen Sie auch solche Situationen. Wie  schnell sind wir dann in der Ablehnung, wollen nichts damit zu tun  haben. Sätze entstehen wie: “Warum passiert das mir?”, “Das war doch  klar”, “Immer trifft es mich”, oder “Hätte der/die das doch anders  gemacht”.</p>
<p>Genau dann aber zu erkennen und zuzulassen: “Es ist, wie es ist”…ohne  weitere Bewertungen, Meinungen, Stimmen. Aber – und das ist wichtig –  alles, was in diesem Moment vorhanden ist, darf sein und damit auch  unsere Gefühle.</p>
<p>Sie können diese spüren, werden aber zum Beobachter. Den Moment zu  akzeptieren, heißt auch Gefühle wie Trauer, Einsamkeit, Ärger und Wut zu  akzeptieren, sie aber nicht weiter anzuheizen, wie z.B. durch  zusätzliche Gedanken, Bilder und Geschichten. Und sollte es dennoch  geschehen, dann dies zu erkennen, ohne es weiter zu bewerten.</p>
<p>Bei allem was zu diesem – von uns als negativ erlebten – Moment  geführt hat und für den Moment gilt: “es ist, wie es ist” und das  entspricht in der Regel nicht unserem persönlichen Wunschzettel. Jedoch,  was wir jetzt erleben, ist nicht wie es gestern war und ist auch nicht  wie es morgen oder in einer Woche sein wird.</p>
<p>Ich möchte Sie dazu motivieren, diese Sichtweise immer wieder zu  üben, Ihre Tätigkeit im Alltag kurz zu stoppen und in sich hinein zu  spüren. Das geht immer und überall. Die folgenden Fragen helfen Ihnen  bei der Übung.</p>
<ul>
<li>Wo befinden Sie Sich?</li>
<li>Wo spüren Sie in diesem Moment Ihren Atem am      meisten?</li>
<li>Was fühlen Sie gerade? Welche Stimmung haben      Sie?</li>
<li>Wo spüren Sie in diesem Moment Ihren Körper?      Gibt es eine Region, die besonders angespannt ist?</li>
<li>Sind Sie gerade in einer Situation, in der Sie      sich ärgern? Vielleicht über eine andere Person?</li>
<li>Oder fühlen Sie sich so richtig wohl?</li>
<li>Welche Bilder, Gedanken und Geschichten      verfolgen Sie gerade,  d.h. auch Erinnerungen und Fantasien, die diese      Stimmung  unterstützen?</li>
</ul>
<p>Seien Sie der Beobachter von sich selbst, ohne diese Vorgänge zu  bewerten. Diese Übung dauert am Anfang nur 2-3 Minuten und kann nach  einer Übung sehr viel schneller durchgeführt werden. Das regelmäßige  Anwenden ist hier besonders hilfreich.</p>
<p>Den Moment zu erleben, wie er ist, kann für einige Zuhörer die  Annahme stärken, diese Einstellung führe zu Ignoranz und Resignation  bzw. Gleichgültigkeit gegenüber der wahrgenommenen Bedeutung der eigenen  Situation und deren möglichen Schwere. Es ist jedoch eine Veränderung  der Perspektive, die es Ihnen erlaubt, Entscheidungen zur treffen, die  sich nicht mit der Vergangenheit beschäftigen, sondern nur die eine  Richtung betrachten können, auf die Sie einen Einfluss haben…hre  Zukunft, d.h. auch den nächsten Moment.</p>
<p>Veränderung kann nur entstehen, wenn wir unseren Standort kennen,  wissen von wo wir starten und wie wir die Reise beginnen. Wir können  immer etwas tun, um das Morgen anders zu erleben, etwas zu verändern.  Dazu braucht es den Mut, den Augenblick zu betrachten. Denn nur im  jeweiligen Augenblick können wir etwas verändern. Und wenn es auch nur  ein kleines Stück im großen Ganzen ist und wir damit die  Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich auch etwas für uns verändert.</p>
<p>Wenn wir achtsam leben wollen, gilt es immer wieder den Moment zu akzeptieren wie er ist – in völliger Klarheit.</p>
<p>Dadurch vermeiden wir auch, uns immer wieder tiefer in Geschichten zu  winden – warum es nun so ist, dass es schon immer so war und wir es  nicht besser schaffen bzw. darüber nachzudenken, wer nun daran Schuld  hat. Einfach nur mit den Gefühlen sein, ohne diese durch unsere Gedanken  zu vertiefen oder verändern zu wollen.</p>
<p>Diese Klarheit schafft uns die Freiheit und innere Ruhe, die eigene &#8211;  ganz individuelle &#8211;  Wahrheit, unsere Geschichten und Werte besser zu  erkennen und erlaubt uns, in Selbstverantwortung unser Leben zu  gestalten.</p>
<p>Weiterhin eine erfolgreiche Zeit, Ihr Olaf Karwisch</p>
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		<itunes:subtitle>Es klingt so einfach und ist doch eine große Herausforderung. Ein  kleiner Satz – gerade mal 5 Worte. Jorge Bucay spricht in seinem Buch “Geschichten zum Nachdenken”  von drei Grundweisheiten. Als erste nennt er: “Was ist, das ist”.  Worte,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Es ist, wie es ist: Es klingt so einfach und ist doch eine große Herausforderung. Ein kleiner Satz - gerade mal 5 Worte. Jorge Bucay spricht in seinem Buch &quot;Geschichten zum Nachdenken&quot; von drei Grundweisheiten. Als erste nennt er: &quot;Was ist, das ist&quot;. Worte, die uns bekannt sind, wenn wir uns mit dem Thema der Achtsamkeit beschäftigen. Den Moment, das Jetzt zu akzeptieren, wie es ist. Zu verstehen und zu akzeptieren, dass wir diesen Moment nicht (mehr) verändern können.</itunes:summary>
		<itunes:author>Olaf Karwisch</itunes:author>
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